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14. Juni 2011

Allgemein

Von Pferden und Förstern – die Gucci „1921“-Kollektion

Es gibt ja Labels, die erkennt man an einem einzigen (okay: oder an zwei) Buchstaben. Eines von ihnen feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumskollektion: Gucci. Die „1921“-Kollektion für die Dame und für den Herren beinhaltet alles, was man mit dem italienischen Klassiker in Verbindung bringt – Taschen, Loafer, Stiefel, Uhren, Sonnenbrillen und auch Kleidungstücke sind mit den charakteristischen Designs versehen: Horsebit- und Bambus-Details, Quasten oder das typische Emblem (diesmal in abgewandelter Form: G. Gucci Firenze 1921).

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Bling Bling Casio

Nachwuchs-Zuhälter aufgepasst: Was schon auf den ersten Blick nicht im entferntesten wie Diamanten aussieht, sind in echtem Silber eingefasste Zirkonia-Steine, mit denen der japanische Retailer Amp die G-Shock’s DW5600 und DW6900 sozusagen „aufgepimpt“ hat, da, und jetzt wird es verwunderlich, viele Casio-Fans im asiatischen Raum sich sogar echte Diamanten an ihre Digitaluhren kleben, was den Preis in die Höhe treibt. Obige Version ist sozusagen eine Low-Budget-Bling-Bling-Casio, die aber immerhin noch einen stolzen Preis hat: Ab 800€ aufwärts. Wenn man dann aber zu Mutti zum Mittagessen geht, kann man seine Fake-Diamanten-Uhr auch tarnen: Es gehört eine Abdeckung dazu und schon ist man wieder Mama’s ganzer Stolz…
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Allgemein

Wie viele Klamotten braucht der Mann?

Ihr wisst es: Bis zu den nächsten Prêt à porter Schauen und einem herbstlichen Temperaturabfall haben wir uns noch einige Wochen mit unseren Kleiderschränken in Jetztzustand um die Ohren zu hauen. Bis dann ausgelöst vom Spontankaufimpuls wieder alle in irgendwelche Läden rennen, um neue Klamotten zu kaufen, obwohl man eigentlich schon alles im Schrank hat. Da bietet es sich für mich an, mal in die Runde zu fragen: Liebe Leser, wie viele Klamotten braucht der Mann wirklich?

Doofe Frage, könnte man auch sagen. Das hängt ja auch vom Beruf und den damit verbundenen offiziellen und inoffiziellen Anlässen ab….und noch so einigen Faktoren, die da hinzu kommen. Ich muss zwar im Beruf zum Glück keine Business-Suits und Kostüme tragen, schlage mich aber bei jedem zweiten Einkauf mit der Gewissens-Frage rum: Brauchst du das wirklich, oder hilfst du mit deinem Einkauf nur mit, irgendwo Menschen unter unwürdigen Bedingungen sechzehn Stunden am Tag schwere Arbeit machen zu lassen und Gewässer zu vergiften…..und noch ungefähr sechzehn Fragen, die ich mir dann stelle. Trotzdem ist mein Schrank nicht leer.

Als ich dann vor ein paar Tagen Monki TV aus dem Kleiderzimmer von Jessie erleben durfte und sie von ihren hundert Blusen erzählte, war es so weit und ich wollte sofort losschreiben. Braucht man wirklich hundert Blusen? Macht das schöner und ist man dann endlich immer richtig angezogen? Und weil Horstson ein Männerblog ist geht es hier eben um Hemden und so weiter. Wer von euch hat hundert Oberhemden und trägt die auch? Wie ist das mit Jeans und T-Shirts, mit Mänteln, Jacken und Pullis? Einzig bei Anzügen scheint das etwas einfacher zu sein, zumindest aus meiner Sicht. Wer jeden Tag im Beruf mit einem Anzug auflaufen muss, kann auch gut mehr als fünf gute Anzüge vertragen. Aber wo liegt da die Obergrenze, ab der es nur noch Kaufrausch und Eitelkeiten sind, die uns alles zusammenramschen lassen, das uns in die Finger kommt und wir bezahlen können.

Interessant finde ich, dass heute wesentlich mehr Menschen denken, durch bestimmte Klamotten-Codizes ihr Sozialprestige zurecht rütteln zu können beziehungsweise zu müssen, als in der jüngeren und früheren Vergangenheit. Man erfindet sich nicht nur in Sozialen Netzwerken von Kopf bis Fuß neu. Mit ganz bestimmten Klamotten sollen Mangelerscheinungen camoufliert werden. Ich finde das ja eher nicht so wirksam. Als ob es Gucci-Suits gäbe, mit denen man dann im Liveauftritt weniger franjopoothisch rüberkommt, weil man so fesch und teuer raus geputzt ist.

Aber wie viele und welche Klamotten sind genau richtig für jeden von uns? Alles da draußen und online schreit doch danach, dass wir kaufen sollen. Da sind uns Bilder der Wohnzimmer großen Ankleidezimmer von Anna Dello Russo bei dieser Frage nicht unbedingt eine Hilfe.
Ich habe meine Klamotten dadurch in den Griff bekommen, dass ich ganz strikt nach dem Lieblingsklamotten-Prinzip verfahre. Ich habe nur noch Lieblingsklamotten im Schrank. Das sind immer noch mehr, als ich in überschaubarer Zeit tragen kann. Welche und wie viel, das erfahrt ich vielleicht auch mal. Aber nun frage ich euch, liebe Leser, lieber Horst und liebe Schreiberkollegen, muss man sich den Kopf überhaupt mit so einer Frage schwer machen? Habt ihr den Dreh schon besonders gut raus? Oder will sich einer von euch als Brian Boy unter den Horstsonians outen? Wird man von zu viel Klamotten doch nur total gaga? Wie macht ihr das, auch mal zu widerstehen, obwohl ihr kaufen könntet? Sagt es mir bitte.

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Karl Lagerfeld x Orrefors

Dank Peter wissen wir, was Karl Lagerfeld nicht aus den Gläsern, die er für Orrefors entworfen hat, trinken wird: Coke light – Dafür bevorzugt Lagerfeld Lalique-Gläser, die bei euch aber nicht unbedingt gut ankamen – was ich nicht so recht verstehen kann, aber vielleicht liegts am Preis: 250€ zahlt man nicht mal eben für ein Glas, was vermutlich nicht für die Geschirrspülmaschine geeignet ist…
In letzte Zeit verblüffte unser Tausendsassa Lagerfeld ja sowieso mit Kooperationen, die weder seinem Image, noch unseren Augen gut getan haben. Und diesmal? Auf Nummer sicher ist er gegangen – schlichtes Design in schwarz, weiss oder glasklar – aber auf einigen Gläsern ein albernes KL-Monogram, was er sich hätte sparen können, oder?
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