Beitrags-Archiv für die Kategory 'Horstson fragt nach'

“Man hat die Leser, die man verdient!” – Der Modepilot im Interview

Donnerstag, 21. Mai 2015 9:45

Modepilot
Bild: Kirsten Becken

Denkt man an Modeblogs in Deutschland, ist einer nicht wegzudenken: Modepilot, der deutsche Pionier unter den Modeblogs. Vor einigen Tagen wurde nun ein neues Design gelauncht. Grund genug, uns mit Kathrin Bierling, Barbara Markert und Isabelle Braun zu treffen und ein Interview über den Blog, über Kommentare und einen Sprung in die Spree zu führen. Es gab viel zu besprechen …

Horstson: Kathrin, wie kalt ist eigentlich die Spree?
Kathrin: Haha.

Kannst Du unsere Leser aufklären, welches besondere Verhältnis Du zur Spree auf Höhe des Grill Royals hast?
Kathrin: Wenn man mir von der Verrückten erzählt, die während der ersten Berlin Fashion Week bei der After Party im Grill Royal in die Spree gesprungen ist, dann sage ich entweder “ja, wie leichtsinnig, man weiß ja gar nicht, wie tief die Spree dort im Hochsommer ist und, wie dreckig!” oder ich gebe Insider-Wissen preis und ergänze, dass sie das in einem Couture-Kleid tat. […]

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Nachgefragt bei … Cory Arcangel

Mittwoch, 6. Mai 2015 14:32

Portrait-Cory-Arcangel-by-Bennett-Williams
Cory Arcangel; Bild: Bennett Williams, Courtesy of the artist

Nicht einfach Kunst – Der Espace Louis Vuitton München präsentiert „Be the first of your friends“, die erste monographische Werkschau von Cory Arcangel in München. Der amerikanische Künstler lebt in Brooklyn und setzt sich in seinen Arbeiten überwiegend mit Medien wie Komposition, Performance, modifizierten Computerspielen, Internet bis hin zu Videoinstallationen auseinander. Die augenmerkliche Besonderheit an seinen Arbeiten ist dabei die Reflektion unserer kapitalistischen Konsumwelt, die er mithilfe zeitgenössischer Praktiken und digitaler Quellen aufzeigt. Egal ob YouTube oder Photoshop – als bildender Künstler ist Cory ganz nah dran an der Vernetzung von realer und digitaler Welt.

Was war deine Inspiration für diese Ausstellung?
Zuallererst setze ich mich immer mit den Räumlichkeiten, in denen meine Arbeiten gezeigt werden sollen, auseinander. Das ist ein ganz wichtiger Prozess für mich. Dabei würde ich jedoch das Wort Inspiration umgehen, denn primär beschäftige ich mich mit Dingen, die mich als Person umgeben. Ich wäge ab, was zu jenem Zeitpunkt am besten an den jeweiligen Ort passt. Statt mich auf die Suche nach Inspiration zu begeben, mache ich mich auf den Weg, die richtigen Arbeiten für den Raum zu finden. […]

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Nachgefragt bei … Paul Boche

Mittwoch, 6. Mai 2015 10:10

Paul Boche Antony Morato 3
Bild: PR

(Männliche) Topmodels?! Der “Top”-Zusatz im Modegeschäft entwickelt sich immer mehr zum inflationären Privatfernsehen- und Teenagerjargon und lässt mich erst einmal stutzig werden. Paul Boche scheint Abhilfe zu schaffen und revidiert meine vorangegangenen Verbindungspunkte: Der sympathische Thüringer gehört seit Jahren zu den meistgebuchtesten Männermodels der Welt und hat definitiv das “Top” vor dem Model verdient. Ich hatte das Glück, Paul für ein kurzes Gespräch zu gewinnen und prompt begegnet er mir auf dem Nachhauseweg in der aktuellen Antony Morato-Kampagne …

Erzähle mir etwas über dich: Wie und wo wurdest du als Model entdeckt?
Ich war für ein Schul-Praktikum in Berlin und wurde auf der Straße mit folgenden Worten angesprochen: „Willst du Model werden? Reisen und nach Mailand, New York und Paris fliegen?“ Also habe ich mir die Karte geben lassen und zwei Wochen später war ich schon auf der Fashion Week in Paris unterwegs. […]

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Nachgefragt bei … Jérôme Lambert

Montag, 27. April 2015 10:13

Montblanc Ceo Jerome Lambert Interview 2
Bild: Montblanc

Anspruch, Meppen und Visionen  – Was kann man sich unter der Arbeit eines CEOs vorstellen? Für Horstson war ich in London unterwegs und durfte keinen Geringeren als Jérôme Lambert zum Gespräch treffen. Der überaus sympathische Franzose leitet mit großem Erfolg das Hamburger Traditionshaus Montblanc, „Chapeau, Hut ab!“. Grund genug, um näher nachzuhaken:

Zuallererst: Ich habe gehört, dass Sie im Reitsport aktiv sind?
Richtig, ich habe ein eigenes Pferd. Momentan lässt sich das Reiten jedoch schwer in meinem Alltag integrieren. Ich bin regelmäßig geritten, bis ich in Hamburg angefangen habe für Montblanc zu arbeiten. […]

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Nachgefragt bei … Alexander Vreeland; Teil zwei des Interviews

Freitag, 27. März 2015 9:43

Diana Vreeland Parfum alexander Vreeland
Bild: TopasPictures / Heiko Weßling

“Of course, one is born with good taste“ – Wir kennen ihre Ausrufe, ihr charakteristisches Grinsen und Dutzende ihrer Lebensweisheiten. Diana Vreeland gilt nicht umsonst, neben Coco Chanel, als die mächtigste Frau der Modewelt des 20. Jahrhunderts. Die wenigsten unter uns kannten Diana Vreeland persönlich, trotz allem wird ihr Name heute inflationär als Inspirationsquelle genutzt. Ich habe ihren Enkelsohn Alexander Vreeland bei der „Diana Vreeland Parfums“-Vorstellung (juhu, Unisex-Düfte) im APROPOS The Concept Store Hamburg zum Gespräch gebeten und mich ausführlich mit ihm über seine Großmutter unterhalten.

Wofür steht Mode heute?
Mode soll uns zum Träumen einladen. Es gibt großartige Designer, die uns in eine andere Welt entführen oder uns in unserem Alltag beeinflussen. Man muss sich nur einmal anschauen, was Phoebe Philo bei Chloé und Céline geschaffen hat: Sie zieht mit ihren Entwürfen Frauen auf der ganzen Welt in ihren Bann, das ist doch unglaublich inspirierend. Wirklich gute Mode berührt uns, sie begleitet und umhüllt uns in unserem Leben. […]

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Nachgefragt bei … Alexander Vreeland

Mittwoch, 25. März 2015 9:18

Diana Vreeland Parfum alexander Vreeland 2
Bild: TopasPictures / Heiko Weßling

„I wanted to get where the action was“ – Wir kennen ihre Ausrufe, ihr charakteristisches Grinsen und Dutzende ihrer Lebensweisheiten. Diana Vreeland gilt nicht umsonst, neben Coco Chanel, als die mächtigste Frau der Modewelt des 20. Jahrhunderts. Wir berufen uns auf ihre Worte, ihren unverwechselbaren Sinn für Ästhetik und die Legenden um ihre schillernde Persönlichkeit. Die wenigsten unter uns kannten Diana Vreeland persönlich, trotz allem wird ihr Name heute inflationär als Inspirationsquelle genutzt. Ich habe ihren Enkelsohn Alexander Vreeland bei der „Diana Vreeland Parfums“-Vorstellung (juhu, Unisex-Düfte) im APROPOS The Concept Store Hamburg zum Gespräch gebeten und mich ausführlich mit ihm über seine Großmutter unterhalten … […]

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Nachgefragt bei … Bastian Baker

Donnerstag, 11. Dezember 2014 10:05

Baker Musiker
Bild: Omega

Sänger, Songwriter und Gitarrist – Letzten Sommer wurde ich erstmals auf Bastian Baker aufmerksam, als ich beim Luganer Traditionsurlaub nichtsahnend durch das Zeitungssortiment gestöbert habe: Egal ob Klatschmagazin oder Tageszeitung, überall das Gesicht des Popstars. Kein Wunder, dass der Schweizer Uhrenhersteller OMEGA mit dem charismatischen Sänger gemeinsame Sache macht und ihn bei seinem Werdegang unterstützt. Ich habe mich daraufhin eingelesen und spekuliert, ob auch Deutschland vom Baker-Boom angesteckt wird? Letzte Woche habe ich die Chance genutzt und ihn anlässlich seines Konzerts in der Hamburger Prinzenbar zum kurzen Tête-à-Tête gebeten … […]

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Nachgefragt bei … Sabon Teil 2

Dienstag, 2. Dezember 2014 7:58

Sabon Opening 8
Bild: Sabon

Einfach Seife? Sabon, die Geschäftsidee von Avi Piatok und Sigal Kotler-Levi hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und bereichert internationale Einkaufs- und Flaniermeilen. Letzte Woche habe ich Avi, dessen Geschäftspartnerin Sigal, den leitenden CEO Ronen Zohar und Ifat Pasternak, verantwortlich für die Presseabteilung des Traditionshauses, zum Gespräch gebeten und nebenbei die erste deutsche Filiale in Köln besucht.
(Teil 1 des Interviews kann hier nachgelesen werden.)

Wie würden Sie Sabon in drei Wörtern beschreiben?
Avi: Nur drei Wörter? (lacht) Auf jeden Fall spielt Freude eine sehr große Rolle.
Sigal: Stimmt, Freude. Ich finde aber auch, dass Essenz wichtig ist. Also: Freude, Essenz und…

Avi: Sinnlichkeit! Das ist definitiv Teil unserer Erfolgsgeschichte.
Sigal: Genau, Produkte von Sabon genießt man. Das sind unsere drei Worte, unser persönliches Logo sozusagen …
[…]

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Nachgefragt bei … Sabon

Donnerstag, 27. November 2014 11:37

Sabon Opening3Sabon Opening 7
Bilder: Sabon

Was wären wir ohne Seife? Den Geruch mag ich mir lieber nicht vorstellen, umso besser, dass wir auf eine beinahe unendliche Auswahl an wohlriechenden Produkten und Unternehmen zurückgreifen können. Einer meiner Favoriten ist Sabon, das ehemals kleine und feine Lädchen aus Tel Aviv mit Blockseifen zum Selbstportionieren. Mittlerweile hat sich die Geschäftsidee von Avi Piatok und Sigal Kotler-Levy zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und bereichert internationale Einkaufs- und Flaniermeilen. Letzte Woche habe ich Avi, dessen Geschäftspartnerin Sigal, den leitenden CEO Ronen Zohar und Ifat Pasternak, verantwortlich für die Presseabteilung des Traditionshauses, zum Gespräch gebeten und nebenbei die erste deutsche Filiale in Köln besucht …

Was war Ihr Anreiz, im Kosmetikbereich zu arbeiten?
Avi: Ganz zu Beginn hatten wir einen Kerzenladen in Tel Aviv, der sehr gut gelaufen ist. Dann haben wir gedacht: Okay, Seifen wären prinzipiell auch eine gute Geschäftsidee. Damals gab es bei uns in Israel nur die Supermarktseifen und keine wirklich schönen Alternativen. Dann dachten wir, das wäre doch eine tolle Idee für die Straße, in der wir auch unsere Kerzen verkauft haben. […]

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“Ich klimper so vor mich hin“ x Herbert Grönemeyer „Dauernd Jetzt“ Albumpräsentation im Grill Royal Berlin.

Freitag, 21. November 2014 10:06

Herbert Grönemeyer – Pressekonferenz Berlin 2014_02
Bild: © STEFAN HOEDERATH; Universal; PR

Herbert Grönemeyer hat sicht- und hörbar gute Laune als er nach dem kompletten Pre-listening seines neuen Albums „Dauernd Jetzt“ das Berliner Restaurant Grill Royal betritt und sich zuerst den Fragen seines österreichischen Interviewpartners stellt. Allerlei Anekdoten hat Herr Grönemeyer hier bereit. Zum Beispiel zu seiner Tendenz Vieles bis zum Schluss zu verändern oder anzupassen. „Mein Layouter (fürs Cover) sagte mal: „Herbert kommt zu mir und sagt zum Beispiel das Album heißt April. Dann weiß ich, dass es auf jeden Fall nicht April heißen wird, aber ich dabei bin.“ Aber auch Infos über den Ablauf seines Songschreibens („ … Ich sitze vorm Klavier und klimper so vor mich hin …“) machen den Herbert a.k.a. den erfolgreichsten deutschen Musiker an diesem Abend fast zum imaginären Tischnachbarn. Außerdem plaudert er über seine vermeidliche, ihm laut eigener Aussage nicht ganz klaren, Rolle des „Frauenverstehers“ und geht im Anschluss an die allgemeine Fragerunde durch die Besucher und lässt vereinzelt Fotos mit sich machen … […]

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