Ganz verstehen tue ich es nicht: Warum lässt sich Persol von der Rennautowelt für seine Roadstar Edition inspirieren, bringt aber Pilotenbrillen auf den Markt? Als ich zuerst von der Kollektion gehört habe, dachte ich, dass es sich um eine Variante der wirklich schrecklichen Autofahrerbrillen handelt, die an den Seiten Klappen haben – dem ist zum Glück nicht zu und rausgekommen ist eine amtliche Kollektion von 2 Pilotenbrillen-Modellen, von denen jedes in fünf Farbvarianten zur Verfügung steht.
Ein wenig Rennfahrer-Romantik gibt es dann aber doch: Im Persol Roadster Edition Lookbook, welches nach dem Klick zu sehen ist – weil man da aber die Brillen schlecht erkennen kann, die aber sehr sehenswert sind, habe ich auch noch die einzelnen Modelle dazugepackt. So sind wir.
6. April 2011
Was für eine nervige Rotzgöre!
Beklagt sich im Frühstücksfernsehen darüber, wie schlimm es doch ist, die Tochter von Sting zu sein. Schließlich macht man selbst Musik und will nicht auf den Vater reduziert werden. Ständig diese Fragen danach, ob es denn ein Vorteil gewesen sei, als Tochter eines weltweit erfolgreichen Vollblutmusikers aufgewachsen zu sein. Das sei doch sooooo lästig. Ich musste mir die Augen reiben, als ich Zeuge dieses Jammerns wurde. Dabei hätte das Mädel allen Grund, vor Freude im Dreieck zu hüpfen. Eliot Paulina „Coco“ Sumner scheint neben dem blendenden Aussehen beider Elternteile auch das Talent des Vaters geerbt zu haben. Was ein Schicksalsschlag! Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt man doch. Und manchmal klagen die, bei denen zumindest mit freiem Auge keine Webfehler in der Verwandtschaft mit ihren Eltern festgestellt werden können.
So mehrfach erleuchtet, wie Dad sein dürfte, würde ich jetzt auch nicht vermuten, dass es irgendwelchen Drill oder vom Vater aufgezwungene Anbetungsrituale gab, unter denen Coco zu leiden gehabt hätte ….
Würde man den Spieß umdrehen, dann sollte man der Zwanzigjährigen, die gerade dabei ist, in der Musikbranche durch offene Türen zu gehen, die Frage stellen, wie weit ihre Karriere schon gediehen wäre, mit demselben Talent und ohne ihren Namen. Tausende sind genauso talentiert und werden nie entdeckt. Zieren nicht als Role Models und anbetungswürdige It Girls für kleine Blogleserinnen das Cover des ASOS Magazins und so weiter.
Aber vielleicht fehlt mir ja nur der fachliche Backgrund, um nachempfinden zu können, wie schwer es war, von Kindesbeinen an von Schloss zu Schloss zu tingeln und als Tochter von Trudy Styler und Sting seinen Platz in der Gesellschaft finden zu müssen.
Sagt ihr mir bitte, ob ich da falsch liege und warum.
Für die zwei bis drei unter euch, die noch keine Ahnung von Cocos Musik haben, hier eine Hörprobe…
…aber nicht nur wir sondern auch die Labels Ann Demeulemeester, Antonio Marras, Dsquared2, Kitsuné, Maison Martin Margiela, Marni, Moschino und Y-3. Das sind nämlich die Labels, die Solidaritäts-Shirts in Kooperation mit Yoox entworfen haben und diese für 25€ verkaufen.
Das Thema ‚Fukushima‘ kommt mittlerweile erst nach Westerwelle, dem Eklat bei DSDS und den ersten Sonnenstrahlen an dritter oder vierter Stelle bei den Nachrichten und klar – irgendwann gewöhnt man sich an den Gedanken, das am anderen Ende der Welt ein Atomkraftwerk in die Luft zu fliegen droht und ich gebe zu: Die T-Shirts machen es nicht besser. Aber vielleicht tragen sie dazu bei, dass das Thema nicht vollends in Vergessenheit gerät, oder?
Zu weiteren Shirts gehts nach dem Klick



