Baron Münchhausens Ururenkelin oder nur die nervigste Tratschtante, auch modisch gesehen?
Sonntag, 16. Oktober 2011 19:00
„Sag meiner Mutter nicht, dass ich in der Werbung arbeite, sie glaubt, ich bin Pianist in einem Bordell.“
So lautet der deutsche Titel eines ehemaligen Bestsellers der Werbebranche, für
den die allermeisten von euch wahrscheinlich zu jung sind. Der für François Mitterand zweimal („die ruhige Kraft“, 1981 und „Generation Mitterrand“, 1988) überaus erfolgreich wahlkämpfende, französische Starwerber und PR-Spezialist Jacques Séguéla hatte darin auf überaus selbstreflektive Weise sich, die Akteure, die Methoden und Wirkungsmechanismen der Werbebranche und ihrer Kunden, zur damaligen Zeit der Siebziger- und Achtzigerjahre, beschrieben und das Selbstbild der eitlen Branche schon mit seinem provokanten Buchtitel konterkariert.
Das Berufsbild der Werber genießt zwar bis heute eines der geringsten Sozialprestige beziehungsweise Ansehen bei der normalen Bevölkerung, aber es gibt ja zum Glück immer neue Feindbilder und äußerst seltsame Berufe, die einem noch wesentlich suspekter sein können und – wenn es nach mir geht auch – sollten. [...]
Thema: Allgemein | Kommentare (16) | Autor: Daisydora









































