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Oktober 2011

Allgemein

Halloween Sammelpost

Dieser Post ist ein Sammelpost – der Einfachheit halber packen wir diesmal alle Halloween-relevanten Themen in einen Artikel. Letztes Jahr hatten wir Horstson sogar noch umdekoriert: Das kam bei mir richtig gut an, als die ganze Zeit irgendwelche Fledermäuse über den Bildschirm flatterten und sich oben rechts in der Ecke ein Kürbis drehte. Leider nervten die Fledermäuse die Leser und nach drehenden Kürbissen ist mir dieses Jahr nicht – drum verzichten wir dieses Jahr auf derlei Amusement und es kommen ungeschmückt alle Themen in Kürze, die wir sonst über den Tag verteilt der staunenden Leserschaft präsentiert hätten…

… und auch ein very langweiliges Video von Babette Pauthier, in dem uns vier verschiedene Schals von Alexander McQueen das Fürchten lehren…

…und ich bin ein großer Fan von Lugosi. In einem richtigen Artikel hätte ich angeregt den Umhang für nächstes Halloween zu ersteigern und klargestellt, dass DAS in meinen Augen richtiges Vintage ist.

In diesem Sinne: Happy Halloween oder so…

Allgemein

Peters Cutting’s – Männer Models der Achtziger

Kommt man dieser Tage an Litfaßsäulen und Plakatwänden vorbei, wird man in fast allen Städten von der neuen H&M-Männerkampagne begrüßt. Tony Ward und Mark Vanderloo stellen die Modelle der Winterkollektion vor. Bei Mark Vanderloo kommt mir da in den Sinn, den gibt’s doch schon ewig. Der lächelte doch schon vor zwanzig Jahren aus der BOSS-Werbung??!!
Und schon sprudelte die Erinnerung bei mir und längst vergessene Namen kamen mir in den Sinn. In den Achtzigerjahren, mit Beginn der Supermodel-Ära bei den Frauen, kam die große Zeit von Linda Evangelista, Claudia Schiffer, Karen Mulder, Cindy Crawford, Christy Turlington und Veronika Webb … und mit einem Mal kamen erstmals auch die Namen der bis dahin unbekannten männlichen Models an die Öffentlichkeit.

Modebewusste Männer der beginnenden Achtzigerjahre trugen in der Regel italienische Designer und Fabrikate: Strick von Umberto Ginocchetti, Gianfranco Ferré, Enrico Coveri und Missoni hatten ihre Hochzeit. Armani stieg zu einem der berühmtesten Designer auf und Valentino machte seine Herren- und die Jeanslinie populär. Junge Designer wie Romeo Gigli wurden lanciert und Italien galt als Mittelpunkt des männlichen Stils und Geschmacks.
Die neu aufkommende Sportswear wurde mit C.P. Company, Stone Island, Iceberg und den viel begehrten Best Company Sweatshirts ebenfalls mit Inputs aus Italien versorgt. Die Männer-Modebibel schlechthin war die monatlich erscheinende L’Uomo Vogue aus Mailand, herausgegeben von Condé Nast; photographiert wurde das Ganze von Bill King, Bob Krieger, Albert Watson und Arthur Elgort, den Photographen der Zeit.

In Deutschland machten die umtriebigen Gebrüder Holy die bis dahin biedere Marke BOSS zu der Modemarke mit internationalem Flair und legten den Grundstein des heutigen Mega-Weltkonzerns.
Dafür schalteten sie regelmäßig Kampagnen, die von Bob Krieger aufgenommen wurden, mit immer denselben Models, die den Lifestyle und die Welt ihrer Männermode repräsentierten.
Das besondere Objekt der Begierde, später zum BOSS-Mann erklärt, war das aus Florida stammende amerikanische Männermodel Michael Flinn. Flinn war bei der damals tonangebenden Agentur Wilhelmina unter Vertrag und repräsentierte perfekt den Männertypus der Achtzigerjahre. Eher ein bisschen gesetzt, das Alter kaum einschätzbar, machte er auf casual, elegant und smart. So wollte man (ich damals Anfang zwanzig) gerne sein. Zurück gegelte längere Haare, Sakkos mit überschnittener Schulter und oversized Lässigkeit-Kombinationen und so eine Art vorgegaukelter Mailänder Stil machten die Kampagnen aus.
Flinn war allover. Für fast alle italienischen Labels wurde er gebucht und die Photographen rissen sich um ihn. Auch das damals aufkommende Kultbuch, die Fitnesswelle rollte, Working out von Ken Haak, in dem Männer in kleinen Glanzsporthöschen und Speedos erklärten, wie man sich stählt, war mit Photos von Michael Flinn versehen. Eines der ersten Bücher, das zum Kultobjekt beim überwiegend homosexuellen Männerpublikum wurde. Michael Flinn legte den Grundstein zur Personifizierung von männlichen Models, die vorher Dressmen hießen und eher unbekannt – jedenfalls namenlos – waren.
Walter Schupfer, Marky Mark, heute wieder unter seinem Namen Mark Wahlberg bekannt und viele andere folgten. Anfang der Neunziger bekam der BOSS-Mann Gesellschaft und Mark Vanderloo tauchte das erste Mal in den BOSS-Kampagnen auf. Er scheint nicht zu altern, verändert nie grundlegend seinen Typ und gehört bis heute, und das seit Anfang der Neunzigerjahre zu den erfolgreichsten und meistgebuchten Male-Models der Welt.
Obwohl sich in den letzten zehn Jahren ein ganz anderer Modeltyp durchgesetzt hat, eher schmal, boyish und ultraskinny, sind bestimmte Models doch immer nachgefragt und haben eine unendlich lange Lebensdauer in der Branche, da ihre persönliche Ausstrahlung einfach in viele Zeitgeistphasen passt. Das Phänomen ist, dass das bei Frauen und Männern gleich ist. Naomi, Ines de la Fressange oder Kate Moss werden sich immer wieder dem unterschiedlichen Zeitgeschmack anpassen, bei den Männern ist es ebenso. Fast jeder Mann kann sich vorstellen, Klamotten zu tragen, die Mark Vanderloo präsentiert. Es sind die Klassiker der Branche. Auch Ralph Lauren hat Männer, die immer wieder in den letzten dreißig Jahren in den Kampagnen auftauchen. Vielleicht sind Menschen in der Mode doch gar nicht so austauschbar … jedenfalls nicht auf lange Sicht. Wenn sie sich gut wandeln können – ohne sich zu verwandeln.
Übrigens möchte ich heute nicht mehr wie Michael Flinn aussehen und ein Geheimnis verrat ich euch noch: Ich bin auch nicht mehr unsterblich in ihn verliebt. Den Valentino Katalog von Bill King aus 1984 hab ich aber dann aus Sentimentalität doch aufbewahrt, weil er der schönste Katalog ist, mit den tollsten Achtzigerjahre Männern …

Horstson fragt nach

Wir sollten mal über unbedingt erforderliche Bloggerfähigkeiten und Weiterbildung reden, Rene ….

Unter Bloggern und Bloglesern ist das Thema ja immer wieder mal heiß umstritten: Was sollte oder muss ein guter Modeblogger fachlich draufhaben? Braucht man zum Modebloggen auch Materialkunde-Fachwissen, oder reicht es vollkommen aus, von Mode begeistert zu sein und eine überdurchschnittliche Affinität zu den aktuellen Kollektionen vieler Hersteller aufzubauen?

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Allgemein

Die Woche auf Horstson

Da hätte ich doch durch das lästige Zurückdrehen sämtlicher Uhren in unserem Horstson-Tower glatt den Wochenrückblick vergessen – Das geht natürlich gar nicht.
Wie schön das ihr heute eine ganze Stunde mehr Zeit habt um nochmals die Highlights der vergangenen Woche zu geniessen.
1) Am Mittwoch lieferte uns Daisydora endlich mal wieder einen Bericht zu meinem Lieblingsthema „Ringel“ und was noch dazu gehört.
2) Und am Donnerstag legte Daisydora mit Ihrer Rollkragenpulloverparade gleich ein tolles Thema für den startenden Winter nach. Ich muss dringend meine Finanzen checken, der Pulli von Balenciaga muss bei mir einziehen…
3) Auf dem PR-Termin von COS hat sich Horst am Mittwoch für Euch rumgetrieben und gleich mal einige Bilder der kommenden Spring/Summer Kollektion präsentiert.
4) Über die sieben Icons von Louis Vuitton konnte am Dienstag Daisydora berichten. Ich mag besonders die wunderschönen Zeichnungen von Garance Doré.
5) Dank des Camouflage Make Up von Dermablend kann man Rick Genest ohne seine Tattoos bewundern. Den äusserst gelungen Spot zum Thema zeigte Horst am Montag.
6) Kekse von Walter van Beirendonck machten Horst am Mittwoch komplett glücklich!

Horstson fragt nach

Hallo Asmona, lass uns bitte mal über BeautyBlogging und all die tollen Helferchen reden.

Zuerst oute ich mich hier zum wiederholten Male als ganz schlimme Kosmetiktante, damit du weißt, mit wem du das Gespräch führst. Es gab Zeiten, da dachte ich, für meine weichen Fusselhaare müsste es zumindest Shampoo von Kanebo oder Phyto sein, da mir von preisgünstigem Haarshampoo von L’Oreal möglicherweise ein paar meiner vielen Haare ausfallen könnten … heute verwende ich nur noch Haarprodukte von Philip B. und denke sowas Schlimmes nur noch von Dove … Ich kann die Kerle mit ihren Natürlichkeitslügen nämlich nicht leiden. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass es sich um einen echten Berufsschaden handelt, der nur schwer auszukurieren ist … Kurz: Ich glaube alles, was gute Forschung hervorbringt.

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Rendezvous – hübsche Kleidchen für nette Verabredungen

Naturgemäß ist mir nicht entgangen, dass man heute zu jeder Verabredung seine Lieblingsjeans oder was auch immer tragen kann. Es ist ein bisschen aus der Mode, sich für Andere hübsch zu machen … oder liegt das etwa daran, dass wir nichts davon bemerken, weil junge Frauen heute, wie Wolfgang Joop das unlängst in einem Interview monierte, das Styleranking mit ihm führte, eine Art Nuttenlook tragen, selbst in Paris… Wenn man dann noch davon gehört hat, dass er davor der BUNTEN erklärte, alle Frauen kleideten sich gleich und Mütter würden heute wie ihre Töchter angezogen sein und umgekehrt, dann besteht da glaube ich etwas Beratungsbedarf …

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Die nettesten Seiten des GlizzBiz …

Weil die besten Fotografen der Welt sowie Topmodels ständig von a nach b zu fliegen haben, trifft man die wichtigsten Akteure der Modebranche ständig in Flugzeugen, bei Topfotografen gerne in der First Class … da trifft dann Terry Richardson ganz ohne Verabredung auf Peter Lindbergh, man hält ein Schwätzchen und am Ende macht der Herr Kollege ein nettes Foto und schießt einen der besten Kollegen ohne jedes Posing als netten Onkel mit nagelneuem Homer Simpson Skateboard unter dem Arm und einem großen Lächeln ab …

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Herrenschuhe – Deutschlands TOP 10

Schuh-Top-10-Herbst-Winter-2011

Immer wenn die Top 10 der Lieblingsschuhe der Deutschen von Deutschen Schuh Index veröffentlicht wird, werde ich ganz sentimental – WARUM BLOGGEN WIR HIER TAG EIN, TAG AUS SO TOLLE SCHUHE UND ES HÄLT SICH EINFACH KEINER DRAN?
Naja – man soll die Hoffnung nie aufgeben und bis sich ein Lanvin oder Burberry Schuh in die Top 10 verirrt, wird es wohl noch etwas dauern…
Ich bin mir sicher das die Horstson-Leser mit aller besten modischen Beispiel voran gehen und keine Geka-Schnür-Boots (Platz 4) im Schuhschrank haben… Oder etwa doch?

Bild: Deutscher Schuh Index

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Modenachwuchsförderung

Jungs werden Astronauten oder Handwerker, Mädchen werden Hausfrau oder wenn es gut läuft Prinzessin. So war das damals – in den gängigen Kinderbüchern meiner Kindheit wurde dieses Klischee oft und gerne bedient – im besten Falle gewann man sogar durch Pitje Puck erste Einblicke in den lustigen Arbeitsalltag eines Briefträgers. Das hat den Kindern nicht geschadet und auch ich fliege 30 Jahre später weder ins Weltall, installiere keine Rohre und trage auch keine Post aus – nein. Ich stehe mitten im Leben, bilde mir eine Meinung und stehe sogar dazu – das hat Pitje Puck auch immer so gemacht und dank diverser Bandenkriege habe ich gelernt, mich zu wehren und wenn ich richtig Mist gebaut hatte, bekam ich auch richtig Ärger und habe weder meine Eltern angezeigt noch ins Fernsehen gezogen. Die Mädchen hatten auch eher Jeans von Jinglers an – das hatte den Vorteil das man sich gleich vor Ort mit ihnen prügeln konnte, wenn man sie wieder zu sehr geärgert hatte.

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Toni Garrn, die etwas bessere Diane Kruger x Adrien Brody x Ellen von Unwerth x ZEISS Kunstkalender 2012

Complementing Moments, so der Titel des dritten Zeiss Art Kalenders, über den sich nur ganze 1.000 Auserwählte werden freuen dürfen. Kalender in Limited Editions werden ja mehr und mehr zum Statusprojekt bei den Marken, die welche herstellen lassen und zum Statusobjekt bei denen, die einen der Wenigen bekommen.
Ich muss gestehen, ich habe mir noch nie gewünscht, zum Kreis der Beschenkten zu gehören, wenn es zum Beispiel um den Lambertz Kalender ging, den der selbstverständlich sehr hoch geschätzte Printen-Boss Dr. Hermann Bühlbecker spätestens seit Germanys Next Tomodel als Plätzchen geborene Symbiose aus den jeweiligen Kandidatinnen und seinen Leckereien herstellen lässt. Da muss schon mehr dran sein, so wie hier.
Fotografiert hat Ellen von Unwerth. Inspiriert hat sie sich unter anderem in Deutschen Filmmuseum in Berlin bei Fritz Lang und Freunden. Darsteller sind der großartige Adrien Brody, der so was wie das inoffizielle Pendant zu Tilda Swinton ist, wenn es um natürliche Eleganz geht. Und, die wunderschöne Toni Garrn, die von Jahr zu Jahr eleganter wird. Für mich ist sie die viel bessere Diane Kruger, wenn ich das Bild mit den Chanel Perlenketten sehe.
Dr. Michael Kaschke, CEO der Carl Zeiss AG, sowie Foto-Agentin- und Galeristin Anke Degenhard luden ins Haus der Photographie. Dort konnten die geladenen Gäste in Anwesenheit der Fotografin Ellen von Unwerth die riesengroßen Prints der zwölf Kalendermotive im Hollywood-Filmstil der 20er Jahre bewundern, die ich für sehr gelungen halte.
Was sagt ihr denn dazu?
Findet ihr diese limitierten Kalender begehrenswert oder langsam eher doof, weil man die PR-Absichten dahinter einfach zu sehr um die Ohren gehauen bekommt? Und wie gefällt euch der ZEISS Kunstkalender mit Adrien und Toni?