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Juni 2011

Paris Fashion Week

Daumenkino Modenschauen aus Paris…

…am Beispiel von Jean Paul Gaultier, der Donnerstag seine Spring/Summer 2012 Schau hatte.
Das Problem ist, dass man nichts mehr so richtig erkennen kann (was bei Gaultier auch manchmal nicht so schlimm ist), diese Art von Präsentation aber auf jeden Fall mal was anderes ist.
Zu den Daumenkino-Schauen von Mugler (auch nicht schlimm das nichts zu erkennen ist)und Dries Van Noten (schade) gehts nach dem Klick

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Paris Fashion Week

Walter Van Beirendonck Spring Summer 2012 ‚CLOUD #9‘

„OH – Leigh Bowery?“, musste ich denken, als mir Blomquist gestern Nachmittag ein verwackeltes Handybild von der Walter Van Beirendonck ‚CLOUD #9‘-Schau schickte. Aber der großartige Leigh (links, Bild entstanden Anfag der 90er Jahre) war es natürlich nicht, der unter dem Crinolinen-Tüll-Dings-Bums steckte, sondern ein Model.
Die Kollektionsteile, die zurecht den Namen ‚CLOUD #9‘ tragen und aus der Collaboration zwischen Erwin Wurm und Beirendonck entstanden, sind, ich gebe es zu, untragbar. Aber darum gehts manchmal nicht – tragbar waren bekanntlich die Entwürfe von Leigh Bowery auch nicht und er beeinflusst bis heute die Modewelt…
Der Rest der Kollektion ist eher klassisch „Van Beirendonck“: Gewohnt kreativ und Geschmacksache.
Zu weiteren Laufstegbildern gehts nach dem Klick

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Allgemein

Inspiration? Xili Bro vs. Maison Martin Margiela

Xili Bro kennen wir noch: Er wurde vor ein paar Anfang 2010 durch Zufall in der chinesischen Küstenstadt Ningbo abgelichtet, sah sich sich dann einer enormen (unfreiwilligen) Medienpräsenz ausgesetzt, weil sein Look sowas wie moderner Japan-style Mix-and-Match war, und ihm dadurch eine Hingabe zur Mode nachgesagt wurde. Später tauchten dann Videos bei auf, die Bro gar nicht mehr modern zeigten: Er lief vor Menschen weg, weil er vor ihnen Angst hatte und sich bedroht fühlte. Soweit, so schlecht – als ich dann heute ein Bild auf Style.com entdeckte, fühlte ich mich an Xili Bo erinnert, auch weil der Margiela Mantel (F/W 2011) aus einem Schlafsack hergestellt wurde. Oder täusche ich mich?

Paris Fashion Week

Kanye West @ Louis Vuitton

Was ist bloß mit Kanye West los? Blomquist hat mir gerade am Telefon erzählt, dass Kanye West (neben ihm REM Frontmann Michael Stipe, den ich gar nicht erkannt habe) ganz im Gegensatz zu den vorherigen Jahren diesmal ohne große Entourage aus Stylisten, Rappern und Wannabe’s zu sehr wenigen Schauen der Pariser Fashion Week geht und selbst die Fotografen-Schar sich in Grenzen hält. Das finden wir gut und so kann man ganz Yellow-Press-Esque einen Blick auf Kanye West’s Outfit werfen und mein Hauptaugenmerk richtet sich auf die Schuhe:

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Allgemein

Stilvorbilder: Professor Markus Lüpertz

Wenn wir hier in meiner kleinen Reihe der Stilvorbilder schon von außergewöhnlich gut gekleideten Männern reden, dann kommen wir an einem der bestangezogenen Künstler Deutschlands nicht vorbei: Professor Markus Lüpertz ist für mich irgendwas zwischen einer extravaganten Erscheinung und einer wahren Stilikone. Naturgemäß auch in modischer Hinsicht.
Ich glaube, ich habe in den letzten zehn Jahren niemand so regelmäßig perfekt gekleidet irgendwo beobachten können, wie den Maler und ehemaligen Rektor der renommierten Düsseldorfer Kunstakademie. Ganz egal, was er gerade trägt, es passt immer zu seinem Typ und dem Anlass und unterstreicht die modische Attitüde eines Künstlers, der sich nicht hinter Schwarzen Klamotten verstecken mag.
Das Fabelhafte an seinem Stil ist die gelungene Mischung aus maßgeschneiderten, britischen Sakkos aus Tweeds, Samten und Glencheck-Stoffen zu Nadelgestreiftem und farbigen Akzenten, die er so eloquent zu kombinieren versteht, dass ein ganz eigentypischer Stil daraus entstanden ist, den man auf Neudeutsch auch dandyesk nennen könnte.
Seidene Einstecktücher und Schleifen beziehungsweise Fliegen an Stelle von Krawatten, alles im gekonnten Farb- und Mustermix, ergänzen den Lüpertz-Look, der manchmal wirkt wie aus einer anderen Zeit und Welt. Interessanterweise sehen die Outfits aber nie nach Landadel oder Prince Of Wales-Kopie aus, obwohl Stoffe und Schnitte oft Anleihen in diesem Genre nehmen. Man muss das auf jeden Fall mal live gesehen haben um zu erkennen, dass es mehrere Formen von Eleganz gibt…
Über die große Auswahl in diesem Herbst dürfte sich der Herr Professor sehr freuen. Ich hab eine ganze Reihe schöner Sakkos und Hosen und einem Mantel in diesem Stil gefunden. Alles Teile, mit denen man diesen Look, etwas jünger und weniger maßgeschneidert interpretiert, nachstylen kann.

Los geht es mit dem Blau, Creme und Braun karierten Houndstooth Peak Lapel Jackett von Alexander Mc Queen (Reihe 1; links). Das sieht aus wie eine Anschaffung für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre, kostet aber auch knapp 1.400 Euro. Als Sakkos gefallen mir für den Professor Lüpertz-Look außerdem noch besonders: Das Dunkelbraun-Orange melierte Two Button Tweed Jackett von Burberry Prorsum (Reihe 1; rechts), die beiden von Alexander Mc Queen (oben; 2.Reihe) stammenden Sakkos mit Karos. Das hellere nennt sich ganz standesgemäß Prince Of Wales, das dunklere ist ein Karoklassiker, der sich neben den passenden Hosen aus dem kompletten Suit wirklich gut zu vielen weiteren Stoffhosen – insbesondere auch Cord- und Samthosen – kombinieren lässt.

Der feine Etro (oben links) Plaid Cashemere Blazer ist so schön mit der typischen Paisley bedruckten Seide gefüttert, dass man ihn am liebsten auch mal andersherum tragen würde. Ein schönes Stück ohne Jahreszahl ist der Velvet Two Button Blazer von Canali. Bleibt noch ein schmal aber nicht eng geschnittenes Sakko von Richard James (oben mitte), das mir wegen der weit gesetzten Blauen Fadenkaros, die über dem Braunen Glencheck liegen, sehr gut gefällt.
Modisch auf der Höhe der Zeit, aber gleichzeitig klassisch-solide wirkt der Braun-Rot karierte, schmale Mantel mit verdeckter Knopfleiste von Paul Smith (oben rechts), dessen asymmetrische Patten-Anordnung einen extra modischen Akzent setzen.


Dazu und natürlich zu den Sakkos passen perfekt die Roten Coin Pocket Trousers von APC (oben; Reihe 1; links) , bei denen mir sofort Schreiberkollege Peter in den Sinn kam…der diesen Stil sehr gut tragen kann. Die zu den beiden schon gezeigten Karosakkos von Alexander Mc Queen (oben; Reihe 1; mitte und rechts) vorgesehenen Hosen können gut auch zu anderen Sakkos kombiniert werden, wenn man jungen Schwung in den Look bringen will. Noch etwas avantgardistischer wirken die Fischgrät-Wollstoffhosen von Neil Barrett (oben; Reihe 2; links) mit dem Farbverlauf von Dunkelgrau zu Hellgrau. Ich hatte euch ja versprochen, den Stil des extravaganten Professors etwas jünger zu interpretieren und dabei helfen solche Hosen, ohne das, was an dem Künstlerlook besonders gut funktioniert, zu zerstören. Auch sehr schön: Die sehr dezent melierten Wool Flannel Trousers von Canali (mitte) und die sehr gelungenen Dunkelgrauen Hosen aus Woll-Denim aus der Hugo Linie von Boss (rechts).

Da fehlen jetzt natürlich noch die perfekten Streifen- und Karohemden, die den Muster- und Farbmix dieses Kleidungsstiles abrunden. Davon seht ihr aber besser ein Andermal, um hier nicht jeden Rahmen zu sprengen. Aber zwei Paar Schuhe zeige ich euch trotz Überlänge noch: Die dandyesken Monk Strap Shoes von Ralph Lauren (oben links) und die Black Ankle Boxcalf Stiefeletten von Ludwig Reiter (oben rechts) aus Wien.
Wer den Lüpertz Stil mag, sollte was in meiner Auswahl gefunden haben, hoffe ich.
Wenn ihr neugierig darauf seid, wie er so denkt und ist, der überaus elegante und selbstbewusste Herr Professor, dann könnt ihr hier noch ein paar O-Töne und Bilder sichten:

Credits: Bilder Markus Lüpertz Screenshots, Mode von www.stylebop.com, www.mrporter.com und www.luisaviaroma.com

Milan Fashion Week

Streetstyle Milan Fashion Week

Würdet ihr euch einen Penis mit Flügeln (könnte von Jeremy Scott sein…) auf den Arm tätowieren lassen? Vermutlich nicht, der junge Herr oben ist da etwas schmerzbefreiter und ließ sich von Tommy Ton während der Mailänder Fashion Week fotografieren.
Auch sonst sind die Herren absolut sehenswert und ich bin gespannt, was ihr von den Looks haltet…

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Allgemein

Viel Wirbel um nix: Mugler’s „Brothers Of Arcadia“ XTUBE-Video

Um Mugler’s „Brothers Of Arcadia“ wurde seit 2 Tagen eine Menge Wirbel gemacht: Erst wurde nur ein kleiner Teaser veröffentlicht, dann gestern ein knapp 4minütiges Video, wo aber immer wieder betont wurde das heute auf der Pornoseite XTUBE eine unzensierte Version veröffentlicht wird, weil der Mugler-Badehosen-Gay-Imagefilm zu hart sei.
Nun wurde „Brothers Of Arcadia“ tatsächlich auf XTUBE veröffentlicht und ich muss sagen:

Lohnt nicht! Aber wer es sehen möchte: Bitte sehr – zum XTUBE Mugler Channel gehts hier entlang.
Für alle anderen habe ich hier das zensierte Video.

Allgemein

Schluss mit Lustig: Jil Sander und Uniqlo trennen sich…

„With the recent completion of the design of the fall and winter collection, Ms. Sander and Uniqlo agreed that they had fully explored the possibilities of their creative collaboration and accomplished what they had set out to do. Consequently, the two parties have decided to wrap up their design consulting agreement with this collection,“ heisst es in der Pressemitteilung von Uniqlo, was soviel bedeutet wie: „Wenns am Schönsten ist sollte man aufhören…“
Eigentlich eine schöne Devise, schade trotzdem – gerade gestern Abend habe ich mir auf der Uniqlo J+ Seite ein paar Teile rausgesucht, die Blomquist mir aus Paris mitbringen soll, wo er heute morgen hingeflogen ist. Hätte ich doch mehr bestellt…

Bild: Jil Sander

Milan Fashion Week

Project Runway Meets Massmarket Icon? – Calvin Klein Spring-Summer 2012

Was machen eigentlich Heidis Project Runway-Designer-Talente?

…das war mein erster Gedanke, als ich die Calvin Klein Kollektion für den Sommer des nächsten Jahres erst einmal in Gänze gesichtet hatte…
So mitten in der Mailänder Männermodewoche machten sich bei mir erste Verständnisprobleme über Kollektionsteile bemerkbar, die auf mich wie Erstlingswerke angehender Jungdesigner wirken. Auch in der von Calvin Klein Chefdesigner Italo Zucchelli geschaffenen Kollektion für das kommende Frühjahr gibt es neben den überrepräsentierten Tanktops, die man eigentlich nur in der Freizeit und zum Sport tragen kann, überweite Bermudas aus einer Art Latex, einem Material, das anscheinend überhaupt keine körpernahe Form annehmen will. Diese Idee will und will mir nicht einleuchten. Wann und wohin trägt man denn sowas, bitte? Und warum um alles in der Welt, soll man kniekurze Hosen kaufen, die einen nicht eben schöner machen?

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Allgemein

Endlich erfunden: Die transparente Schleiertanzhose für den urbanen Modeblogger

Schleiertanz

Horstson sagt BRAVO, Ann Demeulemeester.
Eine unserer liebsten Avantgarde-Designerinnen hat sich endlich all der flehenden Bitten angenommen, die von der kleinen Abordnung einiger tausend Berliner Modeblogger übermittelt wurde. Schränke voll Transparent-Cardigans, Chiffonsakkos und andere kesse Seidenfummel mussten bislang mit grobem und kratzigem Beinkleid kombiniert werden. Da ist man schon die Creme-De-La-Creme des Fashionbizz und trotzdem hatte bislang niemand daran gedacht, dass auch haarige Bleistiftbeinchen nach zartem Stoff verlangen. Nur Naive denken, Chiffon ist der Stoff, aus dem Roben zum Träumen sind. Fashionistos wissen, sie sind die wahren Chiffon-Äffchen, die alles von den Kleiderständern reißen, sobald man nur das Kleingedruckte im Spiegel noch durch den Stoff hindurch lesen kann. Modemänner, hier ist sie. Und das gleich in zwei Farben:

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