
Bild: Screenshot Profashionals
Um es gleich vorweg zu nehmen – nein, der Beitrag, um den es hier geht, wird keinen Shitstorm provozieren. Ein Shitstorm setzt schließlich vorraus, eine klare Meinung zu beziehen. Das hat Siems Luckwaldt* in seinem Vortrag „Look at ME: Modeblogs – Symptome der Krise oder Medienzukunft?“ beim Luxury Business Day vergangene Woche in München zwar gemacht, aber wer will ihm da schon mit einer ebenso klaren Meinung Paroli bieten? Zu sehr sprach Luckwaldt den meisten Zuhörern und auch mir aus dem Herzen, zumindest lassen das die Zitate erahnen, die Profashionals veröffentlicht hat. Den ganzen Vortrag gibt es noch nicht zu lesen bzw. irgendwo zu sehen, doch Sätze wie “Sie finden in den Frauenmagazinen nur noch die große Trendhysterie und permanentes ‘Kauf mich, kauf mich’, aber keine qualifizierte Modeberichterstattung oder mal eine Kollektionsbesprechung. Das passiert eher im Feuilleton oder im Wirtschaftsteil,” treffen nicht nur den Nagel auf den Kopf, sondern kritisieren, und das ist ein Novum, die komplette Branche des Modejournalismus – inklusive Print und Online. Zu sehr wurde sich in den Kritiken auf Blogs eingeschossen. Und die Magazine? Können sie es wirklich immer besser?
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