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Februar 2013

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Lauter Louboutins …

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… und einer schöner als der andere! Regelmäßige Leser werden es wissen – bei Schuhen bin ich schmerzbefreit: sie können mit Flügeln, Affen und/oder Pudeln verziert sein. Sie dürfen auch transparent sein und ich habe auch nichts dagegen, wenn Superhelden auf Schuhen prangen. Bei Nieten und Louboutins im Allgemeinen hört der Spaß bei mir allerdings auf und so fällt die Kollektion von Christian Louboutin für den kommenden Sommer komplett durch – und bei Dir?

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High Class Winter Players – Baldessarini

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Bild: Baldessarini

Leise und mit viel Understatement hat sich Saison für Saison das international bedeutendste deutsche Herrenmode-Label Baldessarini nicht nur perfektioniert, sondern ist auch ständig gewachsen, ohne futuristischen oder gar gigantischen Verlockungen zu erliegen. Qualität, Raffinesse der Schnitte, Verarbeitung und die Auswahl der Stoffe stehen bei dem gestandenen Männerlabel im Vordergrund. „Separates the Man from the Boys“ ist kein Spruch, sondern wird gelebt und praktiziert.

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Tomorrow Was Another Day* – Calvin Klein Kampagnen-Film: Provocations

09:56 lang zwischen Terry Gilliams Brazil, Mad Max 2020 und einer architektonisch-ästhetisch aufbereiteten Endzeitstimmung entlangsehen und dabei mehrere Blicke auf Alexander Skarsgård und Suvi Koponen in High-Fashion, Jeans und mit Accessoires der Marke Calvin Klein werfen, ungefähr das ist der Inhalt des vom Hauskreativen Fabien Baron gestalteten Werbefilms des amerkanischsten aller US-Labels.

Provocations, so lautet der Titel – eher verstörend, denn provozierend wirken die The-Day-After-Szenarien und das Geschehen darin. Irgendwie muss man schließlich werben, das ist umso schwerer, wenn man wie Calvin Klein schon seit mehr als 25 Jahren regelmäßig Meilensteine der Mode- und Kosmetikwerbung gesetzt hat. Und, wenn die potenziellen Kunden und Fans rund um den Erdball schon wissen, womit Calvin Klein als ihre Marke besetzt ist. Jeder kennt das All-American-Label, da ist es schwer, modern oder sogar futuristisch aufgefasst zu werden.

Aber wofür gibt es Kreative wie Fabien Baron, die sich zur Aufgabe machen, alles, das sich binnen Jahrzehnten in unseren Köpfen und Herzen mit den Initialen CK angesammelt hat, ordentlich durcheinander zu schütteln, zum Teil zu löschen und mit unerwarteten Synapsensprüngen zum Thema des Labels ein frisches und attraktives Bild der Marke entstehen zu lassen.

Dafür eignet sich Provocations sehr gut, oder, wenn man knapp zehn Minuten seiner Zeit mit einem visuellen Erleben von Mode verbringen möchte, das mit wirklich sehr gut gemachter Medidationsmusik (“Og Lengra” von Olafur Arnalds) unterlegt ist. Einfach mal Innehalten.

Zehn Minuten dauernde Commercials kann leider niemand On-Screen gehen lassen, daher gibt es zwei Kurzversionen des Films.

Der TV-Spot in Langversion

Was gibt es zum Cast zusagen: Die Kreativen haben die richtige Wahl getroffen, obwohl Alexander Skarsgård für mich nur den Beweis antritt, dass die Kamera mit einem anderen Auge sieht, als wir Menschen. Der gute Mann kann auch ganz schön langweilig aussehen, aber in der Kampagne finde ich ihn genau richtig, weil er diese gedehnte Trägheit der Endzeitstimmung im Film gestisch und habituell perfekt umsetzt und ein sehr moderner Typ (eine Prise James Dean für das 21. Jahrhundert) ist. Und Suvi Koponen ist sowieso eines der besten Models für Calvin Klein. Ich liebe sie aber auch in dem Parfumspot für Chloé.
Dass Calvin Klein einer der „Miterfinder“ moderner Modewerbung ist, muss man nicht eigens betonen. Ich finde, mit Provocations beweisen die Hauskreativen mal wieder, dass selbst die Werbung für eine der bekanntesten Marken der Welt, immer wieder neu erfunden werden kann und muss, damit die Kasse weiter klingelt.

Vielleicht bin ich ja als eingefleischter Fan von Brazil besonders empfänglich für diesen Endzeit-Look, aber ich mag Provocations … und, ich werde gleich dieses Wochenende mal wieder den geliebten Terry Gilliam aus meiner späten Kindheit bis frühen Jugend schauen. Mein Tipp, macht das auch, falls ihr den Film noch nicht kennt. Brazil ist in jeder erdenklichen Hinsicht großartig und sehr unterhaltsam.

Trailer Brazil von Terry Gilliam aus dem Jahr 1985

Und am Ende freue ich mich, wenn ihr mich wissen lasst, wie ihr Calvin Kleins Provocations und eventuell sogar Terry Gilliams Brazil findet, liebe LeserInnen.

* Die fabelhafte Headline ist aus Brazil entlehnt

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Tilda goes Scotland – Karl Lagerfeld photographiert Tilda Swinton für die Paris Edimbourg Kampagne

CHANEL - Tilda Swinton for the Paris-Edimbourg Collection © Olivier Sail...
Bild: © Olivier Sail/ Chanel

Nicht nur das Tilda Swinton echte Schottin ist, sie ist auch schon lange eine von Karl Lagerfelds bewunderten Persönlichkeiten. „Tilda ist eine moderne Frau und eine zeitlose Ikone der Eleganz“ sagt Meister Karl Lagerfeld über sie und nichts bietet sich mehr an, als die Schauspielerin für die im Mai erscheinende Kampagne zur Paris Edimbourg Kollektion vor die Kamera zu bitten. Eindrucksvolle Bilder entstanden im Studio und wir sind schon sehr gespannt …
Womens Wear Daily war dabei und hat heute das erste „Making of“ Photo gebracht, das wir euch nicht vorenthalten wollen. Eines ist sicher – mit ihrer puren Ausstrahlung wird Tilda der opulenten Kollektion sicherlich reizvolle neue Aspekte verleihen und eine moderne Maria Stuart abgeben. Paris Edimbourg mit Tilda Swinton photographiert von Karl Lagerfeld!

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Wiederentdeckt – Antaeus von Chanel

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The Giant Antaeus – Gustave Doré

Je mehr Düfte von irgendwelchen Pseudo-Stars auf den Markt geworfen werden, um so mehr fragt man sich, ob Parfum überhaupt noch in die Liga der Luxusklasse gehört. Vor allem ärgert es mich immer wieder, wenn ich einen schönen Klassiker kaufe, die notorische Frage der Verkäuferin kommt, ob sie mir noch etwas „Neues“ aufsprühen soll. Oder es landet eine Probe in der Tüte, die so gar nicht dem gekauften Produkt entspricht. Dann hat man sofort den Eindruck, dass die Verkäuferin einen gar nicht verstanden hat …
Die Zeit der Konzentration ist auch auf dem Duftmarkt angekommen und die Klassiker erleben ein furioses Comeback. Entsprechen sie doch gar nicht dem aktuellen Trend und duften so originell, wie sie am Tag ihres Erscheinens waren. Einer dieser Düfte ist das 1981 erschienene „Antaeus“ von Chanel.

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Paris Fashion Week

Mantel-Pretiosen, Mathematische-Mode-Fraktale und andere Schmuckstücke – Jil Sander Womenswear Winter 2013/14

Man verlernt das Radfahren nicht!
Ihr kennt das alle. Und Jil(ine) Sander beweist sich, der Modepresse und den Label-Fans mit dieser Kollektion, dass das genauso ist. Gleich der erste Mitternachtsdunkelblaue Mantel aus dem Defilee (im Header zu sehen) ist praktisch schon meiner (und ich fürchte, das könnte nicht der einzige kostspielige Mantelkauf für den kommenden Winter werden …)!

Man hat ja heute als Kreativer auch ein griffiges Thema auf der Höhe der Zeit zu liefern, zu dem die einzelnen Teile der Outfits abstrahiert wurden … und, ich hatte schon nach den ersten Modellen des Defilees so eine Ahnung, dass es da um das Konstruieren von Formen im mathematischen Sinne gehen könnte. So wie der Schliff von Edelsteinen niemals nach dem Zufallsprinzip erfolgt, hat Jil Sander ihren Schnitten, mit denen Sie seit Beginn ihres früheren Schaffens immer überzeugen konnte, mit präziser Kurvensetzung, perfekter Linienführung und aufwändigen Details, die in der Tat an Edelsteinschliffe erinnern, gleichzeitig einen sehr modernen und futuristisch-hochwertigen Look verliehen.

Kühl und sachlich wandeln die Models durch eine Szenerie aus metallischem Untergrund und wenigen Gemstone-Elementen, die man als sinnstiftendes Setdesign bezeichnen könnte. Das (diesmal sehr gelungene) Make-Up und die Frisuren der Models zeigen modernen Frauen. Unaufgeregt, zielstrebig und sinnlich, aber ohne jede Vordergründigkeit. Bloss nicht emotional unkontrolliert und vulgär. Denn, so ist eine Jil Sander Frau einfach nicht.

Aber das Label Jil Sander ist High Fashion. Man braucht also auch in unseren modernen und unsicheren Zeiten klare Zeichen des Luxus. „You buy gold when you don’t trust the future,“ so Jil Sander Backstage. „But we’re optimists. We want to believe.“

Wie man für Kundinnen, die sich partout nicht mit Gold, Glitter und BlingBling behängen wollen, dennoch unmissverständliche Enbleme des Luxus in eine moderne Kollektion einfließen lässt, das kann man nicht nur anhand der angenehm sparsam eingesetzten Goldstreifen, mal versteckter, mal quer über den Oberkörper an einem trägerlosen Kleid oder einem Rollkragenpulli laufend, nachvollziehen. Es gibt es Pelz, in einer modernen Interpretation (Argentinische Bieber), dunkel glänzend, relativ kurzhaarig und auf jedes Volumen und die übliche Üppigkeit verzichtend.

Bei den Farben habe ich mich als alter Fan der Farbe Mitternachtsdunkelblau, die es bei Jil Sander schon immer gab, über die schönen, zurückhaltenden Blau-, Rot- (Beerentöne) und Grautöne besonders gefreut. Jil Sander sieht das Farbkonzept als den Mongolischen Frühling an. Das sehr geschmackvolle Orange, ein schönes Gelb (Safran, Kamille), Sanddorn, Rotklee und die erdig-ockermoosigen Töne auftauenden Permafrostbodens – nur in Spurenelementen, könnten ihr da recht geben.

Trotz der Konstruiertheit der Formen von Jacken, Mänteln, Röcken, Kleidern und Oberteilen aus wollenen oder Cashemere-Stoffen, wirken die Proportionen leicht und die Linien folgen ganz im Sinne der Kurven Oscar Niemeyer’s der Natur körperlicher Formen moderner Frauen (das heißt leider, man sollte dünn oder sehr schlank sein, zumindest für die Kleider, Röcke und die kompakten Oberteile). Auch Doubleface-Effekte sind ein Thema. Die Mäntel und Jacken wärmen, auch wenn ich selbst auf die verkürzten Ärmel an manchen Teilen verzichten hätte können. Das steht nicht jedem, verküzt die Arme optisch und wir wollen ja alle eher längere Arme haben … Aber als Modernitäts-Statement kann ich diese Idee verstehen und gelten lassen.

Die Rocklängen reichen knapp über das Knie, sehr ladylike, ohne madamig oder bieder zu wirken. Bei den durchwegs wunderschönen Kleidern, hat sich die Kreateurin für gemäßigt kurze oder knapp über dem Knie endende Längen entschieden, was den modernen Schnitten sehr gut bekommt und ohnehin fast jeder Jil-Sander-Frau besser als ganz kurze oder etwas zu lange Rocklängen steht. Jil Sander achtet auf ihre Klientel und deren Bedürfnis danach, diese Mode im Job, bei offiziellen und privaten Anlässen frei von jeder Überlegung, „passt das auch wirklich zum Anlass“, tragen zu können. Davon darf man ruhig ein wenig fasziniert sein, dass man nicht verkleidet sein muss, um modisch auf der Höhe der Zeit bei fast jedem Anlass gut auszusehen. Purismus ohne Verzicht auf die Schönheit der natürlichen Proportionen. Futurismus auch als Anerkennung dessen, was Frauen heute schön macht.

In Summe hat die Designerin den Brückenschlag zwischen dem alten Ruhm der deutschen Modemacherin im besten Sinne und der neuen Jil Sander, die auf der handwerklichen und kreativen Grundlage vieler Erfolgskollektionen immer für positive Eindrücke und Überraschungen gut ist, für mich perfekt gemeistert. Ich bin sicher, dass mit der dritten und vierten Kollektion die Wogen der Begeisterung, auch bei den eingefleischten Raf-Simons-für-Jil-Sander-Fans langsam aufbranden könnten. Am Ende ist das alles nur in unserem Kopf, was wir uns zu so mancher Kollektion zusammen fantasieren und fabulieren …

Mir gefällt das neue Manifest der fraktalen Geometrie der Rauheit der Kreateurin Jil Sander. Und auch, wie Sie die Natur des Modebusiness beschreibt: Oft weißt du nicht was du willst, bevor du gesehen hast, was du nicht willst … oder so ähnlich. Cool und richtig ist heute modern. Was sagt ihr dazu, liebe LeserInnen? Wie gefällt die Kollektion?

Show Credits: Haare: Guido Palau, Make-Up: Pat McGrath, Set-Up und Lichtdesign: Thierry Dreyfus,

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Was soll man dazu denn anziehen? Heute: das Stirnband von Prada

Prada

Ja, ich weiss, dieses Stirnband ist eigentlich aus der Damen-Kollektion von Prada. Horst hat vor kurzem schon ein Foto von einer Dame, die er in Berlin getroffen hat, veröffentlicht, die ein solches Stirnband trug. Der jungen Frau stand es richtig gut und es passte perfekt zu Ihrem Look. Mal sehen, ob sich das Stirnband auch männertauglich einsetzen lässt …

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Im zweiten Anlauf richtig gut: Thom Browne Spring/Summer 2013

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Bilder: Thom Browne

Vermutlich werde ich gleich von Euch geteert, gefedert, in Grund und Boden kommentiert und zum Tragen eines Komplett-Looks von Harald Glööckler verdonnert, aber ich muss es einfach sagen: Im Lookbook gefällt mir die Thom Browne Kollektion für die kommende Frühling/Sommer Saison richtig gut.
Zur Erinnerung: Letzten Sommer habe ich noch ordentlich über die Entwürfe des amerikanischen Designers geschimpft, sie sogar als mehr oder minder ‚untragbar‘ bezeichnet. Keine 9 Monate später finde ich sie durchaus chic, obwohl sie immer noch wie für Männer geschneidert zu sein scheint, die gerne wie große Jungs rumlaufen, die aus ihren Klamotten gewachsen sind.

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Back in Bergisch Gladbach – Germanys Next Topmodel, die Xte und andere Breaking News

Die Modelshow aller (verzichtbaren) Modelshows geht am 28. Februar wieder los (kleine Regieanweisung: An dieser Stelle solltet ihr Juchhuuuuuuuuuuuuuuuuu rufen)!
Uns aller Heidi und 25 gerade gewachsene, „ist ja voll krass“ kreischende Mädchen , die alle keine Topmodels werden, könnten also in den nächsten Wochen wieder ganz unverhofft um die Ecke biegen, wenn ihr gerade auf dem Weg zum besten Bäcker der Stadt seid, ganz arglos den Broadway entlang schlurft oder unvorsichtigerweise die Westküste der USA auf eurem Reisezettel stehen hattet.
Hier schon mal der Beweis:

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Peter’s Cuttings – Tod in Venedig: Tadzios Metamorphose

Death In Venice
Death in Venice; Bild: M.Tursi/ Warner Bros.; Screenshot

Manchmal ist es für einen Schauspieler nicht unbedingt nur ein Vorteil, die Rolle seines Lebens zu bekommen. Der Schauspieler wird zum Teil auf diese festgelegt und sie begleitet denjenigen nicht nur seine gesamte Karriere lang, sondern schlägt auch die Türen für kleinere Rollen zu, die ein Schauspieler ja auch zum Überleben braucht. Es ist wie eine Allmacht, die einem verfolgt.
Ursula Andress blieb, obwohl dem Mädchen-Alter um ein halbes Jahrhundert entwachsen, immer das Bond Girl und in dem Fall, an den ich heute erinnern möchte, war es sogar so, dass es nie wieder einen wirklichen Anschluss gab.

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