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Ein Hybrid aus Gucci und Birkenstock

Ich hatte mal einen Traum: Gucci kooperiert mit Birkenstock. Träume sind bekanntlich Schäume, aber das Ergebnis dieser kongenialen Zusammenarbeit sah in meiner Gedankenwelt genau so aus, wie die neueste Sandale des florentinischen Luxusunternehmens. Nun ist es leider so, dass die Gucci-Sandale mit Sicherheit nicht über den Tragekomfort verfügt, für den Birkenstock so bekannt ist, was nun eindeutig für die Pantolette des deutschen Traditionshauses sprechen dürfte. Andererseits fehlt Birkenstock diese ganz gewisse Sexyness, über die Gucci zweifelsohne verfügt. Continue Reading

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UGGLI(M)?

(Bild:PR)

Mich fragt ja keiner. Aber wenn es nach mir gehen würde, tragen Männer entweder klassische Schnürschuhe, wie zum Beispiel Derby, Sneakers, aktuell natürlich Sofasocken oder coole Boots, wie zum Beispiel Doc Martens. Flip Flops, Crocs und UGGs sollten hingegen niemals Männerfüße schmücken – wobei „Zehenstegsandalen“ ausschließlich am Pool durchaus okay sein können (aber auch nur da und niemals in der Fußgängerzone, beim Spaziergang und erst recht nicht im Büro). Continue Reading

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Queercore

Bild: Courtesy of Gucci

Alessandro Micheles Inspirationsquellen sind vielfältig – kaum eine Epoche, Dekade und Stilistik, die der Designer für Gucci nicht neu interpretiert hat. Michele vermischt Bekleidung und Bühnenkostüme, zitiert Bücher, Gedichte und erzählt ganz nebenbei trügerische und unorthodoxe Geschichten, die unterhalten oder manchmal sogar unbequem sein können. Peter erklärte es in seinem Beitrag zur kommenden Spring/Summer-Kollektion mit einem non-linearen Erzählprinzip, dem Alessandro Michele folgt. Das Prinzip besteht, so ist sich mein Kollege sicher „aus Brüchen, Löchern, Vorsprüngen, Querverweisen und unvorhersehbaren Verbindungen.“
Dass sich ein eindeutiger Querverweis in der neuen Schuhkollektion von Alessandro Michele für Gucci findet, sagt schon der Name: Queercore. Continue Reading

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Marni Make-Over

(Bild: PR)

1994 wurde Marni von Consuelo Castiglioni gegründet. Der Erfolg der italienischen Designerin basierte auf einer individuellen künstlerischen Handschrift. Ihre Bildsprache verband grafische Elemente mit unkonventionellen Details – die feinen Grenzen zwischen Funktionalität und Proportion verschwammen. Dass ich hier die Vergangenheitsform benutze, liegt daran, dass Castiglioni auf eigenen Wunsch das Label verlässt. Zu den Gründen ist nichts bekannt, ob es mit der Übernahme durch die OTB-Gruppe, die sich im Besitz von Renzo Rosso, dem Gründer von Diesel, befindet, 2015 einen Zusammenhang gibt, lässt sich nur spekulieren. Castiglionis Nachfolger steht schon fest: Marnis neuer Kreativdirektor wird Francesco Risso, der zuletzt bei Prada tätig war. Continue Reading

Schuhe

Fiese Frise

Selten habe ich einer Produktbeschreibung so unwidersprochen zugestimmt: „Aleksander Siradekian entwirft die idealen Schuhe für jene, die bereit sind, eine vollkommen andere Ästhetik auszuprobieren“, stand bei Luisaviaroma geschrieben. „Andere Ästhetik“ ist ziemlich geschmeichelt, wenn man obige Slipper mit 4cm-Absatz, Lackleder und fieser Frisur längere Zeit auf sich wirken lässt. Continue Reading

News Schuhe

Floris van Bommel eröffnet Store in Hamburg, Bendix Bauer entwirft einen Schuh …

(Foto: Patrick Lux)

… und Horstson-Leser können etwas gewinnen. Wenn am 12. Oktober der neue Store von Floris van Bommel am Neuen Wall in Hamburg offiziell seine Türen öffnet, dann haben die fantasievollen Niederländer ein Ass im Ärmel. Floris van Bommel, Spross einer jahrhundertealten Schuhmacherdynastie aus Holland, schafft es seit Jahren, seinen eigenen Weg zu gehen und immer wieder zu verblüffen – ob mit Kooperationen mit Musikern, Kampagnen mit Fotografen, die in die entlegensten Gebiete der Welt führen, oder einfach mit Sinn für’s Detail Dinge zu verbinden, die auf dem ersten Blick nicht zusammengehören, was die Augen der Zukunft aber als innovativ empfinden. Continue Reading

Schuhe

Objekt der Begierde – Die Tartan-Loafer von Gucci

(Bild: Gucci)

Eines meiner ewigen Lieblingsbücher ist „Answered Prayers“ („erhörte Gebete“) des amerikanischen Schriftstellers Truman Capote. Die unvollendete Novelle wurde nach dem Tod des Enfant terrible unter den New Yorker Schriftstellern erst 1986 veröffentlicht und ist ein Born genau dessen, wie ihn seine Freunde beschrieben. Wer Truman zum Freund hatte, der war keinesfalls in Sicherheit, ihn nicht auch zum Feind zu haben. Er war durch und durch exzentrisch. Neben dem fast jedem bekannten Roman „Frühstück bei Tiffany’s “ der mit Audrey Hepburn verfilmt wurde, schrieb er solche Bestseller wie „In cold Blood“, die ihn weltberühmt machten.
Warum ich euch von ihm erzähle? Mein heutiges Objekt der Begierde von Gucci würde perfekt an seine Füße passen und gleichzeitig wurde mein Gebet, diese Schuhe zu besitzen, erhört. Allerdings gestaltete sich gar nicht als so leicht – ich war zwar bereit, das Geld auszugeben, habe aber Schuhgröße 45. Continue Reading

Interview Schuhe Travel

Zu Besuch in … St James, London

(Bild: Nick Harvey for Heart of London Business Alliance)

Ein kleines, großes Stadtviertel mit jeder Menge „Tastemakern“ – Kurz und knapp hatte man mir einen Namen genannt, genau genommen einen Straßennamen. Jermyn Street, unweit vom Picadilly Circus, inmitten von St James. So lautete das Codewort für einen London-Ausflug der etwas anderen Art. Ab in den Flieger und rein in die Metropole. Hier, im Halbschatten der gleichnamigen Picadilly Street stehe ich nun und warte auf meinen Guide. Das vornehme „J-E-R-M-Y-N“ kommt mir wieder und wieder über die Lippen, Dauerschleife. Klingt schön schwungvoll und irgendwo auch ein wenig wie „G-E-R-M-A-N-Y“ – was jedoch keinesfalls auf einen ausgeprägten Nationalpatriotismus meinerseits hindeuten soll. Ich beobachte das morgendliche Treiben, Geschäftsmann trifft Portier, Chauffeur den Käseverkäufer. Rollos rattern und die ersten Läden werden aufgeschlossen, jede Menge Hemden-, Hut- und Schuhhersteller sind hier in St James angesiedelt. Wobei, wo wir schon beim Klang schöner Namen sind: Die ungelenke Umschreibung Hersteller ersetzen wir an dieser Stelle lieber schnell durch Schneider, ersteres klingt dann doch zu sehr nach Massenware à la benachbarte Regent Street. Continue Reading

Schuhe Service

Wie putzt man Schuhe?

(Paolo Zengarini; Bild: PR)

Wie man Sneaker putzt, ist klar: gar nicht. Man schmeisst sie in die Waschmaschine. Wollwaschmittel und -gang sei dank, erstrahlen selbst die schmutzigsten Sneaker binnen kürzester Zeit im neuen Glanz. Klappt auch bei Ledersneakern. Einziges Problem ist nur, dass sich bei billigen Modellen manchmal die Klebestellen verfärben.
Schwieriger ist es bei Lederschuhen. Im Vergleich zu anderen Kleidungsstücken sind sie der Teil des Outfits, der den meisten Strapazen ausgesetzt ist, da sie unzählige Male am Tag den Boden berühren. Das tun Sneaker zwar auch, aber das Material ist wesentlich strapazierfähiger.
Wenn man also möchte, dass Schuhe den Zahn der Zeit überleben, sollte man dafür sorgen, dass das Leder stehts sauber und flexibel bleibt. Wie das funktioniert, erklärt Paolo Zengarini, der Chefdesigner von Scarosso, anhand eines Schuhputzguides. Continue Reading