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Buchtipp

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Buchtipp: Peter Lindbergh. A different Vision on Fashion Photography

(Peter Lindbergh, London, Mai 2016; © Stefan Rappo)

Mein Kollege Julian begegnete kürzlich Peter Lindbergh bei der Eröffnung der Retrospektive in der Kunsthal Rotterdam und lieferte einen lesenswerten Bericht ab. Seine Begegnungen mit Peter Lindbergh und Tatjana Patitz war für ihn tiefes Eintauchen in die Modegeschichte und in die Fotografie.
Das bewog mich, mehr als doppelt so alt und radikal elektrisiert von der Revolution, die Lindbergh auslöste, einen genauen Blick auf den Menschen Peter Lindbergh und in das neue, im Taschen Verlag erschienene Buch „Peter Lindbergh. A different Vision on Fashion Photography“ zu werfen. Die Revolution, die der Fotograf damals startete, beeinflusst uns bis heute und hat die Sehgewohnheiten ganzer Generationen verändert.
Peter Lindbergh hat nicht nur fotografiert und die Ära der Supermodels dominiert. Er hat auch dazu beigetragen, dass sich die Mode der Neunziger Jahre dem Purismus zugewandt hat. Der neuen Klarheit gab er das fotografische Ausdrucksmittel. „Peter Lindbergh. A different Vision on Fashion Photography“ bietet die ideale Spielwiese, um den sympathischen und bodenständigen Peter Lindbergh, der immer wie ein großer Junge wirkt, zu verstehen. Continue Reading

Coffeetable Books

Taschen im Schrank

(TASCHEN Store Hamburg; Bild: TASCHEN)

Karl Lagerfeld hat noch nie ein Buch weggeschmissen, verriet der Modeschöpfer vor mehr als zehn Jahren der WELT: er habe sogar noch die Bücher aus seiner Schulzeit. Kein Wunder, dass er mittlerweile auf angebliche 300.000 Bücher kommt – verstreut auf seine diversen Wohnsitze, feinsäuberlich nach seinem eigenen System in Kunstgattungen geordnet.
Wie viele Bücher es bei uns zu Hause im Bücherschrank sind, kann ich nicht sagen, allerdings bei Weitem keine 300.000, aber im mittleren dreistelligen Bereich bewegen wir uns schon.
Dass auch bei uns immer wieder Coffetable Books einziehen, ist dem Umstand geschuldet, dass ich zwar Sale liebe, allerdings den Warehouse Sale bei TASCHEN jedem anderen Schlussverkauf vorziehe. Continue Reading

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Issey Miyake – Der Meister der Falten

(Bild: Yuriko Takagi)

Der Buchtipp, den wir heute geben wollen, ist nicht nur dem Werk des japanischen Modedesigners Issey Miyake gewidmet, sondern lässt uns das Phänomen eines Avantgardisten erleben, der seiner Zeit weit voraus war. Miyakes Sicht der Mode ist aktueller denn je und der Look der Japaner gewinnt wieder an Einfluss.
Jetzt erscheint – pünktlich zur Retrospektive im National Art Center Tokyo – im Taschen Verlag eine der umfangreichsten Darstellungen Miyake Werks mit den Bildern der Fotografin Yuriko Tagaki. Angeregt wurde die limitierte Edition von Miyakes langjähriger Mitarbeiterin Midori Kitamura. Continue Reading

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The Shopkeepers – es lebe der Einzelhandel!

„Ganterie Boon“; Antwerpen, Belgien; Fotografie von Jesse Willems, aus The Shopkeepers: Storefront Businesses and the Future of Retail, Copyright Gestalten 2015“

Ausgerechnet „Storefront Businesses and the Future of Retail“ ist der Untertitel des Buches „The Shopkeepers“ aus dem Gestalten Verlag Berlin, das wir euch wärmstens empfehlen möchten. Denn genau die Beispiele aus diesem Buch sind der Beweis dafür, dass Totgesagte länger leben und dass sich der Einzelhandel, wenn er gut gemacht ist, deutlich gegen den nebulösen Dämon „Internethandel“ behaupten kann. Continue Reading

Allgemein

Mein Kampf (gegen Rechts)

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Bilder: Europa Verlag

Wir möchten euch an dieser Stelle nicht nur aus gegebenem Anlass auf ein interessantes Projekt hinweisen. Anlass ist der am 31.Dezember 2015 erloschene Urheberrechtsschutz für Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“. Das wohl jedem durch Geschichtsbücher Bekannte Buch darf somit wieder aufgelegt werden. Die Initiative „Gesicht zeigen!“ hat sich diese Tatsache zum Anlass genommen und zusammen mit der Agentur Ogilvy&Mather „Mein Kampf gegen Rechts“ veröffentlicht, in dem Menschen, die mit rechter Gewalt und Vorurteilen konfrontiert wurden, zu Wort kommen, ihre Geschichten erzählen und Mut für den Kampf gegen rechte Gewalt machen. Eine davon ist Wana Limar, MTV Gesicht. Continue Reading

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Richard Avedon und Christian Dior – „Dior by Avedon“

„Dior by Avedon“; Rizzoli Verlag; Courtesy of Dior

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheint im New Yorker Rizzoli Verlag ein Bildband, das Modefreunde einfach nicht kalt lassen kann – „Dior by Avedon“.
Unumstritten gehört Richard Avedon zu den berühmtesten Modefotografen des 20. Jahrhunderts und ist seit vielen Jahren mein absoluter Lieblingsfotograf. Nicht nur, dass er ungeheuer gut aussah und charmant war: Seine Fotos bilden sozusagen eine Chronologie der Modegeschichte der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Sein Porträt der Donna Marella Agnelli – das berühmte „Schwanenhals“-Porträt aus dem Jahre 1950 – ziert seit meiner Jugend, zwar als Postkarte, aber immerhin mit der Unterschrift von Richard Avedon, meinen Nachttisch. Continue Reading

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Buchtipp: Naomi Campbell

Collector’s Edition of 1,200 copies, each signed by Naomi Campbell within a multiple artwork by Allen Jones.

Sie schmeißt Gerüchten zur Folge mit Handys um sich, ist Supermodel, ist erfolgreiche Unternehmerin und arbeitete vor einigen Jahren eher unfreiwillig fünf Tage bei der New Yorker Stadtreinigung. Legendär ist die verrutschte Perücke und ist 1993 auf dem Laufsteg hingefallen – die Plateaus der Vivienne Westwood Heels waren einfach zu hoch. Ihr wisst längst, von wem ich rede: Naomi Campbell.
Seit sie 1985 als Teenager entdeckt wurde, hat sie eigentlich alles geschafft, was man als Model erreichen kann: Sie war das erste schwarze Modell auf dem Cover der französischen Vogue und des TIME Magazines, war der Star unzähliger Editorials und Kampagnen und gehörte neben Cindy Crawford, Christy Turlington, Linda Evangelista und Tatjana Patitz zu den legendären Supermodels der Neunziger.
Nun widmet der TASCHEN Verlag Campbell eine zweibändige Sammleredition. Continue Reading

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Gisele, oh Gisele!

Foto: Mark Seelen

Heidi wer? Es gibt verschiedene Wege, als Topmodel entdeckt zu werden: Claudia Schiffer zum Beispiel ertanzte sich die Aufmerksamkeit eines Modelscouts in der Düsseldorfer Diskothek Checker’s, Toni Garrn auf dem Weg zur U-Bahn. Nur aus einer Castingshow ist bisher noch kein Supermodel entsprungen. Auch Gisele Bündchen nicht: Als 14-jährige wurde sie in einem Einkaufszentrum entdeckt – ganz unaufgeregt und ohne halben Nervenzusammenbruch, weil sie kein Bild von Heidi bekommen hat.
Mit 18 hatte sie dann ihren Durchbruch, als sie 1998 auf der Ready-to-Wear-„Rain“-Show von Alexander McQueen lief. Schauen wir uns die Schau doch einfach noch mal an – vielleicht entdeckt ja jemand die Brasilianerin … Continue Reading

Allgemein

Wo ist Karl?

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Bild: Penguin Random House

Kennt jemand von Euch noch „Wimmelbücher“? Das sind Bilderbücher, bei denen es nur so von Details wimmelt. Nun wird der ein oder andere sicher ein Kind sein Eigen nennen und kennt den Reiz, in einem solchen Buch auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber es gibt bei herkömmlichen Wimmelbüchern einen gewaltigen Haken – zumindest aus der Sicht eines Erwachsenen: die Bildauswahl mag für Kinder optimal sein, für Menschen jenseits von zehn Lebensjahren ist es auf Dauer ermüdend, zum Beispiel Hühner auf dem Bild eines Bauernhofes zu suchen.
Das Buch „Where’s Karl?“, das jetzt im „Penguin Random House“-Verlag erscheint, ist mit einem klassischen Wimmelbuch vergleichbar. Continue Reading

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Buchtipp: „The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey'“

Briefcase containing all the components of a modern laptop computer (keyboard, camera, electronic stylus pen, modem, digital file storage module, and display screen), designed by Honeywell company for Heywood Floyd. Bild: © Stanley Kubrick Archives/TASCHEN

Es gibt Filme, die man eigentlich gesehen haben muss, die viele von uns aber noch nicht gesehen haben. Stanley Kubricks ‚2001: A Space Odyssey‘ ist so ein Fall – jeder wird mit dem Titel etwas anfangen können, den Film aber, wenn überhaupt, vor Jahrzehnten das letzte Mal gesehen haben. Vielleicht liegt es am nicht enden wollende Anfang, der mich immer wieder dran gehindert, den Science-Fiction-Film zu schauen.
1968 war es der Regisseur Stanley Kubrick, der zusammen mit Arthur C. Clarke das Science Fiction-Genre und das Kino an sich revolutionierte. Der Bildband „The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey'“ blickt nun hinter die Kulissen des Films, der ein ganzes Medium veränderte. Continue Reading