Beiträge vom Juli, 2011

World Wide Carpets – Die Google-Earth-Teppiche des David Hanauer

Sonntag, 31. Juli 2011 19:00

Ich bin ein echter Teppichmuffel – will zuhause am liebsten barfuß auf Holpzarketten rumlaufen. Aber der Idee von Teppichen, die mit verfremdeten Luftaufnahmen gestaltet sind und laut dem Designer, David Hanauer, wie zeitgemäße Perserteppiche wirken, kann ich etwas abgewinnen. Die Teppiche, die er mit kaleidoskopisch angeordneten, gespiegelten Details aus Luftaufnahmen von Google Earth bedrucken lässt, wirken eher wie große Bilder für den Boden, als dass sie das heimelige und mir manchmal zu Plüschige von traditionellen Teppichen an sich hätten.
Alleine die Idee dazu, ist großartig. Man nimmt eine Errungenschaft unserer Zeit und macht mit Kreativität und Erfindergeist etwas daraus, das einen Gebrauchsgegenstand modernisiert und künstlerisch anreichert. Auf einem Teppich von David Hanauer kann man auf Siedlungsteilen der Wüstenstadt Las Vegas wandeln, auf Kleingartensiedlungen, Ballungsräumen, Gärten und Brachen zwischen Wäldern. Durch die Verfremdung und Anordnung der mit gekonntem Blick gespiegelten Details aus den Luftaufnahmen entstehen moderne Muster, die als Zitate auf die gelernte Symbolik von Perserteppichen verstanden werden können. [...]

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Die Woche auf Horstson

Sonntag, 31. Juli 2011 10:01

Gestern abend waren Horst und ich im Kunstcamp vom bald stattfindenden Hamburger Dockville-Festival. Ich musste da hin, denn Aerea Negrot, ein Teil der Besetzung meiner Lieblingsband, war ein Teil des Abendprogramms.
Und ähnlich abwechslungsreich wie der Auftritt der stimmgewaltigen Dame war die vergangene Woche auf Horstson…
1) Daisydora hat uns von der zum Verkauf stehenden Villa von Wolfgang Joop berichtet. Wir sind uns sicher, der Prachtbau geht weg wie warmes Brot.
2) Sehr zu meiner Verwunderung fanden die Schuhe von Burberry Prorsum aus der kommenden Fall/Winter Season von denen Horst erzählt hat, keinen Anklang bei Euch.
3) Eine gewohnt wunderschöne und sehr lehrreiche Geschichte über die filigrane Handwerkskunst im Hause Chanel steuerte Peter bei.
4) Im traurigen Andenken an Amy Winehouse hat Jan Who eine Liste mit Songs zusammen gestellt in denen Drogen eine große Rolle spielen.
5) Die Kollektion von Tom Ford kam bei den Horstson Lesern extrem gut an. Nur an den weissen Socken scheiden sich die Geister.
6) Balmain macht jetzt auf günstig. Aber “günstig” liegt ja immer im Auge des Betrachters.

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Numéro Homme Tokyo x Hello Kitty

Samstag, 30. Juli 2011 16:10

Heute habe ich wieder den Teil der Jugendkultur gesehen, den ich nicht verstehe – die Cosplayer. Das sind Jugendliche, die in größeren Gruppen erscheinen und zumindest in Hamburg vor oder im Hauptbahnhof rumstehen und blöde Kostüme anhaben, die im entferntesten an die großartigen Kostümierungen japanischer Teenager erinnern nur nicht so gut aussehen, sondern eher an die Verkleidungen aus dem örtlichen Faschings-Bedarfs-Laden erinnern und entsprechend billig aussehen. Eine der Mädchen hatte ein Hello Kitty Kostüm an und ich finde, dass Hello Kitty durch derlei Quatsch ein großes Imageproblem hat. Es ist also Zeit für einen Imagwandel und der erste Schritt ist getan: Neben dem Männermodel Harry Goodwins hat es Hello Kitty auf das Cover der kommenden Ausgabe der Numéro Homme Tokyo geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

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Khaki-Pants mit Charakter – Dockers Alpha Khaki

Samstag, 30. Juli 2011 10:12

Man macht ja alles für irgendwelche Menschen, die das kaufen und gerne tragen sollen, was man designt und herstellt. Die Leute von Dockers hatten den Real Man im Auge, als sie ihre weite Range an Khakis und Chinos aller Schnitte, Materialien und Verarbeitungsstile nunmehr die Designlinie Dockers Alpha Khaki erweiterten, um auch wirklich allen Ansprüchen der Khakiliebhaber des einundzwanzigsten Jahrhunderts voll und ganz zu entsprechen. Auch modisch: Denn, die Alpha Khaki ist in nicht weniger als zehn verschiedenen Farben und drei abgestuften Aged Designs erhältlich. [...]

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Ist das Kunst oder kann das weg? Marc Jacobs’ neue Kampagnen…

Freitag, 29. Juli 2011 16:55

Die Frage oben stelle ich auch nur, weil Cerith Wyn Evans auf den von Jürgen Teller fotografierten Kampagnen-Motiven von Marc Jacobs zu sehen ist. Evans ist seines Zeichens britischer Künstler und hat in den 80ern den Underground-Film ‘Epiphany’ gedreht. Das knapp 20minütige Werk hatte ich vor Urzeiten mal gesehen, um ehrlich zu sein nicht wirklich verstanden aber zwei Personen blieben in meinem Gedächtnis: Leigh Bowery und Trojan. Letzterer ist eine Nachtclub-Legende aus London und kurzzeitige große Liebe des unglaublichen Leigh Bowery, der noch heute als großes Vorbild vieler Designer genannt wird und viel zu früh verstorben ist.
So – und eben dieser Cerith Wyn Evans ließ sich diverse Luftballons an seinen Penis binden, von Jürgen Teller ablichten und das mehr oder minder interessante Werk ist jetzt die Fall/Winter 2011/2012 Kampagne für Marc Jacobs…
Was denkt Ihr über die Motive?
Weitere Bilder gibt’s nach dem Klick [...]

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Musikalisches zum Wochenende x Auf Drogen

Freitag, 29. Juli 2011 14:49

Ja auch wir beleben alt bewehrtes wieder und ich hoffe euch jetzt wieder regelmäßig mit monothematischer Musik zum Wochenende beglücken zu dürfen. Warum zum Einstieg dieses Thema liegt natürlich auf der Hand.
Der Tod Amy Winehouse hat in jeglichen Medien die Diskussion über Sinn und Unsinn von Drogen wieder einmal angefacht. Wer was wie oft und vor allem warum konsumiert soll an dieser Stelle nicht Thema werden. Auch nicht die Frage ob Alkohol und Zigaretten als Droge bezeichnet werden können. Vielmehr geht es um das Thema: Suchtmittel in Songs. Mal in Form von Joints, von Zigaretten, Drogen im Allgemeinen, Entzug und so weiter. Die Liste der Anspielungen auf Suchtmittel und vor allem auch der Liebe als Droge sind schier endlos. An dieser Stelle sei mir verziehen, dass ich mich auf ein relativ eng gefasstes Musikfenster beschränke und Musik-Jahrzehnte wie die 70er/80er Jahre nicht berücksichtige. Es ist ja auch nur eine kleine spontane Auswahl. Ich verzichte aber auf „Rehab“ von Amy Winehouse. Traurig genug, dass sie sich sklavisch an den Refrain hielt. [...]

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Es gibt immer weniger Menschen die Napoleon noch kannten – Madame Pouzieux

Freitag, 29. Juli 2011 11:36

Jeden Tag berichten wir hier bei Horstson über Trends, Mode, die zukünftigen Kollektionen. Alles dreht sich um die Welt der Mode – von ganz billig bis ganz teuer und wir werfen auch einen Blick auf die Menschen und die Hintergründe. Diese Geschichten sind es, die das ausmachen, was den ein oder anderen von uns so faszinierte sich mit dem Thema Mode zu beschäftigen oder wie im meinem Fall: Süchtig danach zu machen.

Der geniale französische Doku-Filmemacher Loïc Prigent drehte im Jahre 2004 einer der besten Mode Dokus die es gibt:
“Signe Chanel ” oder wie es bei uns heißt “Im Haus Chanel” – Über den Zeitraum einer Haute Couture Saison wird die gesamte Entstehung einer Kollektion, von der Entwurfszeichnung bis zur großen Modenschau, gezeigt. Man schaut auf amüsante und ungeschminkte Weise hinter die Kulissen und lernt alles kennen, was zur Entstehung einer Kollektion beiträgt. Loïc’s Doku ist eine der besten die je gemacht wurden und andere Modeschöpfer wie Marc Jacobs,Versace oder Sonia Rykiel waren so begeistert, dass er über sie auch Dokus drehen musste.
Das absolute Phänomen, dass in dieser Sendung ans Licht kam, war für mich aber die Bortenmacherin des Hauses Chanel: Madame Pouzieux. Zulieferin bei Chanel seit 1954. [...]

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Wie wohnt eigentlich Richard Branson?

Freitag, 29. Juli 2011 8:57

Bei Richard Branson ist alles etwas größer: Sein Bankkonto (lt. Forbes sollen da ca. 4.000.000.000$ drauf sein), seine Pauschalreisen (Weltraumtourismus-Angebot von “Virgin Galactic Flights”) und eben auch das Zuhause des Virgin-Record-Gründers, denn da handelt es sich nicht um ein paar 1.000m² in bester Citylage sondern um eine Insel mit dem hübschen Namen “Makepeace”. Eben diese 9,2 Hektar große Insel ist seit 2007 in Bransons Besitz und weil er zusätzlich noch das ein oder andere Objekt sein Eigen nennt (z.B. die Insel Necker Island, auf der Branson auch schon von MTV Cribs besucht wurde) und er eh nie da ist, wird Makepeace nun für den geneigten Touristen vermietet – zu einem Preis von knapp 6.000€ pro Person/ Nacht oder 11.300€ für eine ganze Gruppe. Das wird sich nicht jeder leisten können aber gucken kostet bekanntlich nichts… [...]

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Sonst keine Probleme? – Jo Swinson‘s Absurditätenkabinett

Donnerstag, 28. Juli 2011 17:10

Man ist ja Kummer gewohnt, seit elektronische und gedruckte Boulevardmedien weltweit rauf und runter auch über Models und prominente Presenter berichten und solcherart mit kostenlosem oder preisgünstig verfügbarem Material Berichte herstellen und dieser Pseudo-Content dann in Form frei erfundener Frage- oder Problemstellungen allüberall herumgeistert.
Das hat dann mittelbar zur Folge, dass wie im vorliegenden Fall, das ehemals jüngste Mitglied des britischen Parlaments, Jo Swinson, die vermutlich wie viele ihrer jungen und wenig profilierten Kolleginnen darunter zu leiden hat, viel zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen, mit kruden Ideen und verzichtbaren Initiativen um Aufmerksamkeit bettelt. [...]

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Tom Ford Fall/Winter 2011/2012

Donnerstag, 28. Juli 2011 12:32

Denk’ ich an Tom Ford – denk’ ich im selben Atemzug an die glorreiche Zeit der Playboys. Nicht weil Tom Ford ein Playboy (zumindest vom Aussehen her) ein Playboy sein könnte, aber mit Sicherheit nicht ist. Nein – ich denke an Playboys weil die Ford’s-Männer-Kollektionen irgendwas mondänes und luxuriöses umweht und weil der Designer es schafft, Pelze zu entwerfen, die zwar unglaublich bombastisch sind, aber weder an Liberace noch an Zuhälter aus 80er-Jahren Filmen erinnern sondern jedem Skiort in der Schweiz den nötigen Glamour zurückgeben, den bunte Pelzstirnbänder und -Muffs ihnen genommen haben…
Zum Lookbook geht’s nach dem Klick [...]

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