Zu diesem kleinen Bericht haben mich Fragen und das leichte Durcheinander danach in unserer BloggerInnen-Gruppe auf facebook angeregt. Viel mehr verrate ich an dieser Stelle aber lieber nicht über das Erlebte, da man sich darauf geeinigt hat, nichts von dort nach außen dringen zu lassen.
Die Frage, um die es in Kern geht, wurde schon öfter gestellt. Soweit ich mich erinnere, immer mit der gleichen Folge: Einer Lagerbildung mit langen Diskussionen darüber, ob man einen Gewerbeschein braucht, wenn der eigene Blog geschäftlich gut läuft, man immer mehr Anfragen von Agenturen und Werbungtreibenden hat … oder, man sich mit dem Gedanken trägt, eine kleine PR-Agentur, vielleicht auch erst mal online, zu starten.
Die Antwort ist ganz einfach: Ja, man braucht einen Gewerbeschein, so man keine andere Gesellschaftsform für das Unternehmen wählen will. Und das ist auch kein großes Ding, mit seinem Ausweis, einer Meldebescheinigung und einem Betrag um die 40 Euro herum zur Gewerbemeldestelle des örtlichen oder städtischen Ordnungsamtes zu gehen, und den binnen Minuten zu lösen. Die Mitarbeiter dort helfen bei der Identifikation des beziehungsweise der richtigen Gewerbe und schon beginnt alles in die richtige Richtung zu laufen.
Januar 2012

Foto: Christmasworld
… zumindest auf der Christmasworld in Frankfurt, der Fachmesse rund ums Weihnachtsfest – und wie es sich für eine Weihnachtsmesse gehört, gibt es auch einen Baum. Dieser wurde aber nicht von irgendwem mit ordentlich viel Lametta geschmückt (Horstson-Leser wissen, dass ich mich in meiner Kindheit durchaus mit Lametta konfrontiert sah), sondern Jean Paul Gaultier dekorierte den Baum. Ja, da wundert man sich, hätte man damit doch gar nicht gerechnet.
Gaultier, der in der Boulevard-Presse den Vornamen „Enfant Terrible der Mode“ zu haben scheint, hat den Baum natürlich für den guten Zweck geschmückt (wird in Paris versteigert) und äußerte sich allerdings gegenüber der Bild wenig euphorisch über sein Machwerk: „Er ist Dekor, künstlich. Ich mag ihn, doch für mich sollte ein Baum traditionell sein und duften.“ – ja warum hat er dann nicht so einen Baum designt??
Na dann – Schöne Bescherung!
Schwarze DNA-Codes degradé auf weiße Stoffe gebatikt, aber auch mal nur Farbverläufe im Stoff… das ist die Kurzbeschreibung des Blickfanges der neuen Kollektion der Meisterin der Männer-Verkleidung, Ann Demeulemeester.
Bei den Grundformen und Silhouetten der Outfits bleibt sie sich treu. Selbst das normalste Jackett kommt noch mit leicht veränderter Linie daher, der Mann, der das trägt, arbeitet ohnehin nicht als Berater oder in der Bank. Dahin könnte er nicht mal die Oberteile tragen, die Ann Demeulemeester als schmale feingestrickte Pullis oder Hemden im Tunikaschnitt gestaltet hat, mal bis zum Knie reichend, mal kürzer und durchbrochen von einem T-Shirt zum Drüberziehen, das kurze Ärmel hat. Der Lagenlook wird neu belebt und modernisiert.
Schade drum: Es schließt sich ein Kapitel Zeitschriften-Geschichte: Die Feld 100 wird eingestellt. „Der FELD-Verlag hat seine Arbeit eingestellt. Die FELD 100 wird daher nicht mehr weitergeführt.“ – so steht es in der Mitteilung der Feld 100 und beschließt somit das Ende des intelligenten Magazins auf höchstem visuellen und inhaltlichen Niveau.
Erst im August letzten Jahres wurde aus der “Feld Hommes” die “Feld 100″. Die “Feld Hommes” wurde mit zahlreichen Designpreisen (u.a. 2007 als bestes Männermagazin bei den Lead Awards) ausgezeichnet.
Wir bedanken uns für knapp 5 Jahre bester Unterhaltung!
Das zweite Comeback: Nachdem die Bruno Pieters Kollektion für die Fast-Fashion-Kette „Weekday“ eher eine Enttäuschung war und sich insbesondere dadurch auszeichnete, dass es den einzig nennenswerten Entwurf (den Mantel) nicht gab. In meinen Augen haben die typischen Weekday-Käufer die Kollektion sowieso nicht verstanden (das hat bei Pieters schon eine gewisse Tradition, denn bei seinem ehemaligen Arbeitgeber HUGO sind auch nur die wenigsten Teile im Verkauf gelandet) und nun geht Pieters halt mit einem eigenen Label an den Start: Honest by.
Wenn Alber Elbaz und Lucas Ossendrijver über Relevanz in der Männermode pilosophieren, dann findet das Ergebnis seinen Niederschlag in der Kollektion für den kommenden Winter. Der ja ein Winter der Anzüge wird. Das war den beiden Könnern aber als Ansatz zu wenig komplex und aussagekräftig. Es ging darum, Modernität neu zu definieren. Lanvin ist schließlich nicht Rick Owens, Raf Simons oder Ann Demeulemeester.
Der Mann in Lanvin ist ein Luxuskunde im oberen Preissegment, da funktionieren schrill-originelle Ideen nicht. Alles an Lanvin muss auch immer Beständigkeit haben im Konzert der Kollektionen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Eine Kollektion, die stellenweise nach Zitaten auf Retro-Effekte anmutet, bei der aber die Modernität überwiegt.
Patricia Stone und Edina Moonson sind zurück. Endlich!
Vor kurzem flimmerten die ersten Episoden aus Staffel 6 der Britischen Kultserie „Absolutely Fabulous“ über die Bildschirme der Insel – zeitgleich wurde ein Making Of Video der UK Vogue im Internet veröffentlicht, denn die beiden Ladys (eigentlich Jennifer Saunders und Joanna Lumley) sind die neuen Gesichter des US-Schmucklabels Alexis Bittar. Wieso ist da eigentlich noch keiner vorher drauf gekommen?
Mancher Ort hat etwas Magisches und Faszinierendes und verrät viel über seine Bewohner.
Ein solcher Ort ist ohne Zweifel das Privat-Appartement von Coco Chanel in ihrem Modehaus in der Nummer 31 der Rue Cambon in Paris. Nicht nur, dass es relativ
ungewöhnlich ist, dass die Modeschöpfer über ihren Geschäften wohnen – das erstaunliche ist, dass seine Bewohnerin schon 1971 verstorben ist, das Haus und die Geschäftsräume etliche Male erweitert und umgebaut wurden, das Appartement aber heute noch im Original-Zustand erhalten ist.
Nur zum Schlafen ging Mademoiselle früher abends in ihr Zimmer im gegenüber liegenden Hotel Ritz. Am Tag hielt sie sich hinter den Spiegeltüren auf, die kaum merkbar für die Mitarbeiter, zu ihrer Wohnung über den Couture Salons im zweiten Stock führen.
Letze Woche hatte ich die einmalige Gelegenheit, die Wohnung zu besichtigen und mich einen Nachmittag lang darin auf zu halten, ein mystischer Ort und ein besonderes Erlebnis, denn kaum ein anderer Ort der Mode ist so Symbol geprägt und atmet noch heute den Geist seiner Besitzerin.
Die Couture-Schauen in Paris sind zu Ende und es geht auf die Academy Awards zu. Da gilt es nun keine Zeit zu verlieren, wenn man eine der kostbaren Roben auf dem Roten Teppich vor dem Kodak Theatre und drinnen tragen und die Konkurrenz damit überstrahlen will.
In welchem Kleid werden die wunderbare Meryl Streep oder die etwas blasse Michelle Williams ihren Oscar für die beste Hautdarstellerin entgegen nehmen? Streep kann da ja ganz entspannt rangehen, sie gilt schon seit mehr als zwanzig Jahren als die Nummer eins unter den Schauspielerinnen, wurde bisher rekordverdächtige siebzehn Mal von den Mitgliedern der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences nominiert und hat bereits zwei der goldenen Statuen verliehen bekommen. Aber so wie ich sie einschätze, wird sie wieder sehr elegant aber dennoch zurückhaltend gekleidet sein, da sie weiß, wie matronenhaft und gealtert man mitunter in allzu pompösen Roben wirkt. Meine Stimme hat sie auf jeden Fall.
Da all unsere Leser diesen Sonntag sicherlich vor der Glotze verbringen und sich auf 3Sat den Mode-Thementag „Mode Models Marken“ ansehen, haben wir für die Moderations-Pausen schnell die Horstson-Wochen-Highlights zusammengestellt.
1) Am Mittwoch begeisterte sich Daisydora für die Haute Couture Show von Dior.
2) Seit Freitag gibt es die langersehnte CD von Lana Del Rey, Jan Who hatte sie schon am Donnerstag und so gab es gleich morgens am Veröffentlichungstag seine Rezension.
3) Diskussionsstoff bescherte und Daisydora am Freitag in Form von ihrem Artikel Hart und unfair?!
4) In Peter’s Cuttings am Montag ging es um den Inneneinrichter Miles Redd.
5) Einen Blick auf die Haute Couture Kollektion von Chanel warf Peter am Donnerstag.
6) Erklärungsbedarf erbat Horst am Montag – Für wen ist die Fall/Winter 2012/2013 Kollektion von Thom Browne gedacht?











