Berlin Fashionweek

Die große BOSS Show – HUGO FallWinter 2012/2013

Was für ein Fashion-, Model-, Promi- und Medien-Theater!
Die Creme de la Creme der Hugo Boss Chefetage lud gestern Nachmittag zum Defilée in die Wandelhalle zur Gemäldegalerie der Staatlichen Berliner Museen, für mich eine der weltweit schönsten Locations für Fashion-Shows, und wirklich alle folgten dem Ruf der Metzinger.
Schon im Vorfeld konnte man Bryan Grey-Yambao, für uns Bryanboy, der als Vertreter der neuen Medien mit der RED-Societyreporterin Hadnet Tesfai plauderte, bei der Arbeit als Neo-Boss-Reporter für Digitale Medien beobachten. Er sah blendend aus in seinem Kreideblauen Anzug, den ich stehend freihändig eher Prada zuordnen würde … aber euer Lieblingsblogger Horst wusste es besser, der Anzug ist selbstverständlich von HUGO.

Entscheidend für diese und andere Kooperationen mit Promienten war ja ohnehin deren Matching mit dem auf die Neuen Medien maßgeschneiderten Kommunikations-Konzet dieser HUGO Show. Im Konzert der Marken aus dem Hause Boss steht die Marke HUGO für Avantgarde und repräsentiert unkonventionelle, progressive Mode, die Individualität und Kreativität zum Ausdruck bringt. Dazu passt nur was Futuristisches, inklusive facebook, Tweets wie diesem Just heard that the first limo is here ….in it: Pixie Geldorf! #mbfw #HUGOMiss hugo boss about a minute ago

Ihr ahnt es schon, falls eure Zeit nicht reichte, das Spektakel live zu verfolgen, es gab wieder ziemlich viel Promi-Rahmenprogramm. Patrice hatte auf dem Roten Teppich alle Hände voll zu tun und wahre Schwerstarbeit zu leisten. Selbst Deutsche Stars wurden in ihrer Muttersprache Englisch interviewt und man erfuhr dann, wie sich Nora von Waldstätten, die als Wienerin eigentlich Nora Marie Theres Waldstätten heißt, da Adelstitel auch als Namenszusatz seit 1919 in Österreich verboten sind, in Sachen Mode-Smalltalk schlägt ….
Was soll ich sagen, ich war froh, als dann endlich die Show losging, man kann es auch zu gut meinen mit dem Almauftrieb der Promis. Obwohl man den Boss Leuten konzedieren muss, dass da nicht gekleckert sondern geklotzt wird. Julianne Moore, Rupert Everett, Jared Leto und andere ….

Nun endlich zur Kollektion, besser gesagt zu den Kollektionen. Es wurden ja wieder die Mens- und Womenswear Kollektionen von HUGO in einer Show präsentiert. Zu den Inspirationsquellen der Kollektionen sagt Boss: „Theatre“ und „Surreal Nostalgia“ sind die Inspirationen der Kollektion, die – geprägt von brillanten Kontrasten – präzises Design, Schneiderkunst und fließende Materialien verbindet. Die Silhouetten sind klar und reduziert; moderne Styles wurden neu interpretiert, um einen minimalistischen und zugleich luxuriösen HUGO Look zu kreieren.

Ich übersetze das mal für euch: Viele schmal geschnittene Kleider, Mäntel, Jacketts, Hosen, Anzüge und andere Ensembles, mit futuristisch konstruierten Schnitten, die bei aller Reduziertheit auch Liebe zum Detail bei der Verarbeitung mehrerer Schnitt-Teile, die man zu einem Kleidungsstück zusammenfügte, erkennen ließen. Die Grundform der kurzen Kleidchen mit kurzen Ärmeln gab es bei HUGO schon öfter, nur diesmal eben im Look von Anno 2050, oder meiner Fantasie davon, dass wir in ferner Zukunft alle so rumlaufen werden.

Die bei den Frauen gut ausgesuchten Models, allesamt mit ernster Miene und Future-Science-Fiction Non-Make-Up Make-Up. Wenn ich von der überschäumenden Kreativität der Metzinger Kreativen nicht so überaus überzeugt wäre, würde ich denken: Da hat doch wer zu viel in Replikanten-Filme rein geguckt. Wer HUGO trägt hat gute Zeiten vor sich und im kommenden Winter nichts zu lachen. Das passt einfach nicht zu den Schnitten, den Looks und dem Selbstverständnis, auf das der Brand und Creative Director Womenswear HUGO Boss, Eyan Allen und Bart De Backer, der Senior Head of Creative Management HUGO Menswear, diese Kollektionen aufgebaut haben.

Viel Schwarz-Weiß, auch einzeln, ein Erdbeersorbet-Ton, auch mal in dezenter Kombination mit Rot oder in diesen beiden Farben gemustert, die Farbe der Saison, Tangerine, man darf auch Orange dazu sagen, etwas Grau und Braun und ein Curryton, und das wenigstens für Doppelreiher-Anzüge nicht ganz unumstrittene LILA, das sind so im Groben die Farben der Hugo Wintersaison.

Als Zitat auf etwas Verspieltheit der jungen Linie konnte ich nur die lose Hüftdrapage, an einigen ansonsten streng geschnittenen Modellen, zu Beginn der Show entdecken. Karlie Kloss, die ganz augenfällig von allen engagierten Models am besten läuft, eröffnete und schloss die Show. Aus meiner Sicht in Outfits, die zu den besten der Kollektion zählten. Der schmale Hosenanzug in Schwarz-Weiß-Tangerine konnte mich mit seinem wahrscheinlich durch die Schnitttechnik erzielten Mustermix voll und ganz überzeugen.
Weite sah man nur bei langen Kleidern und Röcken. Leder in Schwarz wurde zu ärmellosen, engen Tops verarbeitet oder auch zu sehr breiten Gürteln, die was von einem Kummerbund haben.

Insgesamt kann man sagen, dass es eine sehr moderne und in sich geschlossene Linie ist, die den Chefkreativen da gelungen ist. Ein Lila Anzug, zu einer weiteren Hose mit Stulpen, das sah schon an dem Männermodel mit Größe 46 nicht ganz unproblematisch aus. Was ich auch nicht verstehe, ist die Idee dahinter, vielen Models unter Hemden, Blusen und Kleidern diese Rollis als Styling-Idee anzuziehen. Stellenweise sogar in Weiß. Das gab den Stylings sowas Pastorales. Ich musste Schlucken bei dem Anblick. Aber ich verstehe ja auch nicht alles.

Als modisches Großstadt-Statement, für Leute, die es gerne mögen, wenn der Fokus beim Look der Klamotten liegt, sind die Teile der Kollektion sicher ganz fabelhaft.

Am besten ihr schaut selbst, wie euch die Outfits gefallen … ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen. Das war richtig viel Arbeit, die paar Bilder mitten aus gefühlten Millionen Promibildern heraus zu suchen.
Wenn ihr davon auch noch was sehen wollt, wer aller da war und was Jared Leto für einen Trench trug, dann werde ich dazu wohl einen eigenen InStyle-, Gala und Bunte-Bericht im Horstson-Stil machen.

Bilder: Hugo

  • Siegmar
    20. Januar 2012 at 13:57

    ich bin nicht wirklich ein “ Boss “ Fan, ich war da und ziemlich angetan von der Wirkung der Wandelhalle für eine Show. Das war grossartig. Wie schon festgestellt war das A-promi aufkommen schon gewaltig, hatte aber den Vorteil das die b-Z Promis ausvor blieben od. garnicht eingeladen ware. Die Mode ist “ Boss “ typisch gut gewesen und tatsächlich der schönste Anzug ist der von Brianboy.

  • muglerette
    20. Januar 2012 at 14:30

    die musik war soooooo toll!!!!

  • Daisydora
    20. Januar 2012 at 15:20

    @siegmarberlin

    Mit dem Tageslicht und den eleganten Proportionen ist das wikrklich eine beeindruckende und schöne Location …

    Ich habe das mit der Absenz bestimmter Promis auch wohltuend registriert, wenn auch aus der Ferne …

    Wenn wir gewusst hätten, dass du dort bist, hätten wir Horst mit einem Peilsender für dich ausgestatten und hätten uns einen O-Ton von dir geholt … 🙂

    @muglerette

    Und hat perfekt zu den Klamotten und dem Styling gepasst … 🙂

  • Siegmar
    20. Januar 2012 at 15:30

    @ daisydora

    ich hatte Ausschau nach Hort gehalten, leider aber nicht gefunden.

  • muglerette
    21. Januar 2012 at 23:39

    tja ich war da……..leider busy