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„To Audrey with Love“ – Hubert de Givenchy ehrt Audrey Hepburn

(Hubert de Givenchy und Audrey Hepburn 1982 in Paris; Photo by 1645/Gamma-Rapho via Getty Images, Jacques Scandelari; Courtesy Hubert de Givenchy)

Eine wahre Stilikone zu sein, die es über viele Jahre schafft, als Vorbild für Tausende Frauen zu dienen, ist vermutlich gar nicht so leicht. Heute gibt es die verschiedensten Arten von Frauen und Mädchen, die vermeintlich als Stilikonen dargestellt werden, die aber meistens schnell ihren Glanz durch Instagram und Co. verlieren. Namen tauchen auf und verschwinden wieder. Meist erkennt man gar keine Persönlichkeit oder einen eigenen Geschmack, sondern nur die Abfolge von Dingen, die gerade von der Modeindustrie lanciert werden. Man kann es ‚Austauschbarkeit‘ nennen – die wahren Elemente fehlen, die eben zu einer Stilikone mit Dauerhaftigkeit beitragen: Attitude und Einmaligkeit. Continue Reading

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Ausstellungstipp: Marilyn Monroe in Berlin

Ed Clark, Marilyn Monroe, 1950s; © Ed Clark, Courtesy: Galerie Hiltawsky

Na, da muss wohl in nächster Zukunft ein Berlin-Wochenende eingeplant werden: Ab dem 4. November präsentiert die Galerie Hiltawsky eine Ausstellung für und über Marilyn Monroe. Der Titel klingt mit „Marilyn Monroe. 90th Anniversary. A Life in Pictures.“ mehr als vielversprechend und auch die Vorankündigung – 70 Originale sollen gezeigt werden – verheißt Gutes.
So werden Aufnahmen von ungefähr 1945 vertreten sein (damals war Marilyn noch als Norma Jean bekannt), ein Reklamefoto für eine Schokoladenfabrik zum Valentinstag und natürlich Marilyns erstes Coverfoto. Klar, der „flying skirt“ darf in der Ausstellung nicht fehlen und auch die ein oder andere private Aufnahme wie z.B. von Arnold Newman wird in der Berliner Galerie gezeigt werden. Continue Reading

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Sehenswert: FIAC Paris 2016 – École Jean Prouvé 1949

Was die Salons von Genf oder Frankfurt in Sachen Auto, oder die CEBIT in Hannover für das digitale Hightech, ist die FIAC für die moderne Kunst. Alljährlich versammelt die Foire Internationale de l’Art Contemporain in Paris alles und alle, die in Sachen zeitgenössischer Kreation Rang und Namen besitzen.
Die Crème de la Crème der internationalen Galeristen zeigt, was in der Kunst von heute und morgen en vogue ist. Vom 18. bis 27. Oktober 2016 konzentriert sich Paris allein auf die zeitgenössische Kunst. Den angemessenen Rahmen für das Ereignis liefert das unlängst renovierte Grand Palais mit seiner grandiosen Kuppel, unter der sich für neun Tage Sammler, Kuratoren, Kunsthändler oder einfach nur Liebhaber durch die Gänge zwischen den Ausstellungsständen drängeln. Continue Reading

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Fondation Pierre Bergé – Yves Saint Laurent: Museumsprojekt Marrakesch

(© 2016 Studio KO, Courtesy of Fondation Pierre Bergé – Yves Saint Laurent)

Vor genau fünfzig Jahren revolutionierte Yves Saint Laurent durch die Eröffnung der ersten Prêt-à-porter-Boutique, „Rive Gauche“, die gesamte Fashionszene. In der Rue de Tournon präsentierte er am linken Seine-Ufer Luxusmode, die für eine Generation gemacht war, die die bürgerlichen Konventionen hinter sich lassen wollte. „Je Déteste Les Bourgeoises“ war das Credo, mit dem Saint Laurent den Smoking für die Frauen gesellschaftsfähig machte und Safarijacken ins „Ritz“ schickte.
Gemeinsam mit Pierre Bergé dominierte er über Jahrzehnte die Mode. Jede seiner Kreationen avancierte zur Legende. Saint Laurent galt seitdem nicht nur als der einflussreichste Designer, sondern schuf auch die wirtschaftliche Grundlage für die Fondation Pierre Bergé – Yves Saint Laurent. Die Stiftung, die neben der Renovierung des Centre Pompidou und die Unterstützung zahlloser Pariser Kultureinrichtungen verantwortet, verwandelte das Couture Haus und die Ateliers in der Avenue Marceau in ein Museum für das Ausnahmetalent. Continue Reading

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The Bauhaus Spirit – Eintritt in die Moderne in Paris

(Erich Consemüller, Woman in a B3 club chair by Marcel Breuer wearing a mask by Oskar Schlemmer and a dress by Lis Beyer. Photography, 1926 © Bauhaus-Archiv Berlin)

Dass Deutschland bekannt ist für seine Zuverlässigkeit und seine Präzision, weniger aber für Kreativität, ist insofern schon widerlegt, da eine bis heute prägende Designströmung von deutschem Boden ausging. Das Bauhaus stellte sämtliche Stilistiken nach dem Schock des Ersten Weltkrieges infrage und wollte einen ganz neuen Stil erschaffen, der sich nach logischen Grundsätzen den veränderten Lebensgewohnheiten des industriellen Menschen anpasst. Demokratie und Gleichberechtigung der Geschlechter; Formen, die sich den Funktionen unterwerfen; neue Sachlichkeit und Schlichtheit und Techniken und Materialien, aus dem Flugzeug- und Maschinenbau wurden in die dogmatischen Regeln des Bauhauses als Idealbild von zukünftigen Möbeln, Architektur und Kunstgewerbe, aber auch den Bereichen Theater, Fotografie und Kunst verankert. Continue Reading

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Hokusai x Manga – japanische Popkultur in Hamburg

(Heidi, Japan, 1974; Isao Takahata; Sammlung Linda Manz, © 1975 Zuiyo Production, © 2016 Studio 100 Media GmbH)

Manga – viele Menschen können den Begriff nicht sofort einordnen. Dennoch werden sie zu nahezu 100 % mit Manga-Stilelementen in Kontakt gekommen sein – doch meist, ohne es zu wissen. In den 1970er Jahren entstanden in deutsch-japanischen Koproduktionen zahlreiche bekannte Kinderbuchverfilmungen wie Die Biene Maja, Wickie und die starken Männer oder Heidi, die auf das Animationshandwerk aus Ostasien zurückgreifen. Diese Helden manch einer Kindheit brachten die Ästhetik der Mangas und Animes in die Kinderzimmer Deutschlands – kein Wunder also, das einem noch heute die Figuren der japanischen Popkultur vertraut vorkommen.
In der Ausstellung „Hokusai x Manga. Japanische Popkultur seit 1680“ zeichnet das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg noch bis zum 11. September 2016 die vielfältigen Verbindungen zwischen historischer und zeitgenössischer Populärkultur in Japan nach. Continue Reading

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My Life on the Road – Sylvie Fleury zu Gast in der Villa Stuck/München – 30.06. bis 30.10.2016

(Bild: HaropaConsult)

Sylvie Fleury, 1961 in Genf geboren, präsentiert seit Ende Juni 2016 ihre dekorativen Kunstwerke und sagt YES TO ALL, wie ihre Lichtskulptur über den Haupteingang der Villa Stuck in die noble Nachbarschaft von Bogenhausen ‚hinausleuchtet‘.
Die von Franz von Stuck als Gesamtkunstwerk angelegte Villa Stuck – im Schatten des Friedensengels und an der Prinzregentenstraße gelegen – ist die ideale Plattform für Sylvies Kunst. Beide Künstler dem Kommerz nicht abgeneigt, erbaute Franz von Stuck, bekannt als einer der Münchner Malerfürsten, Ende des 19. Jahrhunderts an den Isaranhöhen in Bogenhausen sein Ideal einer Villa.
Der neoklassizistische Bau mit Anleihen aus Antike, Byzanz und Hochrenaissance, gipfelte in einem eigenwilligen und eigenständigen Gesamtkunstwerk. Bis ins Detail durchdacht und geplant, steht das repräsentative Ensemble am Ende der einen und am Beginn einer anderen Architekturepoche für moderne Baukunst. Continue Reading

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Ausstellung: Bottega Veneta „Art of Collaboration“

(Bild: Courtesy of Bottega Veneta)

Es kommt nicht häufig vor, dass wir eine Ausstellung in Peking empfehlen – China liegt schließlich nicht gleich um die Ecke. Dass wir uns trotzdem Bottega Venetas Ausstellung „Art of Collaboration“ widmen, begründet sich auch daraus, dass sich immer mehr Labels im Kunstsegment engagieren. Über die Fondazione Prada haben wir schon regelmäßig berichtet, über die Fondation Louis Vuitton und die Fondation Ferragamo sowieso. Viele Marken schließen mit ihren Stiftungen genau die Lücken, die die öffentlichen Kulturkassen nicht mehr füllen wollen oder können. Continue Reading

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Gucci Museum Florenz – Hommage an Tom Ford

(Bild: Courtesy of Gucci)

Eine der wirklichen Moderevolutionen der Neunziger Jahre war, als der aus Texas stammende Tom Ford durch die Vermittlung von Dawn Mello zum verstaubten Societylabel Gucci kam. In den Siebziger Jahren verkam die Marke durch familiäre Querelen zum Duty-free-Label und setzte kaum noch Impulse. Doch als Tom Ford bei Gucci den Posten des Designers übernahm, begann die Revitalisierung des Brands. Es gilt seitdem, dass man durch totale Brüche auch totgesagte Labels revitalisieren kann. Nachdem es in den Achtziger Jahren das erste Mal gelang, ein Haus zu modernisieren – Karl Lagerfeld fing damals bei CHANEL an – verhalf der damals noch unbekannte Ford Gucci durch eine Mischung aus New Yorker Jetset-Stil, Studio 54-Athmosphäre und einer gehörigen Portion Sex zum Innovationslabel. Continue Reading

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Vitra Schaudepot Weil am Rhein – All About Classic Furniture

(Ausstellungsansicht der Haupthalle; Foto: © Vitra Design Museum, Mark Niedermann)

Als Rolf Fehlbaum, ehemaliger Chef und Vorsitzender von Vitra, Anfang der Sechziger Jahre begann, Möbel des Zwanzigsten Jahrhunderts zu sammeln, gab es Ausdrücke wie „Vintagemöbel“ noch gar nicht. Antiquitätenhändler rümpften eher mit der Nase, wenn ihnen Stühle von Thonet, Klassiker des Bauhauses oder Preziosen von Josef Hoffmann angeboten wurden. Heute hätten sie allerdings gern auch nur ein Stück davon. Die Nase von Herrn Fehlbaum war hingegen absolut unfehlbar. Sein Unternehmen legte viele Möbelentwürfe wieder auf, reeditierte demokratisch und führte maßgeblich dazu bei, dass wir heute gern zu diesen Jahrhundertdesigns greifen. Continue Reading