Wir wissen, wie umstritten derlei Benefizaktivitäten von Labels und Textilern sind; weil jeder gleich denkt, das Geld könnten die eigentlich ohne großes Getöse aus der Portokasse nehmen. Nun denn. So falsch ist das nicht. Erst recht nicht bei der von Uniqulo initiierten Hilfsaktion für Japan, in deren Rahmen sich Showgrößen wie Lady Gaga (oben), die gefühlt schon alleine halb Japan wieder aufgebaut hat, in den Dienst der guten Sache stellen.
Durch den Verkauf von T-Shirts mit den Motiven von Gwyneth Paltrow, Charlize Theron, Karl Lagerfeld, Nicole Kidman, Alber Elbaz, Blake Lively, Cyndi Lauper, Victoria Beckham und Orlando Bloom will der Geschäftsführer von Uniqulo, Tadashi Yanai, in dieser zusammen mit Condé Nast organisierten Aktion eine weitere große Spende für die Japanhilfe des Roten Kreuz zusammen sammeln. Das wirklich Tolle ist, dass Mr. Tadashi Yanai zuerst aus der eigenen Tasche 3,6 Millionen Dollar plus Textilien im Wert von 8,5 Millionen gestiftet hat.
27. Mai 2011
Mit neuen Moby-Alben verhält es sich bei mir immer folgendermaßen: Ich höre sie bei Itunes an und stelle immer wieder fest, dass 30 Sekunden, anders als bei anderen Interpreten, einfach nicht reichen um die Songs erfassen zu können. Also kaufe ich das Album erstmal nicht. Anschließend höre ich mir ein paar Songs aus seinen neuem Album auf der Homepage komplett an und lade mir dann doch das Album, aber erstmal um es einfach zu haben. Beim finalen hören in der Bahn oder generell unterwegs eröffnet sich mir die komplette CD und ergab bisher wirklich immer ein fantastisches Hörerlebnis. So auch bei „Destroyed“, nach dem völlig anders klingenden Album „Last Night“ der neuste Streich des kahlen Nerdbrillenträgers und wie wir seit vorgestern wissen, Kunstliebhabers.
Seit genau 30 Jahren ist Coco Chanel mein großes Idol und Anfang April 1981 begann meine Chanel-Infizierung durch einen Besuch in der Rue Cambon in Paris. Seit dem, würde ich mal sagen, bin ich das, was man oberflächlich einen „großen Fan“ bezeichnen würde, man könnte es aber auch „die große Liebe meines Lebens“ nennen.
Immer noch bin ich jede Saison aufgeregt, was in den Kollektionen zu erwarten ist und kann es kaum aushalten, die neuen Sachen zu sehen. Meine Sammelleidenschaft beschränkt sich aber aus Budget- und aus Platzgründen auf Accessoires – genauer gesagt auf die sagenumwobenen Broschen aus den Kollektionen für die Mademoiselle so berühmt war und die ihr legitimer Erbe Karl Lagerfeld weiter fortgesetzt und zur Meisterschaft gebracht hat.
In Claus Peymanns Inszenierung von Shakespeares Sturm brach er sich als er auf der Bühne stolperte vor meinen Augen beim Sprung von einem Felsen in einen Wassergraben, der das Meer rund um Prosperos Insel darstellte, den Knöchel. Das ist sehr lange her. Aber das Bild dieses kleinen Unglücks hatte ich sofort wieder vor Augen, als ich las, dass der deutsche Schauspieler Fritz Schediwy am Montag während einer Lesung im Schillertheater mitten in seinem Vortrag einen Herzanfall erlitt, an dem er verstarb. Was für ein dramatischer und doch so leichter Abgang für einen großartigen Schauspieler.




