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8. März 2011

Allgemein

Bienvenue chez Hermès, Monsieur Lemaire!!

Christophe Lemaire hat in den letzten Jahren nicht nur durch eine sehr gute eigene Kollektion überzeugt, sondern auch die Kultmarke Lacoste, durch Berufung auf den Gründer Rene Lacoste, mit einem zeitgemäßen Imagewechsel total wieder nach vorn gebracht. Seine Britpop-Linie im Zeichen des Krokodils machte den Dauerbrenner modern. Nun folgt Christophe Lemaire, der eher schlicht und puristisch ist und dessen Linien häufig eher an eine Helmut Lang Tradition anknüpften, auf den Thron des Créateurs für die Damenmode und die Accessoires beim Traditionshaus Hermès auf den unglaublichen und phantasievollen Jean Paul Gaultier.
Die Modewelt war gespannt wie er den Spagat lösen würde und nun ist das Geheimnis enthüllt.

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WeSC x SUPER by RETROSUPERFUTURE

Ich wr mir zuerst gar nicht so sicher, was ich von einer Kooperation zwischen einem Brillenlabel und einer Firma, die mir eher durch Kopfhörer im Gedächtnis geblieben ist, halten soll. Also habe ich Blomquist gefragt, der meinte „die Dinger sind gut“ und ich habe sie mir nochmal genauer angesehen. Die Basics stimmen: Sie sind ‚Handmade in Italy‘, haben Zeiss-Gläser, sind auf 500 Stück limitiert und haben Farben, von denen ich vorher noch nie gehört habe: Moose Black, Moose Clear und Moose Tortoise – das grenzt schon fast an Poesie… Was ich dann aber doch richtig gut finde: Sie sind verhältnismäßig groß und schlicht im Design – also ganz was anders als diese kleinen Lennon- 90er Jahre Sportbrillen, die angeblich ja ein Comeback feiern sollen (was ich nicht glaube).
Zu den 3 Brillen der Kooperation von WeSC und SUPER by RETROSUPERFUTURE gehts nach dem Klick

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Der Stich der Tsetsefliege x Traummänner – 50 Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal

Gibt es langweiligeres als diese Stereotype von Traumfrauen und Traummännern… gäääääääääääähn? Für Daisy steht fest, dass sich die Illusion vom makellos-perfekten Mann (bzw. der perfekten Frau) im dichten Kopf an Kopf Rennen mit der Liebe auf den ersten Blick, dieses Prädikat teilt. Bis hierher nicht gerade eine Empfehlung für eine Foto-Ausstellung, die den Titel Traummänner trägt. Weil Horstson Schreiber aber nicht gleich aufgeben, wenn ein Thema holprig wird, hat sich Daisy überlegt, diesen Bericht mit Jan, der ja auch sowas wie unser Horstson-Kultur-Sonderbeauftragter ist, zu schreiben. Zu zweit schaffen wir das sicher, ich baue auf dich Jan! Umso mehr, als du Mann bist und jung dazu. Und das dürfte für Traummänner schon die halbe Miete sein; neben dem Brad-Pitt -Waschbrettbauch, den grauen Schläfen und dem Charme von George Clooney und … ooops, gab es da nicht auch mal Umfrageergebnisse, bei denen ein Deutsches Marktforschungsinstitut herausgefunden haben will, dass Deutsche Frauen am liebsten mal was mit Günter Jauch hätten… aber vielleicht verwechselt Daisy das ja nur mit der Tatsache, dass er laut Bild ja auch schon mal beliebtester Anwärter aller Deutschen (die mit abgestimmt hatten) auf das Bundespräsidentenamt war.

Wenn man Frauen nach ihren Traummännern fragt, dann bekommt man meistens zu hören: Ich habe doch gar keinen bestimmten Typ, Hauptsache, er ist groß, breitschultrig, ein südländischer Typ mit dunklen Haaren, hat viel Humor, bringt mich immer zum Lachen und verdient sehr gut… und so weiter, den Rest kennt ihr auch schon. Das hilft mir bei meiner Feldforschung nach dem Prototyp vom Traummann auch nicht weiter. Drum versuche ich es mit dem Ergebnis einer Befragung, die ich bei der Recherche auf einem der soliden Partner-Portale (ElitePartner) gefunden habe. Das Ergebnis der Frage nach dem Promi-Mann, mit dem Singlefrauen (Sample 2.928) am liebsten ausgehen würden, lautet wie folgt: Jede Zweite träumt von einem Date mit George Clooney (47 Prozent) oder Barack Obama (47 Prozent). Danach kommen Johnny Depp mit 28 Prozent und Hugh Grant mit 26 Prozent. Erst auf Platz fünf kommen deutsche Frauenlieblinge wie Til Schweiger (22 Prozent), Moritz Bleibtreu (22 Prozent) und Götz George (21 Prozent). Wie ihr sicher bemerkt habt, waren erstens Mehrfachnennungen erlaubt und zweitens waren die Namen der möglichen Traummänner in der Befragung vorgegeben. Anders könnte ich mir dieses seltsame Ranking nicht erklären. Das Schrillste kommt aber noch: Ausgerechnet der Traummann aller Traummänner der Welt, Brad Pitt, für den Daisy ganz nebenbei nie geschwärmt hat, landet mit nur 18 Prozent auf dem sechsten Platz, den er sich mit dem landauf-landab geschätzten Altkanzler Helmut Schmidt teilen muss. Sowas ist doch echt sinnlos und nicht seriös. Schreibt doch bitte dazu, wie ihr zu diesen Ergebnissen gekommen seid.
Kurzum: Daisy glaubt nicht dran, dass hinter diesem Ergebnis mehr als Lippenbekenntnisse stecken. Was nicht weiter schlimm ist, da es sowas wie Traummänner gar nicht gibt. Versteht mich bitte nicht falsch, es gibt ganz großartige Männer, interessant, charmant, belesen, umwerfend humorvoll, originell und fantasievoll, talentiert und raffiniert, superklug und warmherzig, schön, granatenmäßig sportlich und was sonst nicht noch alles…. aber umso mehr hat jeder einzelne von ihnen verdient, nicht mit einem Stempel versehen zu werden, der Männer ja doch nur auf tolle Körper, schöne Gesichtszüge, volles Haar, ein tolles Auto und ein volles Bankkonto reduzieren will. Ist schon vielsagend, denkt Daisy, wie sich Frauen seit Gary Cooper und Cary Grant am Horizont erschienen waren, überdurchschnittlich attraktive Männer, die sie absolut nicht kennen, schon wegen etwas mehr als einem flachen Bauch, in ihre Traummann-Schubladen packen.

Aber es gibt da schon ein Erlebnis, beziehungsweise einen überaus beeindruckenden Mann, den ich euch in diesem Zusammenhang noch kurz vorstellen will: Stephané Hessel (Bild oben), Franzose, vor dreiundneunzig Jahren in Berlin zur Welt gekommen. Diesen sehr eleganten, eloquenten und dabei überaus netten und im Denken so aufmüpfigen Mann, kann ich uneingeschränkt bewundern und auch wegen seiner außergewöhnlichen Biographie und dem in Frankreich schon zum Bestseller emporgestiegenen Buch: Empört euch! … anhimmeln. Der Mann zeigt Haltung und das finde ich grandios und sehr männlich! Schaut euch Monsieur Hessel mal bitte an und guckt kurz in das Video, einen Beitrag in ttt hinein. Elegant und dem Anlass gemäß gekleidet ist der Herr auch sehr…

Ob das insgesamt stimmt, was Daisy von Traummännern denkt? Wer weiß das schon – ach ja, der Jan! Du kannst den Horstsonians und mir sicher noch was zu Traummännern sagen, oder? Da war doch noch diese Ausstellung, in der mit Sicherheit schöne Fotos von noch schöneren Männern zu sehen sein werden…..

Was kann ich zu so einer Ausführung noch sagen. Ich versuche das mal etwas herzuleiten. Wie wir ja alle wissen ändert sich das Bild des Traummannes und der Traumfrau ja auch gerne über die Jahrzehnte. Wäre dem nicht so, dann würden wir noch immer Marylin Monroes auf den Laufstegen dieser Welt sehen oder Frauen mit fast krankhaft geschnürter Taille und Cul de Paris. Gibt es überhaupt noch so etwas wie einen Traummann oder die Traumfrau? Traummänner wie auch Traumfrauen entsprechen ja auch immer den Vorstellungen der Gesellschaft, beziehungsweise was in dieser momentan als schön oder hübsch oder attraktiv gilt. Und ich muss sagen, wenn ich mich so umschaue, dann weiß ich gar nicht, was ich als Traummann bezeichnen würde. Neben Scarlett und George gibt es so viele unterschiedliche Strömungen von Schönheitsidealen, dass man sich gar nicht mehr erlauben kann, einen universellen Traummann zu benennen. Nicht eben wie früher. Und deshalb ist vielleicht auch die Ausstellung „Traummänner“ in den Hamburger Deichtorhallen vom Namen her etwas falsch gewählt. Vielleicht sollte sie eher „attraktive Männer“ oder „Männer, die ganz gut aussehen und an weißen Wänden hängen“ nennen. Wäre aber alles zu lang. Und so bedient man sich eben dem Begriff Traummann und hängt eben Bilder von Rankin, Lindbergh, Ellen Von Unwerth aber auch weniger bekannten Fotografen an weißen Wänden auf ….überlässt es uns, sie zu bestaunen. Männer, die den jeweiligen Schönheitsidealen der Fotografen entsprechen. Frauen werden flüstern: „Achja Mensch, den würde ich ja auch nicht vor der Bettkante stoßen“. Männer werden entweder gelassen reagieren und sich gleich im nächsten Fitnessstudio anmelden. Vielleicht wären alleine die Unterhaltungen in der Ausstellung Gold wert. Wer also schon immer mal wissen wollte, worauf Peter Lindbergh bei Männern steht, schaut sich die Ausstellung mal schleunigst an. Am besten mit seinem ganz persönlichen Traummann, der nicht nur auf Fotos existiert!

50 Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal; vom 11.3. bis zum 22.5.2011, im Haus der Photograhie in den Deichtorhallen (Kuratoren: Nadine Barth und Ingo Taubhorn).
Fotografen
Bryan Adams, Camilla Akrans, Margarita Broich, Jake Chessum, Liz Collins, Michelangelo di Battista, Horst Diekgerdes, Tony Duran, Deborah Feingold, Nathaniel Goldberg, Henrik Halvarsson, Pamela Hanson, Frederike Helwig, Thomas Hoeffgen, Marc Hom, Hadley Hudson, Matt Jones, Nadav Kander, Ali Kepenek, Kirchknopf & Grambow, Paola Kudacki, Mona Kuhn, Thomas Leidig, Peter Lindbergh, Roxanne Lowit, Sandor Lubbe, Carlotta Manaigo, Mary Ellen Mark, Mary McCartney, Ralph Mecke, Tom Munro, Sheryl Nields, Vincent Peters, Phil Poynter, Rankin, Daniel Riera, Satoshi Saikusa, Martin Schoeller, Mark Seliger, Giampaolo Sgura, Peggy Sirota, Alec Soth, Elisabeth Toll, Diego Uchitel, Ellen von Unwerth, Matthias Vriens-McGrath, Albert Watson, Bruce Weber, Sascha Weidner, Jan Welters.
Das Projekt wird von einem Buch des Dumont-Verlags begleitet. Nadine Barth (Hg.). Etwa 224 Seiten mit ca. 150 farbigen Abbildungen, 31 x 24 cm, gebunden, ca. € 49,99

Music

Lady Gaga x Mugler (again) – Directors Cut einer Fashionshow

Also erstmal vorweg. Man braucht keinen Directors Cut einer Fashionshow. Man braucht auch einen Großteil der Designs von Mugler diese Saison nicht. Aber das ist Geschmackssache. Der Einzige Vorteil, den dieser Zusammenschnitt hat, ist eine kleine Vorschau auf „Government Hooker“ einem der neuen Songs auf dem neuen Gaga-Album. Zumindest der klingt gut. Aber wie gesagt: An sich braucht man das jetzt auch nicht zwangsläufig.
Zum Video mit dem unglaublichen Namen „Official Director’s Cut version of Mugler Fall 2011 Women’s Fashion Show with Lady Gaga“ geht es nach dem Klick.