Donnerstag, 19. April 2012 8:53

Es gibt Filme, die man immer wieder neu entdeckt und die auf ihre Weise einfach schon bei Drehbeginn das Zeug zum Klassiker haben. Ein solcher Film ist “Die
Träumer” von 2003 von Bernardo Bertolucci.
Paris 1968 – in einer Zeit des Aufbruchs, der Liebe und der Leidenschaft, treffen sich der Amerikaner Matthew und das Geschwisterpaar Isabelle und Theo auf einer Protest-Veranstaltung gegen die Entlassung des Leiters der Cinémathèque Française.
Sie teilen nicht nur die Liebe zum Film, sondern auch das Verlangen nach sexueller Befreiung. Da ihre Eltern für eine Woche verreist sind, laden die Zwillinge Matthew für diese Zeit zu sich nach Hause ein.
Was als harmloses Film-Quiz in der elterlichen Wohnung beginnt, entwickelt sich peu à peu zu einem gefährlichen Spiel um Lust und Begierde.
Bernardo Bertolucci schenkt uns mit dem Film „Die Träumer“ eine Meisterwerk, dass subtil und voller Erotik genau die Stimmung der 68er Generation und Revolution in Paris wiedergibt. Eine Generation die nicht mehr mit den Lügen und dem Nicht-Sprechen ihrer Eltern leben will, die eine neue Lebensweise, abgekehrt von der Verklemmtheit vorhergehender Generationen, will, aber kein klares Bild davon, wie das aussehen könnte und versucht, durch Erfahrungen und Grenzerweiterungen ihren Weg zu finden. [...]