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Jan Who

Music

Was sich gehört x Woche 49/2016

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(Devendra Banhart „Ape in Pink Marble“ Coverwork; Bild: PR)

Ein Fan von The White Stripes scheint Alice Merton zu sein, deren Intro zu „No Roots“ ebenso eingängig daherkommt wie „Seven Nation Army“. Wenn Her’s wüssten, dass man beim Suchen von „Marcel“ auf Apple Music auch „Rote Rosen für Mama“ von Marcel empfohlen bekommt, würden sie wohl ihren Bandnamen ändern? Ein Problem, das Møme mit seinem eigenwilligen Namen wohl nicht hat. Ruth B. wiederum hat einen zumindest in Deutschland sehr altbackenen Vornamen. Dabei ist die Gute gerade mal 21 und definitiv nichts für angeschlagene Gemüter. Unterdessen beweist Kultur mit „Dead Flowers“, dass Kultur eben auch getanzt werden kann. Und dank Devendra Banhart wissen wir nun auch was ein kulturell gebildeter Mann Samstagnacht so hört. In diesem Sinne: Angenehme Träume … Continue Reading

Event Food

Dinner ohne Emotionen: Palazzo Berlin 2016

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Bild: PR

Bereits im letzten Jahr überwand ich meine Phobie gegenüber Varieté-Darbietungen und wagte mich ins Palazzo Berlin. Im vergangenen Jahr erwies sich das als gute Idee und ich wurde positiv überrascht.
In diesem Jahr waren die Erwartungen an Essen und Programm also entsprechend groß, allerdings erfüllten sich leider lediglich die Erwartungen an das Essen. Dieses war nämlich wie zu erwarten gut. An dieser Stelle kurz ein Hinweis auf Vor- und Nachspeise, die wirklich ausgezeichnet waren (Thunfisch-Tatar mit Zitronen-Kräuter-Sauce Avocado-Olivensalat und Minz-Taboulé / Schokoladenkuchen „Königin von Saba“ mit eingelegten Kirschen und Stracciatella-Eis). So ein Abend lebt aber natürlich nicht nur vom Essen. Dann könnte man sich auch einfach nett ins Restaurant setzen und würde dabei im Idealfall günstiger weg kommen. Daher ist es in diesem Jahr leider umso tragischer, dass das Unterhaltungsprogramm von Anfang an nicht gezündet hat. Continue Reading

Music

Was sich gehört x Woche 48

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(Cover Artwork: Fil Bo Riva)

No Wyld tun nur so als wären sie harmlos, während sie Leoparden in graziler Zeitlupengeschwindigkeit durch das Video jagen. Ähnlich wendig zeigt sich Alice Jemima, die Kugeln mit einer rhythmischen Eleganz ausweicht, die ihresgleichen sucht. Mykki Blanco wird über seinen ganzen Snapchat und PornHub-Konsum künstlerisch sentimental und mir bleibt nur die Frage: Warum erinnert mich Fil Bo Riva an eine coole Kreuzung auf Anne May Kantereit und Hozier? Continue Reading

Music

„No Spaß without dancing“ x 20 Jahre Placebo in Berlin

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Als die ersten Sekunden zu „Every You, Every Me“ erklingen, flippt das Publikum aus. Zu sehen ist dabei das 1998 erschienene Video zu einem der wohl bekanntesten Placebosongs. Die Zuschauer warten jedoch vergebens auf eine Unterbrechung oder ein abruptes Ende des Videos durch einen Auftritt der Band. So folgt eine Minute Ernüchterung und erstmal noch’n Schluck Bier nehmen. Continue Reading

Music

Was sich gehört – KW 45/2016

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(Bild: PR)

Während sich der Berliner DJ Phonique noch durch grünes Gras und sonnige Videos mixt, probieren die Temples neue Drogen aus, an denen sie uns visuell teilhaben lassen. Froth klingen unterdessen irgendwie anders und hängen an Tankstellen ab, während die Mighty Oaks ganz gemächlich mit gestriegeltem Bart durch die Natur flanieren. Da fragt sich Al Pride zurecht: Was ist mit den People los? Continue Reading

Music

Alicia Keys – „Here“

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(Alicia Keys; Bild: PR)

Erfolg hat auch Schattenseiten. So war Alicia Keys „Fallin’“ leider so beliebt, dass Yvonne Catterfeld es jüngst in einer TV-Sendung als einen ihrer Lieblingssongs deklarierte. Shit happens. Kein Scheiß ist allerdings, dass Here von Alicia Keys nach „Citizen of Glass“ von Agnes Obel und „Joanne“ von Lady Gaga nun schon das dritte Album ist, was bei mir konstant rauf und runter dudelt. Continue Reading

Kultur

Neues Knacken x „Der Nussknacker“ getanzt vom Staatsballett Berlin @ Deutsche Oper

(Foto: Fernando Marcos)

Es ist bei Ballett-Reviews schwer, als „Laie“ große Reden darüber zu schwingen, wie professionell etwas getanzt oder wie originalgetreu das Stück war. Was man jedoch bisher in den Medien über den Intendanten Nacho Duato lesen konnte, war alles andere als positiv. Die Feuilletonisten rümpften die Nase. Das Niveau sei heruntergegangen, er kenne sich nicht mit klassischem Tanz aus. Und das waren noch mit die freundlichsten Dinge. Diese Art von Diskussionen überlassen wir jedoch lieber den Leuten, die sich damit auskennen. Wir bewerten hier wie immer rein nach Unterhaltungswert und darum soll es ja letztendlich auch gehen, denn sein wir ehrlich: Was bringt ein noch so toll ausgefeiltes Tanzbein, wenn Klamotte und Bühne hässlich oder einfallslos ist. Continue Reading

Music

Agnes Obel x „Citizen Of Glass“

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(Bild: PR)

Bisher war es schwierig, mein favorisiertes Herbst/Winter-Album „Vespertine“ von Björk zu ersetzen. Das wird oder vielmehr wurde immer dann rausgeholt, wenn es draußen kalt wurde und man anfing, mehr Zeit zu Hause zu verbringen und aus Mangel an Urlaub nicht in der Lage war, sich eine einsame Hütte in den Bergen zu mieten. Sorry Björk, aber in diesem Jahr schlägt Dänemark Island. Continue Reading

Music

20 Jahre Placebo-Effekt x Placebo – „A Place For Us To Dream“

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Eine Auseinandersetzung auf der Straße und ein knutschendes Paar in einer von der Polizei abgesperrten Szenerie. Brutale Realität und dazwischen immer Gefühl und Liebe. Das Cover könnte auch eine Abbildung Placebos Musik sein. Seit mittlerweile 20 Jahren (1996) machen Molko & Co jetzt schon Musik. Der breiten Masse, wie auch mir, wurden sie durch „Every You Every Me“, u.a. auf dem Soundtrack zu „Eiskalte Engel“, bekannt. Seitdem haben sie mit Größen wie David Bowie („Without You I’m Nothing“), Robert Smith von The Cure oder auch Allison Mosshart („Meds“) kooperiert und natürlich ganz viele glänzende Gold- und Platinplatten erhalten. Continue Reading