Gesellschaft Pride

OMG tötet es … BILD-Leser empören sich über Conchita Wurst.

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Kennt einer von euch Jane Barnell? Jane Barnell war eine bekannte „Bartfrau“, die als Lady Olga Roderick bei einem Zirkus arbeitete und sich gegen Geld von Zuschauern begaffen ließ. Sie wurde 1874 in South Carolina geboren – also vor 140 Jahren. Damals galten Menschen, die „anders“ waren, als so empörend, dass man sie in sogenannten „Sideshows“ präsentierte, also in Shows, die als „Freak Shows“ zu einer eher zweifelhaften Bekanntheit kamen.
Heute, also im Jahre 2014, sind wir doch alle etwas weiter und wesentlich toleranter und ein Mann mit Bart und Kleid ist keine Rede mehr wert, oder? Nicht, wenn es nach vielen Kommentatoren auf der Facebook-Seite der BILD-Zeitung geht. Da macht sich, (für mich unverständlich) ummoderiert und relativ unzensiert durch die Verantwortlichen der Facebook-Seite, der Unmut über Conchita Wurst breit, die einfach nicht in das Menschenbild der Kommentatoren passen will. Da gibt es für viele nur eine Lösung: „Omg tötet es bevor es Eier legt..“

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Nach langem Suchen habe ich dann doch noch einen Kommentar gefunden, der, ob gewollt oder nicht, sämtliche hasserfüllten Kommentare gut zusammenfasst. Die sind nämlich allesamt:
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  • J
    11. Mai 2014 at 16:28

    Danke

  • jürgen
    11. Mai 2014 at 16:40

    hab eben mal bei spiegel online auf die fb kommentare geschaut … die haben teilweise einen größeren wortschatz als die bildleser aber viel besser geht es da auch nicht zu!

  • x x x
    11. Mai 2014 at 16:52

    erschreckend…..armes deutschland !

  • HappyFace313
    11. Mai 2014 at 17:40

    Schlicht und ergreifend zum Kotzen, diese Ignoranten!
    Armes Europa, kann ich dazu nur sagen – die gibt’s leider hüben wie drüben in viel zu großer Zahl.

    Da kann Conchita Wursts Sieg nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Ich freu‘ mich mit ihr! 🙂

  • Satorare
    11. Mai 2014 at 18:58

    Ich verstehe gar nicht, was die Leute zu solchen Äußerungen bewegt… und noch dazu Kinder vorzuschieben, dabei haben die damit sicher am wenigsten Probleme. Ich bin eher besorgt darüber, daß diese BILD-Leser Eier legen und ihrem Nachwuchs dieselbe hasserfüllte Engstirnigkeit anerziehen, die sie in diesen Kommentaren an den Tag legen.

    Im NDR-Forum hab ich letztens einen Kommentar gelesen, der das Ganze schön auf den Punkt bringt: „Es ist fast so, als würden Menschen fordern, die Erde möge bitte „flach“ sein mit einem Himmel. in dem Gott wohnt, weil es sich darauf besser lebt, als im Bewusstsein, auf einer Kugel um die Sonne zu kreisen.
    Das ist vielleicht eine schöne Vorstellung, aber deshalb leider immer noch nicht wahr. Es ist für viele Traditionalisten oder konservative ein Angriff auf ihre Stabilität, wenn sie mit andersartigem konfrontiert werden, das ihr Weltbild in Frage stellt. Nur kann die Außenwelt nicht die Aufgabe schultern, jedem Konservativen ein Reservat zu bieten, in dem er seinen Phantasien nachgehen kann, ohne mit Wahrheiten konfrontiert zu werden.“

  • Junikäfer
    11. Mai 2014 at 21:21

    Eben einfach dumm! Warum erscheint das hier überhaupt in dem Blog.

    Nix anderes habe ich von den Lesern/Followern von „Bild“ erwartet…

  • Jan
    12. Mai 2014 at 09:10

    So ein Schwachsinn wie der ESC interessiert mich nicht die Bohne, die Musik ist schrecklich.
    Um so losgelöster betrachte ich diese Diskussion.
    Es ist ekelhaft, wie scheinheilig ewiggestrige das Argument vorschieben, sie wüssten nicht, wie sie „sowas“ ihren Kindern erklären sollen. Wie wäre es denn mit den Tatsachen? Dass diese Figur erfunden wurde, um eben solchen Menschen eine Provokation entgegenzuschleudern, mit der sie nicht umgehen können. Das beweisen die Bild-Kommentare.

  • Fuchs82
    12. Mai 2014 at 09:29

    Leider, leider, leider ist das heutzutage die Realität des Internets. Jedem noch so geringem Intellekt wird heutzutage Online eine Bühne gegeben, auf dem er seine Dummheit öffentlich zur Schau stellen darf. Der ganze Hass brodelt dann unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit vor sich hin und an anderer Stelle verlieren sich eben diese Stimmungsmacher in Diskussionen über Cybermobbing.

    Da möchte man angeekelt ausspucken…

  • Maria Barth
    12. Mai 2014 at 09:36

    Man sollte diese Missgeburten Minderbemittelten von BILD-Lesern (und -Machern) erschießen eine knallen, bevor sie Kommentare schreiben. Schlimm, dass solche Menschen Kinder kriegen.

  • Heute
    12. Mai 2014 at 09:39

    Da kann Conchita Wursts Sieg nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Ich freu’ mich mit ihr! 🙂

    zu einer kinderlosen Welt in der abartigkeit die neue Normalität ist?

  • onlime
    12. Mai 2014 at 10:32

    Immer wieder lustig, diese „Die Menschheit geht unter, wenn das alle machen würden“-Kommentare. Richtig, dann würde die Menschhet tatsächlich aussterben. Aber niemand kwird doch ernsthaft behaupten, dass das jemals alle machen würden.

    Und die „Wie soll ich das einem Kind erklären?“-Kommentare sind auch herrlich. Kinder sind diesbezüglich wesentlich entspannter und aufgeschlossener und vorurteilsfreier. Wenn man versuchen würde, Kindern dieses Phänomän tatsächlich ernsthaft zu erklären (ohne „Der spinnt/ist krank/abartig“ zu benutzen) würde das bestimmt auch einigen Erklärenden die Augen öffnen.

  • Torsten
    12. Mai 2014 at 10:41

    Fast genau so abstossend: Die österreichischen Medien tun momentan so, als hätten sie die Toleranz erfunden. Allen voran diese ‚Zeitung‘ Österreich, die sonst in der ersten Reihe steht wenn es darum geht gegen Ausländer, Schwule und sonstige Minderheiten zu hetzen.
    Jeder hält hier jetzt sein Gesicht in die Kamera und hat es ja schon immer gewusst: Das Land von H.C.Strache und Jörg Haider war schon immer ein Vorbild in Europa.
    Und nächste Woche sitzen wieder alle beim Heurigen und machen Schwulenwitze.

  • Siegmar
    12. Mai 2014 at 11:03

    @ Torsten
    das war einer meiner ersten Gedanken, das viele Österreicher jetzt so tun als seien “ Toleranz und Akzeptanz “ Markenzeichen Österreich “
    Ich mag die Veranstaltung nicht, da meiner Meinung nach die Punkte nicht nach musikalischer Leistung sondern nach geografischer Lage, so wie politischen Freundschaften vergeben werden. Das einige Länder wegen der Teilnahme von Chonchita Wurst´s Beitrag das Spektakel nicht übertragen wollten finde ich viel schlimmer, da es die Intoleranz und Homophobie in diesen Ländern zeigt. Mann muss Conchita Wurst und ihren Song nicht mögen, man muss aber einfach ihrer Teilnahme „ohne wenn und aber“ zustimmen.

  • Geht dich nix an
    12. Mai 2014 at 11:25

    Die Kommentare sind doch völlig ok.

  • Die schönsten Meinungen aus dem Internet, Teil 1: Conchita Wurst | Borrowfield
    12. Mai 2014 at 11:43

    […] habe für Sie mal quergelesen und jenseits der profanen Igittigitt- und Erschießen-Beiträge (die bei Horstson ja recht eindrucksvoll vorgeführt werden) einige besonders dunkel schimmernde Perlen […]

  • Markus Hoffmann
    12. Mai 2014 at 11:54

    Warum sind die Kommentare anonymisiert? Diese Leute haben sich öffentlich auf facebook geäußert; ich sehe da kennen Anlass zur Anonymisierung.

  • Sebastian M.
    12. Mai 2014 at 11:58

    Weiß ja nicht was für dich da „völlig OK“ ist. Die Kommentare sind Menschenverachtend.

    Warum sollte man anderen Menschen die Existenz aberkennen nur weil sie nicht nach den eigenen Wertvorstellungen beschaffen sind? Das ist inakzeptabel. Stell dir vor du wärst auf der anderen Seite vom Zaun und der ausgegrenzte.

  • Geht dich nix an
    12. Mai 2014 at 12:02

    Damit Leute wie Sie keine öffentliche Hetzjagd gegen diese Leute starten können.

  • Daisydora
    12. Mai 2014 at 12:59

    Einfach gruselig die Beispiele und geeignet als weiterer Beweis, dass solche Foren leider eine Bühne für Dummheit und Dreistigkeit sind.

    Zur Sache an sich: der ESC ist nicht meine Abteilung, ganz egal wer da antritt und gewinnt. Aber ganz sicher kann man wertfrei festhalten, dass es nicht eben nachteilig für die ohenhin ganz selbstverständliche Toleranz gegenüber Menschen abseits des Mainstream ist, dass man ausgerechnet diesen Mann ins Rennen geschickt hat.

    Ich werte dies erstens als Zeichen, den Bewerb und das Land, nicht zu ernst zu nehmen (hatte Deutschland ja auch mit Stefan Raab und Guildo Horn so gehalten), aber ganz sicher hat es auch etwas mit haltung zu tun.

    Und in diesem Lichte besehen, scheinen mir die Statements @Torsten und @Siegmar von kleineren Ressentiments gegenüber „den Österreichern“ beseelt zu sein. Oder?

    „Das Land von H. C. Strache und Jörg Haider“ klingt für mich ein wenig nach Sippenhaft … aber nichts für ungut, sagt eine Wienerin .. 😉

  • Hallmackenreuther
    12. Mai 2014 at 13:12

    Die Wortwahl der etwas längeren (angeblichen) FB Kommentare ist schon recht professionel. Ein Schelm, wer böses dabei denkt .

  • Siegmar
    12. Mai 2014 at 13:22

    @ daisydora
    ich hege keine Ressentiments gegenüber Österreichern, ich habe ein Abneigung gegenüber der vielen Zustimmung in Österreich bezüglich der Haider-Partei und den wieder erstarkten Rechten genauso wie in Deutschland, ich habe auf 3SAT einige Beiträge gesehen, die schon mehr als grenzwertig waren. Des weiteren muss ich mitteilen, das ich von Geburt an Österreicher bin, aber schon lange die deutsche Staatsbürger habe. (das ist aber ein anderes Thema ) So liebe Daisy jetzt biste platt, oder ? 🙂

  • Siegmar
    12. Mai 2014 at 13:25

    @ Gehtdichnixan

    Du meinst die Leute die auf FB völlig unakzeptable Kommentare von sich gegeben müssen geschützt werden gegen Hetzkampagnen die sie losgetreten haben, das ist ja wohl ein Witz ?

  • Daisydora
    12. Mai 2014 at 13:38

    @Siegmar

    Dass man mit rechtem Populismus auf Stimmenfang geht, ist keine österreichische Erfindung. Und was können die Österreicher, die FPÖ und BZÖ nicht wählen und ekelhaft finden, für diese Parteien? In Österreich gab es keine Diskussionen wie in Deutschland, so etwas wie die NPD konsequent zu verbieten …

    Dass Du dort geboren wurdest, kein Vor- und kein Nachteil. Wir sind alle, daher, woher wir sind. kein Geburtsort ist besser und keiner schlechter. Also von mir aus könntest Du auch aus Kasachstan oder Tschetschenien sein, das würde für mich rein gar nichts an meiner haltung Dir gegenüber ändern.

    Aber gerechnet hatte ich natürlich nicht damit 🙂

  • Geht dich nix an
    12. Mai 2014 at 13:41

    @ Siegmar

    Nö, warum sollte das ein Witz sein?

    Nur weil andere gegen Gesetze und/oder die Rechte anderer verstoßen, gibt Ihnen NICHTS & NIEMAND das Recht, auch gegen Gesetze und/oder die Rechte andere zu verstoßen!

  • LaHaine
    12. Mai 2014 at 14:12

    Ich hoffe doch, dass Frau Wurst einen Anwalt hat und gerichtlich gegen die Todesdrohungen vorgeht. Solcher Hass sollte handfeste Konsequenzen haben.

  • Siegmar
    12. Mai 2014 at 14:19

    @ daisydora

    natürlich können die Österreicher nichts dafür, mich ärgern immer nur diese 90grad Wendungen ob hier od. in Österreich von bestimmten Medien.

  • Kitschautorin
    12. Mai 2014 at 14:53

    „Wenn alle homosexuell wären, wer würde da noch Kinder machen?“
    Naja, immerhin gäbs dann weniger Leute vom Schlag der Bildleser. Also doch ne gute Sache.
    „Man müsste auf alle Friedhöfe gehen und den Toten erzählen, was aus dieser Welt geworden ist.“
    Gedanke 1: Man müsste alle Bildleser besuchen und ihnen erzählen, wie stark die Intelligenz abgenommen hat.
    Gedanke 2: Ja, diese Welt bevölkern Leute, die glauben, Homo- und Transphobie seien ok.

  • Delle
    12. Mai 2014 at 15:46

    Es gibt Cro, Sido oder Lady GaGa… …aber bei Conchita scheiden sich die Geister? Conchita kommt nun mal aus der Travestie… Travestie bedeutet nichts anderes als Verkleidung…
    Immerhin hat es ganz Europa akzeptiert, der Sieg ist das viertbeste Ergebnis in der ESC Geschichte!
    Und gerade Deutschland ist so negertiv gestimmt? PFUI!
    So manches mal muss man sich wirklich schämen, Deutscher zu sein!!!

  • andre
    12. Mai 2014 at 17:13

    und wieso wurden jetzt die Namen der Verfasser bei den Facebook Posts geschwärzt?

  • Tim
    12. Mai 2014 at 17:22

    Ich mag das Lied auch nicht, aber habe Respekt vor Conchita Wurst. Man könnte lachen wenn es nicht so traurig wäre. Das Internet ist anscheinend für viele immer noch ein rechtsfreier Raum.

  • Dominik
    12. Mai 2014 at 17:26

    Was will man von Bild Lesern anderes erwarten? Toleranz? Soziales miteinander? Wohl kaum.

  • Horst
    12. Mai 2014 at 17:28

    Die Verfasser der einzelnen Kommentatoren habe ich übrigens geschwärzt, weil es mir nicht um die einzelnen Kommentare ging, sondern um die Masse der Kommentare, die eine so eindeutige Färbung haben und sich unmoderiert auf der Facebook-Seite der BILD-Zeitung angesammelt haben. Auch hätte ich mich u.U. auf rechtlich dünnes Eis bewegt, wenn ich die Namen veröffentlicht hätte.
    Wer näheres Interesse an diesen oder noch weiteren Kommentaren hat, schaut einfach selbst in den entsprechenden Meldungen der BILD-Zeitung auf Facebook.

  • “Mich ekelt das Ding an” – Nach Conchita Wursts ESC-Sieg entblößt sich (mal wieder) die hässliche, homophobe Fratze der wutbürgerlichen Mitte | indub.io
    12. Mai 2014 at 18:26

    […] des Eurovision Song Contests und – natürlich – der BILD (UPDATE: Wie ich grad entdeckte, war dieser Blogger schon vor mir sehr fleißig, was die BILD-Kommentatoren […]

  • Misha Anouk
    12. Mai 2014 at 18:28

    Lieber Horst, dummerweise jetzt erst deinen Beitrag entdeckt, da hätte ich mir ja die Mühe nicht machen müssen heute mittag 😉

    http://indub.io/blog/2014/05/12/esc-conchita-wurst-homophobie/

    Ich schick dir den Link trotzdem, weil ich noch „schöne“ Fundstücke auf Conchita Wursts eigener Seite und von woanders habe. Danke für deine Arbeit und viele Grüße aus Wien.

  • SteWo
    12. Mai 2014 at 19:49

    @Delle
    Und gerade Deutschland ist so negertiv gestimmt? PFUI!

    Hast Du etwa gerade „neger“ geschrieben? PFUI!

  • Toleranzgesellschaft des Tages | sinusfunktion
    12. Mai 2014 at 21:48

    […] finde ich aber die Kommentare auf der Facebookseite der Bild, zum entsprechenden Artikel. Hier sind die mal schön […]

  • Josef Rademacher
    13. Mai 2014 at 04:05

    Die bildungsfernen Leser der BILD realisieren offenbar ihre eigenen Widersprüche und absurden „Argumentationen“ nicht.

    Dass diesen Blöd-Fans in einer überbevölkerten Welt (in der wir gerade wegen der vielen Menschen immer mehr Probleme bekommen) als erste Sorge einfällt, dass die Menschen sich nicht schnell genug vermehren könnten, ist an Dummheit und Ignoranz kaum zu überbieten.

    Und dann kommt noch das billige Todschlag-Argument mit den Kindern. Im Gegenzu sollte man den verklemmten Biedermeier-Eltern die Frage stellen, ob sie es denn auch nicht mit ihrem Gewissen vertreten können, ihren Kindern zu erzählen, dass die Geschenke an Weihnachten von einem bärtigen alten Mann in die Kamine geworfen wird, der mit einem Schlitten durch die Luft fliegt, der von Rentieren gezogen wird. Die Weihnachtsgeschichte und die Bibel hören sich für mich mehr nach Freakshow an, als der ESC. Oder ist es etwa für ein Kind weniger verstörend und bizarr, wenn man ihm davon erzählt, dass der Mann von einem unsichtbaren über dem Wolken lebenden, bärtigen, ungeschlechtlichen(!) und allmächtigen Superwesen aus Lehm geschaffen wurde und die Frau aus einer Rippe des Mannes? Oder wie wäre es mit der besonders gut für Kinder geeigneten Gute-Nach-Geschichte des ausgepeitschten Jesus, der bei lebendigem Leibe an ein Kreuz genagelt wurde? Ja, DAS sind die beruhigenden Lügen-Geschichten und Horror-Märchen (und konservativen „Werte“), die der verklemmte Spießbürger gerne seinen Kinderchen mitgibt. – Aber mit der einfachen Realiät und den Erklärungen des Lebens, wenn einfach nur eine geschminkte Person mit Bart bei einer Unterhaltungs-Show auftritt, damit ist der bundesdeutsche Spießbürger überfordert!

  • Duckhome
    13. Mai 2014 at 05:14

    Aufgelesen und kommentiert 2014-05-12

    Neuer DGB-Chef Hoffmann: Der fröhliche Funktionär Industrievertreter sollen die Lebensmittelbranche beaufsichtigen Titanic-Chef Tim Wolff: „Komik und Satire sollten von unten nach oben zielen“ Edward Snowden soll in Schweizer Botschaft befragt werden

  • Atalante
    13. Mai 2014 at 07:28

    Wow, wenn ich mir so manche Kommentare so ansehe, könnte ich zu der Ansicht kommen, dass einige Zeitgenossen in einem sehr dunklen Kapitel deutscher Geschichte hängengeblieben sind…
    Auf der anderen Seite kann es nicht wirklich wundern, dass hier offenbar sehr übersichtlich geBILDete Leute ihren Senf zu einem Thema abgeben, einfach, weil sie sich mal „wichtig“ fühlen wollen.
    Das Gegeifer über diese „Schwuhtel“(sic!) ist doch prima insofern, als dass sich der „Volks“zorn auf solche „Nebenschauplätze“ fokussiert, während unsere Regierung im Windschatten derartiger „Neuigkeiten“ die nächste Watsch’n für die Bevölkerung vorbereitet, VDS oder „Rechtsvereinfachung im SGBII, usw usf…
    Solang die Leute sich über einen Mann in Frauenkleidern aufregen, der nen Gesangswettbewerb gewinnt (Die Stimme hat schon was ^^), solang kanns doch gar nicht besser laufen, kann doch hinter/unter der allgemeinen Aufregung über diesen Fakt die richtige Sauerei wunderbar unbehelligt ausgegoren und durchgedrückt werden und die Leute, die sich jetzt über diesen „Skandal“ aufregen, stehen dann vor vollendeten Tatsachen und wundern sich (oder auch nicht) wie DAS nur wieder passieren konnte…

  • niemand
    13. Mai 2014 at 07:36

    Man sieht aber an den Kommentaren auch, dass die nur von Menschen, die nicht viel im Kopf haben können, geschrieben sein müssen. Räschtschreibunk is halt nicht so jeden seins. Englisch können die meisten auch nicht, sonst hätten sie nicht diesen Adam und Eva Spruch falsch aufgeschrieben.

    Die dumme Masse war schon seit jeher in der Mehrheit und jetzt sind die halt vornehmlich in sozialen Netzwerken zu finden. Sollte man dennoch moderieren oder zur Anzeige bringen können, weil es einen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung/Volksverhetzung gibt, den diese Leute eben anders nicht verstehen lernen.

  • Wie soll man das einem Kind erklären? | run pony run.
    13. Mai 2014 at 12:45

    […] Ich versuche eigentlich, bewusst keine Meinung zum ESC kundzutun, weil ich befürchte, dass mein Blutdruck dann durch die Decke geht. Aber wie das so ist, man kommt nicht dran vorbei. Nun fand ich diese Perle hier: Horstson.de-Beitrag zu Reaktionen auf den ESC-Sieg beim Bild-Facebook-Auftritt […]

  • Daisydora
    13. Mai 2014 at 14:05

    @Siegmar

    Die Politik ist ein Tummelplatz der Wendehälse und klar gibt es, angefacht von so Wurst- und Käseblättchen, wie dem Hort der Kommentatoren im Beispiel für den Bericht, diese fürchterlichen Leute und ihre Zeitungen allüberall. In Österreich ist das dann halt immer einige Nummern kliener, heisst Krone und wie auch immer. Aber deren Herausgeber oder Eigentümer haben keine Medaillensammlung wie Friede Springer, die sich als Humanistin zwischen Israel und Potsdam feiern lässt und an der BILD (siehe oben) immer noch gut verdient.

    Ob die Laute wirklich alle homophob sind, das würde mich an der Stelle interessieren. Ich fürchte, da mischen sich Homophobe mit den an Digitaler Demenz erkrankten, die jedes angebissene Brötchen twittern und jeden Mist posten. Dagegen ist leider kein Kraut gewachsen, dass heute jeder denkt, nur weil die „Meinung“ sofort online sichtbar wird in so einem Forum, ist es auch eine.

  • Peter
    13. Mai 2014 at 15:56

    Toleranz wird in der Regel als „gesellschaftspolitisch liberale Positionen einnehmend“ verstanden. Bezüglich der Genderthematik wäre beispielsweise die rechtliche Gleichstellung der Homoehe mit der traditionellen ein Ausdruck von Toleranz oder eben die Wahl von Conchita. Toleranz ist aber auch eine Haltung. Wer jeden, der eher konservative gesellschaftspolitische Vorstellungen vertritt als homophob, dement, debil oder was sich sonst noch so anbietet, ist ganz bestimmt nicht tolerant.

    Den eigenen Ansichten zuzustimmen erfordert nun wirklich keine Toleranz. Toleranz hätte sich beim russischen Beitrag zeigen können.

    Die angeführten Kommentare sind aber selbstverständlich „unter aller Sau“.

  • Sven
    14. Mai 2014 at 00:49

    Warum hat sich eigentlich noch niemand bei der zuständigen Landesmedienanstalt beschwert? Ein unmoderiertes Forum kann gefährlich sein und gerade für ein Presseunternehmen wie den Springerverlag könnte das doch unangenehme Folgen haben.

  • Schlabonskis Welt » Ansich isses ja Wurst
    14. Mai 2014 at 17:16

    […] klar, “Bild” und seine “Leser” (keine Bange, die Links gehen auf Drittseiten, nicht zu Springer oder Fratzbuch) stürmen wieder […]

  • Ichauchhier
    15. Mai 2014 at 11:48

    Es ist schon arm wie manche Leute heute Toleranz auslegen.

    Ein MANN welcher sich als Frau verkleidet und alle reden über IHN als wäre wirklich eine Frau. Die Menschheit ist krank, eindeutig denn seit wann kann man sich den aussuchen was man ist? Ich entscheide mich morgen mal eine Elefant zu sein, müssen meine Mitbewohner dann beim Staat anmelden das sie einen Elefanten in der Wohnung halten? Heutzutage scheint es ja so zu sein das man seine Traumwelt öffentlich macht und die öffentlichkeit muss dann so tun als wäre diese Real und tut man es nicht ist man natütlich gleich introlerant, eine Nazi oder Dumm.
    Was für eine Vorbild ist das für unsere Kinder? „Ja mein Kind du darfst alles machen was du willst und wenn das jemand schlecht findet ist er ein intoleranter Nazi.“

    Das ist der Angang vom Ende.. aber was rede ich.. wir sind mitten drin. Schaut in die Schulen und Kindergärten.. ungehorsam und dummheit sind dort alltag und woran liegt es? An unklaren Grenzen. Die Eltern sind alle weich und lassen ihre Kinder machen was sie wollen und/oder lassen sie gleich vom Fernseher erzeihen und dieser wiederum zeigt dann sowas wie Conchita Wurst.

    Gute Nacht moderne Welt.

  • Cochita Wurst vs. Bild-Leser – Oder: …außer Arschlöcher natürlich | Virtually Pink
    15. Mai 2014 at 20:08

    […] möglich ist. Aber dann gibt es da ja auch noch die Leser besagten Druckerzeugnisses. Horstson hat Kommentare auf der Bild-Facebookseite zu Conchita Wurst gesammelt und für die Nachwelt […]

  • Lonster
    16. Mai 2014 at 13:29

    Jetzt muss ich kotzen!

  • Fraglich
    18. Mai 2014 at 11:04

    @Ichauchhier

    „“Ja mein Kind du darfst alles machen was du willst und wenn das jemand schlecht findet ist er ein intoleranter Nazi.” “

    Solange du niemandem schadest.

    Hat Conchita jemandem geschadet? Nö. Wieso also dieser Hass?

    „Ein MANN welcher sich als Frau verkleidet und alle reden über IHN als wäre wirklich eine Frau. “

    Weil die Kunstfigur Conchita Wurst nunmal weiblich ist.

    Wenn ich (biologisch weiblich) mich selbst auf einer Showbühne als Dieter der LKW Fahrer mit Bierbauch, Bart und Flanellhemd darstelle, weil das eben meine Figur ist die ich darstelle, wird man mich auch in dem Zusammenhang „Dieter“ nennen.

    Horst Schlämmer wurde auch Horst Schlämmer genannt und nicht „Herr Kerkeling“, obwohl Horst Schlämmer eigentlich Herr Kerkelig ist.