Warum hat Jean-Charles de Castelbajac eigentlich so einen Militär-Fimmel? Nicht zum ersten mal diente ‚Military‘ als Inspirationsquelle, nur diesmal für Uhren. Und was für welche – mich haben sie ein wenig an Swatch erinnert – bei denen konnte man damals (also in den 80ern) auch einen Kratzschutz über das Uhrenglas, was bei Swatch ja auch Kunststoff ist, ziehen. Das sah dann gleich ein wenig lässiger aus, weil man seinen Klassenkameraden vorgaukeln konnte, dass man in MacGyver-Manier Menschenleben retten muss und damit die Uhr dabei nicht zerkratzt (und Muttern schimpft) gab es diesen Schutz. Und eben diesen Uhrenglas-Schutz hat Castelbajac bei der JC/DC Time-Track Serie gleich an die Uhr gebaut und lässt die Uhr dann aussehen, wie eine Plastik-Rolex von Swatch. Was für eine Mischung…
Zur Gesamtansicht der Uhr (auch in anderen Farben) gehts nach dem Klick
22. März 2011
Nach so viel internationalem PRADA Schick, den uns euer Lieblingsblogger Horst mit den wunderschönen Plateau-Brogues ans Herz gelegt hat, wird es Zeit, mal wieder über vernünftige Schuhe zu berichten, die jeder Mann im Schrank haben sollte, der auch mal in freier Natur unterwegs ist. Earthkeepers heißen die politisch korrekten Timberland-Schuhe, mit denen man trockenen Fußes durch alle Wetterlagen kommt und in denen man auch größere Herausforderungen besteht, an denen selbst Superman zu knabbern hätte. Wer kann zu diesem Angebot eines wasserfesten Schuhs, der einem im richtigen Moment wahre Heldenwunderkräfte verleihen soll, noch Nein sagen? Ihr glaubt das erst, wenn ihr es mit eigenen Augen seht, bitteschön…
Das Timberland Lost Bottle Commercial zeigt es euch.
Aber nachdem es hier um Schuhe geht, die auch nur gekauft werden, wenn sie gefallen, zeigt euch Daisy jetzt, was Timberland an hohen Wald-und-Wiesen-Abenteuer-Schuhen in der Earthkeepers-Range bereit hält. Vielleicht sind ja eure neuen Superman-Schuhe drunter…. Wenn nicht, bleiben in den Earthkeepers zumindest die Zehen auch im schlimmsten Regen trocken und ihr habt die eine oder andere PET Flasche sinnvoll und formschön weiter verwendet…
Eine meiner Lieblingslocations in Paris ist der Taxidermiste Deyrolle in der 46, Rue du Bac. Es gibt ihn seit 1846 und vom Schmetterling über ausgestopfte Vögel bis zum Eisbären gibt es nichts, was es nicht gibt in diesem wunderbaren Laden. Der Eingang ist relativ schmal und wenn man sich die hübsche alte knarrende Holztreppe hinauf gewunden hat, kommt man auf eine große Bel Etage, die wie die Zimmerflucht in einem Schloss aussieht, mit wunderbaren Wandvertäfelungen in Laduree-Grün gestrichen oder in warmen, erdigen Rottönen. Es gibt große Wandschränke, in denen hunderte farbige Vögel auf einen Käufer warten, dazwischen, wie in einem Cabinet de Curiosite, Muscheln oder Korallen auf Holz- oder Silbersockeln, Mineralien, Krebse, Vogelspinnen, Haushühner, Füchse und allerlei anderes Getier, steht in Gruppen auf Highboards, die wie in einer alten Apotheke wirken.
Wolfgang Joop und ich – wir treten beide ein schweres Erbe an: Joop das von Josef Hoffmann, Kolomann Moser und anderen Kollegen der Wiener Werkstätten,
einer Gruppe von Künstlern, die mit ihren noch heute zu den Klassikern der Möbelwelt zählenden Jugendstil und Art Deco Möbeln für Weltruhm der Schule des Wiener Design im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts gesorgt haben. Und ich – ich trete das Erbe von Daisydora an, die sich standhaft weigert, ihren fünften Bericht binnen kürzester Zeit über Joop zu schreiben – und im Gegensatz zu Daisy bin ich kein großer Fan von Joop. Aber weil Joop in letzter Zeit von allen Seiten inklusive Tochter ordentlich einstecken musste, werde ich in dem Bericht über Joops Möbel keinen naheliegenden Vergleich zu Objekten (zumindest beim Bett) aus dem Hause Breetz ziehen, sondern halte mich zurück.




