Daisy fehlt nicht nur das Verständnis-Gen für Schlager und allzu simplen Pop, als geborene Großstadtpflanze kann ich mich auch in den Zauber von Countrymusik wenig bis gar nicht hineindenken. Das ändert aber nichts daran, dass ich auch die Akteure dieser Musikrichtung für ihr Können und die Professionalität bewundere, mit der sie es schaffen, ihr Publikum immer wieder mit Neuem – auch mal mit gänzlich Unerwartetem – zu begeistern. Nun weiß man ja, dass Amerikaner viel von Marketing verstehen und dass sie ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse auch innovativ anzuwenden wissen, aber das führt noch nicht in direkter Linie zu der Idee, dass ein eingefleischter Country-Sänger mit einem Rapper singt und umgekehrt. Und genau das in unterschiedlichen Besetzungen und Kombinationen mit weiteren Musikrichtungen passiert aber ständig.
11. April 2011
Kommt jetzt die Rückkehr der wahren BOSS Männer? x BOSS Selection SS11
Posted on 11. April 2011Da sind sie ja wieder!
Mark Vandeloo und Gabriel Aubry, die beiden Modelmänner, die schon so einige
Boss Anzüge verkauft haben dürften. Daisy hat nicht schlecht gestaunt, als klar war, dass BOSS nun anscheinend wieder etwas für ganze Männer ist. Denn, in den letzten Jahren gefielen die Kampagnen trotz meistens sehr guter Fotografen gar nicht. Was hauptsächlich an Models wie Lars Burmester lag, die einfach zu sehr nach Model aussehen und zu wenig nach echtem BOSS-Mann. Das passt einfach nicht, wenn Deutschlands bekannteste hochwertige Anzugmarke von Models präsentiert wird, die darin immer ein wenig wie Fremdkörper wirken. Zu perfekt, zu artifiziell, zu kalt. Mit solchen Dandy-Bildern zu spielen, das kann Lagerfeld mit seiner Muse Patrice Giabiconi machen, da Chanel ja auf den Männermodemarkt verzichtet, der für BOSS aber das größte oder wichtigste Standbein unter den Geschäftsfeldern ist.
Also mit „alles“ meine ich auch alles – auch die schrecklichen Dinge des Lebens, wie z.B. die Musik der 90er, auf die Jan vorletzte Woche eingegangen ist und runden Sonnenbrillengläsern. Mit beidem könnte ich mich anfreunden, mit der Möbelkollektion von Versace nicht. Also vielleicht täusche ich mich, aber ich bin der Meinung das es die Versace Möbel eine zeitlang nicht mehr im Handel gab sondern ein trauriges Dasein in den Wohnzimmern aller Kitschliebhaber fristen, doch bei Versace Home werden die Möbel wieder angeboten.
Ursprünglicher Launch des Versace Vanitas Stuhles war 1994, also zu einer Zeit, als Jorge noch beim Versace-Store in Hamburg den Eingang saugte und ich mit großen Augen die Medusenmuster auf den Klamotten bestaunte – aber selbst die feiern in der kommenden Frauenkollektion ein kleines Comeback. Die Möbel etwa auch?
Zu mehr Bildern von dem Stuhl, der hoffentlich nie unsere Eames-Stühle vom Esstisch ablösen wird, geht es nach dem Klick
Mit Farbe überrascht COS auch im kommenden Herbst/ Winter nicht – fröhliches Grau reiht sich an dunklen Blautönen. Dafür trumpft COS mit einem Material auf, an dem sich Burberry Prorsum schon in seiner Spring/ Summer 2008 Kollektion erfolgreich versucht hat: Neopren. Oberer Mantel und der blaue Kurzarm-Pullover sind aus dem Material, dass die meisten nur aus dem Sommerurlaub vom Tauchkurs kennen.
Der Rest der Kollektion ist eher schlicht als schlecht – klassisch klares Design, tut nicht weh aber auch nicht immer gut, oder?
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