Kunst

Giuseppe Penone: Matrice

(Giuseppe Penone: „Matrice“, Abete; Bild: Fendi)

Rom ist immer eine Reise wert – seit einigen Tagen auch wegen einer neuen Ausstellung im Palazzo Civiltà Italiana, dem Headquarter von Fendi. Zu betrachten sind in „Matrice“, die übrigens die erste Soloausstellung in den Räumen des Palazzos ist, alte und neue Werke des italienischen Avantgardeküntlers Giuseppe Penone, der eigens für Fendi eine gigantische Installation aus Holz und Bambus erschuf und sie vor dem imposanten Bau errichten lies. „Bäume scheinen feste Lebewesen zu sein, wenn wir sie jedoch über längere Zeit beobachten und wachsen sehen, werden sie zu einer fließenden, formbaren Materie“, wie Giuseppe Penone erklärt. Ein Baum sei nach seiner philosophischen Sichtweise ein Wesen, das sich seine eigene Form einprägt und diese unabdingbar für sein Leben ist. Daher ist für den Italiener der Baum eine perfekte Skulptur, „denn er trägt die Notwendigkeit seiner Existenz in sich“.

Giuseppe Penone: „Matrice“, Foglie di pietra; Bild: Fendi

Fendi reiht sich durch „Matrice“ in eine sehr illustre Liste von Museen ein, in der Giuseppe Penones Arbeiten zu sehen waren: Tate Gallery in London, das MoMA in New York, das Musée National d’Art Moderne in Paris, das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Centre Georges Pompidou in Paris, der Galleria Nazionale d’Arte Moderna und im Maxxi in Rom.
„Matrice“ zeigt 15 Kunstwerke, die seit 1970 erschaffen wurden, wovon viele das erste Mal in Italien zu sehen sind. Benannt ist die Ausstellung nach einem von Giuseppe Penones spektakulärsten Werken aus dem Jahr 2015, einer 30 Meter langen Baumskulptur aus Tannenholz und Bronzefassung:

Giuseppe Penone: „Matrice“; Bild: Fendi

Mit der „Matrice“ geht Fendi einen ähnlichen Weg wie Louis Vuitton und Prada: Beide Labels unterhalten renommierte Kunststiftungen, die sich im Laufe der Jahre zu eigenen Sehenswürdigkeiten in den Städten entwickelt haben.

Giuseppe Penone: Matrice
Palazzo della Civiltà Italiana
Quadrato della Concordia, 3
Rom, Italien

Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. Juli 2017 und ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

  • Siegmar
    31. Januar 2017 at 15:36

    würde ich mir ansehen, besonders gerne den Palast