Ich, Foto: Horstson
Jetzt wird es persönlich – also der Teil, den man in freundlich designten Lebensläufen eigentlich lieber überspringt. Doch von Anfang an. Der Tod meines besten Freundes im Jahr 2022 war kein leiser Übergang und kein großes Drama, sondern ein harter Schnitt. Kein Möbelstück, das fehlt, kein diffuses „anders im Raum“, sondern eine klare, unübersehbare Abwesenheit. Jemand, der vorher einfach da war – und jetzt nicht mehr ist. Ohne Ersatzteil, ohne Übergangslösung, ohne jede Form von Anschlussfähigkeit.
Was danach kommt, ist nicht Trauer im klassischen Sinn, sondern irgendwann etwas Hartnäckigeres: Leerstelle im Alltag. Gespräche, die nicht mehr stattfinden. Referenzen, die niemand mehr versteht. Diese Selbstverständlichkeit, mit der man jemanden anrufen konnte, ohne Anlass, ohne Ziel, einfach weil es ihn gab.










