Beauty

Objekt der (Frühlings-)Begierde: Muguet

(Bild: Guerlain)

Auch wenn die Temperaturen in Mitteleuropa noch nicht nach permanentem Frühling aussehen, lohnt es sich, schon Gedanken zu machen, wie man sich ihn zumindest in die eigenen vier Wände holen kann. Neben frischen Tulpen oder Narzissen gibt es etwas, das ich unwiederbringlich mit „duftenden Frühlingsgefühlen“ in Verbindung bringe: frische Maiglöckchen. Da wir ja bis zum ersten Mai noch etwas warten müssen, kann man ja ein bisschen mit Muguet, wie der Franzose das Maiglöckchen nennt, nachhelfen. Dazu gibt, pünktlich zu Frühling, eine wunderbare Zusammenarbeit vom Hause Guerlain mit einem der besten Nasen der Welt: Thierry Wasser …
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Bilder: Guerlain

Bei Guerlain wurde 1998 ein wunderbarer Maiglöckchenduft kreiert, der seit 2006 jedes Jahr in einer Edition mit einem Sonderflakon in limitierter Auflage erscheint. Es wird mit ausschließlich mit Handwerkern gearbeitet, die die DNA von Guerlain fühlen und die das Maiglöckchenthema aufgreifen und umsetzen müssen. So gab es in den vergangenen Jahren schon Flakons aus Porzellan, rechteckige Zerstäuber und allerlei Flaschenformen, die Sammlerherzen höher schlagen ließen.
In diesem Jahr kommt noch etwas besonderes hinzu: Thierry Wasser hat die Originalformel von Muguet rekonstruiert und so dafür gesorgt, dass der authentische Duft wieder erhältlich ist.
Wasser l(i)ebt seinen Beruf wie kein anderer Parfümeur und rekonstruiert peu à peu viele alte historische Düfte von Guerlain und pflegt das Erbe des Hauses und seiner Vorgänger mit großer Liebe.

Um das zehnte Jubiläum zu würdigen, wurde in diesem Jahr mit zwei Juwelieren zusammengearbeitet, die sich besonders auf feine Gold- und Silberschnitttechniken verstehen. Der Glasflakon des Jahres 2011 wurde mit einem silbernen Relief verziert, der wie ein Scherenschnitt die bewegten Maiglöckchen zeigt und der Hals der Flasche mit einer weißen Grosgrain-Schleife verziert. Ambre und Louise – die beiden Ziseleure – setzen das Motiv mit einer feinen geradlinigen „Guerlain“-Signatur um und versahen auch den Stöpsel noch mit einer Gravur.
Der Maiglöckchenduft wird fein von Rosennuancen und einer Prise Jasmin unterstrichen, die noch mehr Frühlingshaftigkeit dem grünen Duft verleihen. Wer klare Grafik mag, wird sicherlich die neueste Edition lieben. Wer es hingegen etwas verspielter mag, greift auf die Versionen aus den Jahren 2014 oder 2015 zurück.
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Bilder: Diptyque

Als echte Alternative, für etwas weniger Budget kann, man auch per Duftkerze „Muguet“ in seinem Heim verströmen lassen. Der Klassiker ist hier die „Muguet“-Kerze aus dem Hause Diptyque, die bei mir das ganze Jahr über brennt. Wer es ganz besonders exklusiv ma, fährt hingegen zu Christian Dior in die Avenue Montaigne nach Paris. Dort bekommt man die Duftkerze, die daran erinnert, dass es nicht nur der Lieblingsduft, sondern auch der Glücksbringer von Christian Dior war. Denn schließlich verschenkt man sie spätestens am 1. Mai an den Menschen, den man liebt. Romantik inbegriffen: Mit Muguet bekommt man Frühlingsgefühle – zumindest in der Wohnung, auch wenn manchmal das Wetter manchmal noch kalt ist …

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