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Meisterstück’sche Heimatliebe

(Elbphilharmonie Hamburg; Bild: Montblanc)

Nichts für ungut Wuppertal – Trotz fünfjähriger Hin-und-Wieder-Nicht-So-Richtig-Liebe, fühle ich mich aufgenommen in Hamburg. Fühle mich stückweit zugehörig und ja: auch zuhause. Zuletzt aufgefallen ist mir dieses Gefühl beim Besuch der phänomenalen Plaza der Elbphilharmonie. Da ist man jahrelang Zeuge der schmutzigsten (Medien-)Schlacht Deutschlands und kann sich kaum retten vor Schlagzeilen: „Ihr da oben habt ja das millionenschwere Konzerthaus, während wir mit unserem Flughafen kämpfen?!“ Bislang konnte ich bei solchen Alltagsbegegnungen fernab der Hansestadt nur nicken, folgerichtig entgegnen: „Wird bestimmt toll, das millionenschwere Konzerthaus!“ Dann erntete ich Kopfschütteln oder ein obligatorisches „das zahlen alles wir Steuerzahler“. Dem konnte und kann ich erst einmal auch nichts hinzufügen. Continue Reading

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Objekt der Begierde – Caran d’Ache 849 Paul Smith – Edition 2

(Foto: PR)

Bei unserem Objekt der Begierde geht es diesmal relativ schnell – mit 45€ erschwinglicher Wunsch. Wer schöne Schreibutensilien mag und gern zeichnet oder illustriert, kennt den Klassiker „849“ von Caran d’Ache mit Sicherheit.
Ich hatte meine erste Begegnung mit der Schweizer Firma 1983, als ich das erste Mal Karl Lagerfeld beim Zeichnen über die Schultern zusehen durfte. Er verwendete damals in allen Regenbogenfarben erhältliche Aquarellbuntstifte mit dem weißen Schweizer Kreuz darauf. Das hat mich damals so beeindruckt, dass ich eine Woche später denselben Kasten immer in meiner Schreibtischschublade zum Zeichnen bereithalte. Mittlerweile hat Lagerfeld eine eigene Edition bei dem deutschen „Gegenstück“ von Caran d’Ache, Faber-Castell, doch ein Kollege von ihm, Sir Paul Smith, bleibt den Produkten der Eidgenossen treu. Continue Reading

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Innovative Momente mit … Montblanc

(Bild: Montblanc)

Ein Bericht über das Hamburger Unternehmen Montblanc gehört für mich schon fast zur Gewohnheit, vielmehr zur Horstson’schen Tradition. Im Vierteljahrestakt erreichen mich Informationen zu Neuheiten, Relaunches und Innovationen. Letztere sorgen immer wieder für Nervenkitzel-Momente, man erinnere sich z.B. an die Lancierung der Sfumato-Kollektion in London, die Hamburg-Edition des Meisterstücks oder aber New York. Da stehe ich plötzlich neben Charlotte Casiraghi und Hugh Jackman auf der Spitze des Rockefeller Centers und darf zudem auch noch den Creative Director Zaim Kamal zum Interview treffen. Klar, nicht zu Unrecht kommt bei Aufzählungen dieser Art der Verdacht auf, dass ich dem bloggertypischen Eventheißhunger verfallen sein könnte. Und? Raus mit der Sprache! Continue Reading

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Unterwegs mit … Montblanc in NYC

(Bild: Jason Andrew; Courtesy of Montblanc)

Tiefer Sonnenstand, ein spannender Tag verabschiedet sich und trägt sein letztes Abendrot auf dem Rücken der Dächer spazieren. Es blitzt, es blinkt und ich murmele ehrfurchtsvoll: „Kneif’ mich mal, wo bist du Superlativ? Wo versteckst du dich, hier oben im iconic ‚Rainbow Room’!?“ Abwechselnd schaue ich nach rechts, Panorama Manhattan, das Empire State Building. Ich schaue nach links, Charlotte Casiraghi, umgeben von Dutzenden Fotografen. Großes Getöse, bienengleiches Schwarmverhalten, doch die Königin, pardon Prinzessin, strahlt Ruhe aus: Lächelt, lässt als Gesicht von Montblanc ihr berühmtes Profil ablichten und sieht dabei ihrer Großmutter Grace Kelly unglaublich ähnlich. Plötzlich ist es taghell, das Getöse nimmt zu und Hugh Jackman, ebenfalls Markenbotschafter und Freund des Hauses, tritt neben die junge Monegassin: Hi there, herzlich Willkommen auf der 110. Jahresfeier von Montblanc in New York City. Continue Reading

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Spitz gekriegt

Bild © Caran d’Ache

Mein heutiger Titel fällt ziemlich ideenlos aus bzw. sieht ein Schenkelklopfer garantiert anders aus, und trotzdem: Zur Ankündigung eines Stiftanspitzers der besonderen Art passt der platte „Spitzkriegen“-Vergleich vielleicht doch ganz gut! So und nicht anders war es denn auch, als ich beim Durchscrollen durch mein Mailfach die kleine, feine Pressemitteilung von Caran d’Ache erspäht habe. Continue Reading

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Heimatverbunden und neu adressiert: Montblanc / Teil II

Bild: Montblanc

Ahoi, Moin und Stammsitz-Verbundenheit – Montblanc ist unweigerlich mit seinem Hauptstandort Hamburg in einem Atemzug zu nennen: 450 Mitarbeiter. Jede Menge kreative Köpfe, Strategen und Handwerkprofis vom Fach. Ich melde mich mit dem zweiten Beitrag zurück und bedanke mich für die Geduld (Teil I gibt’s hier zum Nachlesen)! Nächstes Jahr feiert das nordische Traditionshaus 110-jähriges Jubiläum und, trotz zunehmenden Touch-Screen-Daumen und Diskussionen zur Abschaffung der Handschriftlehre wie zuletzt in Finnland, sieht die Zukunft des Füllfederhalters vielversprechend aus. Jérôme Lambert, CEO und äußerst sympathischer Interviewpartner (zudem noch passionierter Reiter bzw. Pferdebesitzer – bei mir sind somit sämtliche Sympathiepunkte vergeben) hat im Hamburger Abendblatt von der steigenden Schreibgerät-Nachfrage berichtet: „Der weltweite Markt für Schreibgeräte hat gerade wieder um drei Prozent zugelegt“. Zudem lernen in Afrika und Indien „immer mehr Menschen das Schreiben, der Analphabetismus wird bekämpft“. Continue Reading

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Heimatverbunden und neu adressiert: Montblanc / Teil I

Bild: Montblanc

Was macht eigentlich die Montblanc-Faszination aus? Ist es die Feder mit der charakteristischen 4810-Prägung, die Auswahl feiner Lederwaren oder das Ticken handverlesener Armbanduhren? Ganz bestimmt ist es der Anspruch an äußerste Akkuratesse. Ein Traditionsbewusstsein, dass in schnelllebiger Manier des Alltags Sehnsüchte weckt. Ich kann es, trotz Interviews, Manufakturbesuchen und Recherchearbeiten, nicht auf den Punkt bringen. Höchstens kann ich mich dieser Frage annähern und Gedanken, die mich beschäftigen, aufgreifen und à la Ping-Pong-Duell an meine Gesprächspartner zurückgeben.
So geschehen bei Jérôme Lambert, CEO bei eben diesem Traditionsunternehmen mit Sitz in Hamburg. Ihr kennt das Interview vom April vermutlich schon (den Artikel gibt’s sonst hier zum Nachlesen), wisst jedoch nicht, was mir vom Gespräch in London besonders in Erinnerung geblieben ist. Es war folgende Antwort Lamberts auf meinen oben genannten Gedanken: „Die besondere Energie, die Montblanc als Jahrhunderte alte Marke versprüht. Man verspürt sie immer und überall, es geht unaufhörlich darum, voran zu streben. Vielleicht liegt das an den Gründern des Traditionshauses, sie haben mit dem Namen Montblanc ein Symbol für Spitzenleistungen geschaffen. Vielmehr einen Gipfel, der ständig erklommen werden will.“ Continue Reading

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Zu Besuch bei … Montblanc in Florenz Teil II

Bild: Montblanc

Vor Ort in Italien: Der Besuch der Montblanc Pelleteria in Florenz. Vor mehr als einem Jahr startete ich erstmals den Versuch, mit Montblanc einen Besuch in der unternehmenseigenen Ledermanufaktur zu planen. Vergeblich, denn Klausuren, Präsentationen und andere anwesenheitspflichtigen Alltäglichkeiten aus dem Leben eines Studenten, haben jegliche Planung unmöglich gemacht. Darüber war ich mehr als traurig, vor allem verpasste ich damals nicht nur einen Rundgang durch die italienische Ledermanufaktur, sondern auch ein Treffen mit keinem Geringeren als Montblanc Markenbotschafter Hugh Jackman Glücklicherweise bot sich mir nun die Möglichkeit, doch noch in Florenz vorbeischauen zu können (den ersten Teil meiner Berichterstattung über die Montblanc Pelleteria gibt’s hier zum Nachlesen). Continue Reading

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Zu Besuch bei … Montblanc in Florenz Teil I

Florenz; Bild: Montblanc

Eine Herzensangelegenheit, die immens viel Vorlauf benötigt hat: Der Besuch der Montblanc Pelleteria in Florenz. Vor mehr als einem Jahr startete ich erstmals den Versuch, mit Montblanc einen Besuch in der unternehmenseigenen Ledermanufaktur zu planen. Vergeblich, denn Klausuren, Präsentationen und andere anwesenheitspflichtigen Alltäglichkeiten aus dem Leben eines Studenten, haben jegliche Planung unmöglich gemacht. Darüber war ich mehr als traurig, vor allem verpasste ich damals nicht nur einen Rundgang durch die italienische Ledermanufaktur, sondern auch ein Treffen mit keinem Geringeren als Montblanc Markenbotschafter Hugh Jackman. Continue Reading

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Nachgefragt bei … Jérôme Lambert – Teil II des Interviews mit dem Montblanc-CEO

Bild: Montblanc

Luxus, Qualität und Teamgedanken – Was kann man sich unter der Arbeit eines CEOs vorstellen? Für Horstson war ich in London unterwegs und durfte keinen Geringeren als Jérôme Lambert zum Gespräch treffen (hier der erste Teil des Interviews). Der überaus sympathische Franzose leitet mit großem Erfolg das Hamburger Traditionshaus Montblanc, „Chapeau, Hut ab!“. Grund genug, um näher nachzuhaken:

Kunst, Kultur und Werte: Wie definieren Sie bei Montblanc den Begriff Luxus?
Ich würde sagen, dass es sich bei Luxus in erster Linie um Qualität handelt – unseren Anspruch an Qualität. Wenn wir beispielsweise die exklusive, neue Meisterstück Sfumato Collection näher betrachten, sehen und fühlen wir, dass ausschließlich bestes Leder verarbeitet wird. Die Oberfläche wird dabei in vier Schritten handgefärbt und erhält seine einzigartigen Farbverläufe. Dieser Prozess bedarf ungeheurer Präzision und Fingerspitzengefühl, wir arbeiten dafür mit den besten Spezialisten dieses Handwerks zusammen. Man darf nicht vergessen, dass jedes unserer Produkte etwas ganz Besonderes ist und höchste Handwerkskunst verkörpert. Continue Reading