Mit großer Spannung und Erwartungshaltung wurde der ersten Kollektion von Stefano Pilati für die italienische Traditionsmarke Ermenegildo Zegna entgegengefiebert. Zegna stellt seit über hundert Jahren hochwertigste Stoffe her, vor allem im Anzug- und Sakko-Bereich, und Pilati reizte, wie er in einem Interview im letzten Herbst sagte, dass er Modeschöpfer mit eigener Weberei werden würde. Pilati liebt Stoffe und gilt schon immer als Material Freak, der für seine Kollektionen auch eigene Gewebe und Materialien entwickelt. Bei Yves Saint Laurent hat er das, nachdem er bei Tom Ford und Armani schon mit Perfektionisten zusammengearbeitet hat, hinreichend unter Beweis gestellt …
Juni 2013
Während unser „Die Woche auf Horstson“-Beauftragter zur Zeit in Barcelona weilt, da der Flughafen bestreikt wird und unklar ist, ob er jemals wieder nach Hamburg reisen kann, kümmere ich mich diesmal um „Die Woche auf Horstson“. Blomquist wünsche ich eine gute (und baldige) Heimreise und allen anderen viel Spaß beim Wochenrückblick:
1) Daisydora unterhält uns zur Zeit mit ihrer „Schöne Sachen“ Serie – der Fokus richtete sich aber bei ‚Schöne Sachen, M3‚ eher auf zwei Batik-Shirts von The Elder Statesmen …
2) Kayne Wests neues Album hat Jan nicht überzeugt, einen Kommentatoren schon. Nachzulesen bei: Gott und sein Sklave x Kanye West „Yeezus“
3) PRADAkadabra – die Männerkollektion von Miuccia Prada für das Frühjahr 2014 hat Peter verzaubert: PRADA Men Spring Summer 2014 – Hidden Classics
4) Sasha allein in New York? Ganz allein war Topmodel Sasha Pivovarova allerdings nicht, zumindest Hedi Slimane war mit dabei von der Partie: Sasha über den Dächern von New York x SAINT LAURENT Cruise Spring/Summer 2014
5) Jan traf Jeremy zum Interview: “Der Hackett-Mann ist professionell, erfolgreich und jagt keinen Trends nach”
6) Diese Woche stand ganz unter dem Zeichen der Live Stream: Armani, Gucci, Prada, Calvin Klein, Z Zegna und Louis Vuitton haben wir gestreamt … Was war dein Favorit?
Burberry zeigte jüngst in London seine Prorsum Frühjahr/Sommer Kollektion 2014. Schon beim Erscheinen der ersten Looks fiel uns auf, dass jeder der Jungs etwas bei sich trug und was wie ein kleiner Rucksack wirkte – mal unter den Arm geklemmt, mal lässig hängend …
Wenn man dreißig Jahre Modenschauen beurteilt, hat man einen Scanner-Blick entwickelt und erkennt schnell die Grund-Silhouette einer Kollektion und kann sich auf die Details konzentrieren. Schon sehr früh lernt man das genaue Hinschauen, doch leider – am Rande bemerkt – gucken heute die meisten Schauenbesucher ja nur noch durchs Telefon oder iPad bei den Defilees …


Links: Jacke von Balmain; rechts: Schuhe von Maison Martin Margiela
Sehr viel Grünes und Military Look habt ihr bisher von mir ja nicht gerade zu sehen bekommen. Das hole ich heute nach! Wir zeigen auf Horstson ja schließlich alles, was schön ist und nicht nur das, was wir selbst gerade tragen.
Die Jacke von Bailmain (Khaki Cotton Military Jacket) bietet Liebhabern Grüner Jackets sowohl vom Schnitt und den Details her, als auch durch die tollen Silberknöpfe so einiges …. dazu habe ich mich über auffallendere Schuhe (Maison Martin Margiela, Lizard Effect Leather Oxford Shoes) drüber getraut, für die aber keine Eidechse(n) ihr Leben lassen musste(n), da das Muster auf das Leder gedruckt wurde.
Wo wir doch vorhin so nett über die Sneaker von Rick Owens für adidas geplaudert haben …
Hier nun also die Schuhe, die Raf Simons für das Sportlabel entworfen hat. Mich erinnern sie etwas an Jeremy Scott für adidas Originals – allerdings nicht an die Entwürfe aus den glorreichen Zeiten … Preislich bewegen wir uns hier bei 270 bis 350€ und auch hier bin auf Eure Meinung gespannt – insbesondere bei diesem doch sehr – nunja – speziellen Modell:
Man muss schon genau hinsehen, um die für adidas typischen 3 Streifen zu erkennen. Doch egal wie genau ich mir obigen Sneaker anschaue, schön finde ich ihn nicht. Nun gut, Rick Owens gehörte noch nie zu meinen Lieblingsdesignern – das hindert mich aber nicht, den Schuh zu zeigen und in die Runde zu fragen, wie er bei euch ankommt bzw. für was man sonst 400 – 500€ ausgeben kann, denn das ist der Preis, zu dem die Sneaker in verschiedenen Variationen an den Mann und an die Frau gebracht werden sollen …
Ich bin auf Eure Meinungen gespannt!


Rock und Pulli jeweils von Marc Jacobs
Der Bericht sollte eigentlich einen Look fürs Büro in Rot oder so ähnlich zeigen, der zu nicht ganz offiziellen Anlässen passt. Dann habe ich einen der tollen Bleistiftröcke von L’Wren Scott in Orange mit Ziegelroten Tressen entdeckt und einfach etwas umgeplant …
Von der Ursprungsidee sind nur noch die Sweatshirts übrig geblieben, die dann zumindest obenherum für Bewegungsfreiheit sorgen. Der Rock ist ganz schön eng, aber das gehört so und bildet zusammen mit allen anderen Teilen einen Bürolook in Farben, in denen man bestimmt nicht übersehen werden kann.
Louis Vuitton Men’s Spring/Summer 2014 Show – Live Stream 14:30Uhr auf Horstson
Posted on 27. Juni 2013Heute, ab 14:30 Uhr streamen wir die Männerschau aus Paris und sind schon jetzt mehr als gespannt, was Kim Jones diesmal an tollen Ideen parat hat.
Ab in die Frontrow, liebe LeserInnen, wir freuen uns, gucken mit euch und wünschen viel Spaß!
Kanye West’s Album „Yeezus“ hat ein sagen wir sehr reduziertes Cover. Durchsichtig, keinerlei Aufdruck auf der CD selbst und ein neon-orangener Aufkleber als „Siegel“ an der Seite. Vielleicht waren jegliche Ideen „Yeezus“ als Cover darzustellen zu blasphemisch oder einfach zu arrogant. Obwohl Kanye West mit letzterem in Bezug auf andere Musiker wirklich am wenigsten Probleme hat. Zum Titel des Albums sagte er übrigens „Yeezus“ ist der Name den ihm Gott gegeben hat, wohingegen West nur sein Sklavenname sei. Jetzt nur noch die Frage: Warum sein Kind dann North West nennen? Das Cover hat er sich übrigens gespart, weil es dieses mal nur um die reine Musik gehen soll. Den reinen Shit sozusagen. Deswegen verzichtete er im Übrigen auch darauf Radiosender mit der ersten Single „New Slaves“ zu bemustern. Das Video dazu gab es ausschließlich als Videoprojektion an Hauswänden in New York, London, Paris, Berlin und anderen Städten und nicht auf Yt. Aber soviel erstmal zum Ganzen drumherum. Nun zum Album.
Ich möchte sagen, ich habe nicht so wirklich viel Ahnung von Hip/Hop, kann aber mit Überzeugung behaupten, dass dies das anstrengendste Hip/Hop Album ist, das ich jemals gehört habe. Da wird mit allerlei Dubstep a la Skrillex (auch wenn er wohl nicht mit produziert hat), verzerrten Stimmen, Frauengekreische und Synthiestimmen experimentiert, dass es nur so kracht. Es gibt auch ein paar erträgliche und gar nicht mal schlechte Songs wie „Black Skin“, die erste Single „New Slaves“ sowie „Hold my Liquor“ und „Blood on the leaves“ auf „Yeezus“ zu hören. Inhalt der Songs sind Rassenthematik („Black Skin“ – in dem er sich einfach mal zum Black Skinhead macht), Bitches, Cars, Fi**** … das Übliche halt. Das wirkt vom Sound her alles sehr bombastisch, oft willkürlich und im Fall von „New Slaves“ zumindest inhaltlich unglaubwürdig. Dort verteufelt er den Konsum und macht klar: „(…) I`d rather be the dick then the swallower (…)“. Was da wohl Ricardo Tisci zu sagt?
Vielleicht bin ich einfach der Person West zu negativ gegenüber eingestellt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich bei 90% eines Albums nicht nach 20 Sekunden des Songs vorspulen möchte.
Das Label The Elder Statesmen hat sich an teuren und handgebatikten T-Shirts versucht … und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Mir ist klar, dass viele Männer Batikteile lieber meiden, weil man damit immer noch diesen modisch leicht hängen gebliebenen hippiesken Charme verbindet, aber für die vereinzelten unter euch, die so etwas alle Warnungen von Kumpels gerne tragen, habe ich Outfits zusammen gestellt.
Die T-Shirts nennen sich Hand Dyed Cashemere and Linen Blend T-Shirt, einmal in Grautönen und Blau und einmal mit etwas verwaschenem Rot. Leider sind auch diese Teile von The Elder Statesmen mit einem Mondpreis von 525 und 490 Euro nicht eben günstig.







